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Olivin Mineralien-Steckbrief

In unserer Gesteins- und Mineraliendatenbank erhalten Sie Informationen zu den wichtigsten Exemplaren. Die Steckbriefe sind thematisch und alphabetisch kategorisiert. Wir sind bestrebt die Anzahl der Einträge zu erweitern und nehmen gern Vorschläge von unseren Lesern entgegen.

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Olivin - Eigenschaften, Entstehung und Verwendung

englisch: olivine | französisch: olivine

OlivinDie olivgrüne Farbe des Minerals (oliva lat.) war ausschlaggebend für die Namensgebung von Olivinen.

Eigenschaften von Olivin
Im allgemeinen Sprachgebrauch wird Peridot mit Olivin gleichgesetzt. Richtigerweise handelt es sich bei Olivinen um eine Mineralreihe mit verschiedenen Gliedern.
Die chemische Zusammensetzung variiert und lässt sich vereinfacht zusammenfassen: [(Mg,Fe,Mn,Ni,Ca)SiO4].
Fayalit (FeSiO4), Forsterit (MgSiO4), Tephroit (MnSiO4) sowie Liebenbergit (NiSiO4) sind die jeweiligen Endglieder der Olivinreihe. Dabei sind die Endglieder gekennzeichnet durch einen bestimmten Eisen- und Mangangehalt, der beginnend von Fayalit zu Forsterit immer geringer wird. Des Weiteren existieren Zwischenglieder, zu denen auch Peridot, Monticellit, Kirschsteinit, Laihunit, Liebenbergit, Tephroit sowie Glaukochroit gehören.

Olivine werden der Mineralklasse der Silikate zugeordnet, sind demnach Verbindungen von Elementen der Metalle mit einzelnen oder verknüpften Silciumdioxid-Tetraedern. Mit steigendem Eisengehalt erhöht sich das spezifische Gewicht von Olivinen von 3,27 bis auf 4,20.

Die Farben der Olivinreihe variieren von grün, grüngelb, gelbbraun bis hin zu braun, aber auch weiß. Die Strichfarbe hingegen ist weiß, selten auch zartgelb und oxidiert rot.
Olivin kristallisiert im orthorhombischen Kristallsystem, entsprechend ausgeprägt sind die Kristalle: tafelig, oft keilförmig an den Enden. Die Aggregate von Olivinen können körnig, massig oder kompakt sein, stets mit ausgeprägtem Glasglanz.
Gegen das Licht gehalten, sind Olivine durchscheinend bis opak. Mit einer Härte von 6,5 bis 7 zählt der Olivin zu den härteren Mineralen. Der Bruch ist muschelig und die Spaltbarkeit vollkommen.

Olivin Entstehung und Verbreitung von Olivin
Olivine entstehen sowohl in basischen als auch sauren magmatischen Gesteinen. Aufgrund des hohen Schmelzpunktes sind Olivine mit die ersten Minerale, die in der Gesteinsschmelze auskristallisieren, wobei Forsterit eher kristallisiert als Fayalit. Oftmals ist Olivin deshalb auch in magmatischen Gesteinen wie Gabbro, Diabas, Melaphyr oder Basalt als gesteinsbildendes Mineral enthalten.

Häufige begleitende Minerale von Olivinen sind Diopsid, Augit, Hornblende, Spinell und Pyrop.
Als Fundorte sind unter anderem neben Italien; Mosenberg, Daun/Eifel, Finkenberg/Siebengebirge, Hoher Hagen /Deutschland; Steiermark/Österreich, Ural, Transkaukasien, Südsibirien/GUS; Nordfjord/Norwegen auch Kanada; Island; Galapagos-Inseln, Brasilien; Vermont, North Carolina, Arizona, New Mexiko, Hawaii/USA sowie die Kanarischen Inseln/Spanien bekannt

Farbliche Ähnlichkeit besteht zu Liebenbergit, Monticellit, Kirschsteinit, Tephroit und Glauchroit, weshalb die einzelnen Olivinminerale mit diesen Mineralen verwechselt werden können.

Verwendung von Olivin
Geschliffen wird Olivin oft als Schmuckstein eingesetzt. Als Zuschlagstoff in Baumaterialien hat sich Olivin bewährt, da das Mineral die Feuerbeständigkeit positiv beeinflußt.

Nachweis von Olivin
Zum Nachweis von Olivinen wird Salzsäure verwendet, in welcher sich das Mineral gelb verfärbt.


Quellen:
Pellant, C. (1994): Steine und Minerale. Ravensburger Naturführer. Ravensburger Buchverlag Otto Maier GmbH
Bauer, J.; Tvrz, F. (1993): Der Kosmos-Mineralienführer. Mineralien Gesteine Edelsteine. Ein Bestimmungsbuch mit 576 Farbfotos. Gondrom Verlag GmbH Bindlach
Korbel, P.; Novak, M. und W. Horwath (2002): Mineralien Enzyklopädie, Dörfler Verlag
Medenbach, O.; Sussieck-Fornefeld, C.; Steinbach, G. (1996): Steinbachs Naturführer Mineralien. 223 Artbeschreibungen, 362 Farbfotos, 250 Zeichnungen und 30 Seiten Bestimmungstabellen. Mosaik Verlag München
Schumann, W. (1992): Edelsteine und Schmucksteine: alle Edel- und Schmucksteine der Welt; 1500 Einzelstücke. BLV Bestimmungsbuch, BLV Verlagsgesellschaft mbH München
Schumann, W. (1991): Mineralien Gesteine – Merkmale, Vorkommen und Verwendung. BLV Naturführer. BLV Verlagsgesellschaft mbH München

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