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Rammelsbergit Mineralien-Steckbrief

In unserer Gesteins- und Mineraliendatenbank erhalten Sie Informationen zu den wichtigsten Exemplaren. Die Steckbriefe sind thematisch und alphabetisch kategorisiert. Wir sind bestrebt die Anzahl der Einträge zu erweitern und nehmen gern Vorschläge von unseren Lesern entgegen.

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Rammelsbergit - Eigenschaften, Entstehung und Verwendung

englisch: rammelsbergite


Das Mineral Rammelsbergit wurde erstmals im Jahr 1845 in der mineralogischen Literatur von Wilhelm Ritter von Haidinger (1795 bis 1871) erwähnt. Auf den aus Österreich stammenden Mineralogen geht auch der Name Rammelsbergit zu Ehren des deutschen Mineralogen Karl Friedrich Rammelsberg (1813 bis 1899) zurück.

Eigenschaften von Rammelsbergit

Rammelsbergit, bestehend aus NiAs2, ist ein Vertreter der Mineralklasse der Sulfide und Sulfosalze, im Speziellen der Löllingit-Gruppe. Aufgrund der chemischen Zusammensetzung wird Rammelsbergit auch als Arsennickel bezeichnet.
Die Farbe des nickelhaltigen Minerals ist weiß – deshalb mitunter auch als Weißnickelkies bekannt kann aber auch grau angelaufen vorkommen. Die Strichfarbe ist grauschwarz.
Rammelsbergit kristallisiert im orthorhombischen Kristallsystem: die Kristalle sind prismatisch oder linsenartig. Die Aggregate sind körnig, derb oder radialstrahlig ausgeprägt, häufig auch zu Zwillingen miteinander verwachsen.
Der Glanz von Rammelsbergit ist metallisch bei undurchsichtiger Transparenz. Der Bruch des Minerals ist spröde, die Spaltbarkeit ist deutlich. Die Mohshärte beträgt 5,5 bis 6 bei einem spezifischen Gewicht von 7,1.


Entstehung und Verbreitung von Rammelsbergit

Rammelsbergit ist ein sekundär gebildetes Mineral und geht aus der im Niedrigtemperaturbereich stattfindenden hydrothermalen Überprägung erzhaltiger Gesteine hervor.
Mit Rammelsbergit assoziierte Mineralien sind bspw. Nickel, Bismut, Silber, Uraninit, Skutterudit, Safflorit und Nickelin.
Verwechslungsgefahr besteht insbesondere mit Löllingit, Arsenopyrit, Safflorit, Skutterudit und Chloanthit.
Nennenswerte Fundorte des weltweit häufig vorkommenden Minerals sind u.a. Kongsberg/Norwegen; Värmland, Lappland/Schweden; Cumbria, Devon, Cornwall/England; Schottland; Wales; Bretagne, Elsass/Frankreich; Odenwald, Spessart, Harz, Erzgebirge, Kamsdorf, Schwarzwald/Deutschland; Wallis/Schweiz; Steiermark, Salzburg, Kärnten/Österreich; Mähren, Polen; Böhmen/Tschechien; Slowakei; Russland; Bulgarien; Piemont, Sardinien/Italien; Thrakien, Laurion/Griechenland, Japan; Tasmanien/Australien; Mexiko; Atacama, Valparaíso/Chile; Argentinien; Arizona, New Mexiko, Nevada, Connecticut, Maine/USA und Labrador, Ontario/Kanada.


Bedeutung und Verwendung von Rammelsbergit

Rammelsbergit wird mitunter für die Gewinnung von Nickel und Arsen abgebaut.


Nachweis von Rammelsbergit

Rammelsbergit weist einen hellblauen, gelben bis pinken Pleochroismus auf.


Siehe auch:
Erz
Bestimmung von Mineralen
Aufbewahrung von Mineralen


Quellen:
Bauer, J.; Tvrz, F. (1993): Der Kosmos-Mineralienführer. Mineralien Gesteine Edelsteine. Ein Bestimmungsbuch mit 576 Farbfotos. Gondrom Verlag GmbH Bindlach*
Korbel, P.; Novak, M. und W. Horwath (2002): Mineralien Enzyklopädie, Dörfler Verlag*
- www.mindat.org - rammelsbergite

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Letzte Aktualisierung: 1. November 2018

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