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Pyrop Mineralien-Steckbrief

In unserer Gesteins- und Mineraliendatenbank erhalten Sie Informationen zu den wichtigsten Exemplaren. Die Steckbriefe sind thematisch und alphabetisch kategorisiert. Wir sind bestrebt die Anzahl der Einträge zu erweitern und nehmen gern Vorschläge von unseren Lesern entgegen.

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Pyrop - Eigenschaften, Entstehung und Verwendung

englisch: pyrope | französisch: pyrope


Genau wie bei vielen anderen Mineralien auch, geht der Name Pyrop auf die Farbe des Minerals zurück. Pyrop wird aus dem Altgriechischen mit feuerähnlich, feuerartig übersetzt und bezieht sich direkt auf die feuer- bis blutrote Farbe von Pyrop.
Alternativ ist Pyrop unter dem Begriff Böhmischer Granat oder Kaprubin bekannt. Begründet wird diese Bezeichnung mit den ersten Funden von Pyrop, die 1803 in Böhmen/Tschechien gemacht wurden. Ähnlich verhält es sich mit dem Namen Kaprubin, der sich mit der rubinroten Farbe und der Herkunft von südafrikanischem Pyrop erklären lässt.


Eigenschaften von Pyrop

Das Mineral Pyrop ist eine Varietät von Granat, dessen Zusammensetzung über die Formel Mg3Al2[SiO4]3 beschrieben wird und entsprechend der Mineralklasse der Silikate zugeordnet wird.
Neben blutroten Exemplaren kann Pyrop auch von rosaroter (sog. Rhodolith), violettroter, schwarzbrauner oder intensiv schwarzroter Farbe sein, die ursächlich auf Eisen- und Chromgehalte zurückzuführen ist. Die Strichfarbe ist weiß.
Pyrop kristallisiert im kubischen Kristallsystem und bildet fast immer kantengerundete, körnige Aggregate.
Pyrop weist Glasglanz auf, die Transparenz ist durchsichtig bis durchscheinend. Der Bruch ist muschelig bis uneben, die Spaltbarkeit ist nicht vorhanden. Mit einer Mohshärte von 7 bis 7,5 ist Pyrop ein hartes Mineral, das spezifische Gewicht beträgt 3,5.


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Entstehung und Verbreitung von Pyrop

Pyrop wird vorrangig unter metamorph Bedingungen gebildet, kann aber auch magmatischen Ursprungs sein (nähere Informationen: Entstehung von Mineralien). Deshalb ist Pyrop als Gemengteil, d.h. mineralischer Bestandteil, in zahlreichen Gesteinen zu finden, darunter beispielsweise in Quarzit, Eklogit, Kimberlit, Pyroxenit, Serpentinit, Peridotit und Lherzolith.
Die Vorkommen von Pyrop sind unter anderem mit Magnetit, Diopsid sowie Diamant vergesellschaftet.
Nennenswerte Vorkommen von Pyrop existieren zum Beispiel in Grönland, Schottland, Deutschland, Schweiz, Österreich, Tschechien, Südafrika, Russland, Indien, China, Australien, Neuseeland, Brasilien und in den USA.


Bedeutung und Verwendung von Pyrop

Das Mineral Pyrop hat sich bereits in der Vergangenheit einen Namen als Schmuckstein gemacht und auch heute ist Pyrop für Granatschmuck von wesentlicher Bedeutung.
Teilweise werden im Handel Synonyme für Pyrop verwendet, die auf eine scheinbare Wertsteigerung aus sind oder welche die Kostbarkeit und Verwechslung mit anderen Edelsteinen nahelegen wollen. Aufgrund der farblichen Ähnlichkeit mit Rubinen sind vor allem folgende Handelsnamen von Pyrop gängig:


Nachweis von Pyrop

Pyrop ist in Säuren nahezu unlöslich und lässt sich nur schwer schmelzen.


Sonstiges

Lange Zeit, bevor die Mineralien Rubin, roter Spinell und die Granat-Varietäten Pyrop und Almandin als eigenständige Mineralien identifiziert wurden, wurden diese roten Steine unter dem Namen Karfunkelstein zusammengefasst.



Siehe auch:
Granatoid, YAG und Granate, die keine sind
Pigeon Blood Ruby - Taubenblutrubin
Rote Diamanten


Quellen:
Medenbach, O.; Sussieck-Fornefeld, C.; Steinbach, G. (1996): Steinbachs Naturführer Mineralien. 223 Artbeschreibungen, 362 Farbfotos, 250 Zeichnungen und 30 Seiten Bestimmungstabellen. Mosaik Verlag München*
Hall, C. (1999): Edelsteine. Das neue kompakte Bestimmungsbuch, Könemann Verlag*
Schumann, W. (1992): Edelsteine und Schmucksteine: alle Edel- und Schmucksteine der Welt; 1500 Einzelstücke. BLV Bestimmungsbuch, BLV Verlagsgesellschaft mbH München*
Korbel, P.; Novak, M. und W. Horwath (2002): Mineralien Enzyklopädie, Dörfler Verlag*
Pellant, C. (1994): Steine und Minerale. Ravensburger Naturführer. Ravensburger Buchverlag Otto Maier GmbH*
- www.mindat.org - pyrope

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Letzte Aktualisierung: 7. November 2018

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