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Montmorillonit Mineralien-Steckbrief

In unserer Gesteins- und Mineraliendatenbank erhalten Sie Informationen zu den wichtigsten Exemplaren. Die Steckbriefe sind thematisch und alphabetisch kategorisiert. Wir sind bestrebt die Anzahl der Einträge zu erweitern und nehmen gern Vorschläge von unseren Lesern entgegen.

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Montmorillonit - Eigenschaften, Entstehung und Verwendung

Das Mineral Montmorillonit wurde erstmals 1847 gefunden und nach dem Ort der Entdeckung benannt. Montmorillon ist eine Gemeinde in Frankreich.

Eigenschaften
Montmorillonit, dessen Zusammensetzung über die Formel (Ca,Na)0,33(Al,Mg)2Si4O10(OH)2·nH2O beschrieben wird, ist ein Silikatmineral, das bei weiterer Untergliederung der Gruppe der Tonminerale zugeordnet wird.
Montmorillonit ist von weißer Farbe, Beimengungen können das Tonmineral aber auch gelb, rosa, grünlich oder hellbraun färben. Die Strichfarbe ist weiß.
Montmorillonit kristallisiert im monoklinen Kristallsystem, bildet nadelförmige Kristalle, die von geringer Größe sind und als massige oder erdige Aggregate erscheinen.
Der Glanz von Montmorillonit variiert zwischen matt und fettig, die Transparenz ist durchscheinend bis undurchsichtig. Der Bruch ist uneben, die Spaltbarkeit ist vollkommen. Montmorillonit ist von sehr geringer Härte: mit einer Mohshärte von 1 bis 2 vergleichbar bspw. mit der Härte von Talk oder Gips. Das spezifische Gewicht beträgt 2,3 bis 3.

Entstehung und Verbreitung
Montmorillonit entsteht durch Substitution in vulkanischen Gesteinen im Zuge hydrothermaler Vorgänge.
Montmorillonit-Vorkommen sind mit zahlreichen anderen Mineralen vergesellschaftet, darunter Zeolithe, Celadonit, Olivin, Calcit, Biotit, Quarz, Minerale der Amphibol- und Pyroxen-Gruppe. Außerdem stellt Montmorillonit die Hauptkomponente von Bentonit dar – ein Gestein bestehend aus diversen Tonmineralen.
Neben der Typlokalität in Frankreich befinden sich weitere Fundorte in Schweden, Finnland, Schottland, England, Deutschland, Österreich, Schweiz, Italien, Slowakei, Ukraine, Griechenland, Türkei, Marokko, Namibia, Kasachstan, Iran, Afghanistan, Mongolei, China, Japan, Philippinen, Indonesien, Australien, Argentinien, Chile, Brasilien, Ecuador, Mexiko, Kanada und in den USA.

Verwendung
Montmorillonit ist ein vielseitiges Mineral. In der Haut- und Haarpflege ist Montmorillonit Inhaltsstoff von Wasch- bzw. Lavaerden, wird aber auch als Heilerde verwendet, die innerlich und äußerlich Anwendung findet. Hier macht man sich vor allem die Eigenschaft der Ionenaustauschkapazität zunutze. Kationen können im Austausch gegen andere Kationen ersetzt werden. Dieser Effekt ist insbesondere in Böden von Bedeutung, da Tonminerale Nährstoffe langfristig speichern können und bei Bedarf abgegeben. Zudem ist Montmorillonit ein hervorragender Wasserspeicher, was anhand der Quellfähigkeit – Ausdehnung – in Wasser mühelos zu beobachten ist.

Quellen:
Bauer, J.; Tvrz, F. (1993): Der Kosmos-Mineralienführer. Mineralien Gesteine Edelsteine. Ein Bestimmungsbuch mit 576 Farbfotos. Gondrom Verlag GmbH Bindlach
Korbel, P.; Novak, M. und W. Horwath (2002): Mineralien Enzyklopädie, Dörfler Verlag
Okrusch, M. und S. Matthes (2009): Mineralogie: Eine Einführung in die spezielle Mineralogie, Petrologie und Lagerstättenkunde. Springer Verlag Berlin Heidelberg
- www.mindat.org - montmorillonite

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