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Molybdänit Mineralien-Steckbrief

In unserer Gesteins- und Mineraliendatenbank erhalten Sie Informationen zu den wichtigsten Exemplaren. Die Steckbriefe sind thematisch und alphabetisch kategorisiert. Wir sind bestrebt die Anzahl der Einträge zu erweitern und nehmen gern Vorschläge von unseren Lesern entgegen.

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Molybdänit - Eigenschaften, Entstehung und Verwendung

englisch: molybdenite | französisch: molybdénite


Der Name Molybdänit geht auf die bleigraue Farbe des Minerals zurück. Das Wort Molybdän stammt ursprünglich aus dem Griechischen und wird mit Blei übersetzt.


Eigenschaften von Molybdänit

Chemisch betrachtet handelt es sich bei Molybdänit um Molybdändisulfid (MoS2), weshalb das Mineral zur Mineralklasse der Sulfide geordnet wird.
Die Farbe von Molybdänit ist grau: bleigrau oder mit einem Stich ins Violette gehend und silbrig schimmernd. Die Strichfarbe ist ebenfalls blaugrau, wird aber grünlich, wenn man den Strich verreibt.
Molybdänit kristallisiert im hexagonalen Kristallsystem und bildet prismatische, tafelige Kristalle, die blättrige bis schuppenförmige, aber auch körnig oder massige Aggregate bilden. Auffällig an Molybdänitkristallen sind die Streifen auf den Kristallflächen.
Der Glanz von Molybdänit ist metallisch, die Transparenz ist undurchsichtig. Eine Ausnahme stellen einzelne Molybdänitschüppchen dar, die gegen das Licht gehalten durchscheinend sind. Molybdänit weist einen unebenen Bruch auf, die Spaltbarkeit ist sehr vollkommen. Zudem ist Molybdänit biegsam, verbleibt anschließend in der verbogenen Position (sog. unelastisch biegsame Tenazität). Molybdänit ist ein sehr weiches Mineral: die Mohshärte beträgt 1 bis 1,5 bei einem spezifischen Gewicht von 4,62 bis 4,8.


Entstehung und Verbreitung von Molybdänit

Molybdänit ist magmatischen Ursprungs, kann aber auch unter kontaktmetamorphen oder hydrothermalen Bedingungen gebildet werden. Dementsprechend ist Wolframit Bestandteil zahlreicher Magmatite und metamorpher Gesteine, so bspw. in Gneisen, Syeniten, Graniten und Pegmatiten vorhanden.
Quarz, Chalkopyrit, Kassiterit, Apatit, Turmalin, Pyrit, Fluorit und Wolframit sind mögliche Begleitminerale von Molybdänit.
Molybdänit ist weltweit recht häufig verbreitet. Abbauwürdige Vorkommen befinden sich unter anderem in Nord-, Mittel- und Südeuropa, im mittleren Afrika, Russland, Kasachstan, Iran, Afghanistan, Mongolei, Indien, China, Japan, Philippinen, Indonesien, Papua-Neuguinea, Australien, Süd-, Mittel- und Nordamerika.


Verwendung und Bedeutung von Molybdänit

Molybdänit ist vor allem zur Gewinnung von Molybdän von Bedeutung. Ferner wird das Mineral in Rostlösern oder als Schmiermittel eingesetzt.


Nachweis von Molybdänit

Um beispielsweise Verwechslungen mit dem ähnlich aussehenden Mineral Graphit auszuschließen, bietet sich der „Fingertest“ an: das Mineral fühlt sich fettig an und hinterlässt grau-schwarze Spuren an den Händen.
Der Schmelzpunkt von Molybdänit liegt bei 1900 °C, weshalb das Mineral nur sehr schmelzbar ist. Wird Molybdänit in offene Flammen gehalten, verändert sich diese und erscheint grüngelb. Ebenso wie Molybdänit gegen hohe Temperaturen beständig ist, löst sich das Schwefelmineral nur mühsam in Säuren auf.


Siehe auch:
Industrieminerale
Erz
Höhlen in Deutschland: Saalfelder Feengrotten


Quellen:
Pellant, C. (1994): Steine und Minerale. Ravensburger Naturführer. Ravensburger Buchverlag Otto Maier GmbH*
Bauer, J.; Tvrz, F. (1993): Der Kosmos-Mineralienführer. Mineralien Gesteine Edelsteine. Ein Bestimmungsbuch mit 576 Farbfotos. Gondrom Verlag GmbH Bindlach*
Medenbach, O.; Sussieck-Fornefeld, C.; Steinbach, G. (1996): Steinbachs Naturführer Mineralien. 223 Artbeschreibungen, 362 Farbfotos, 250 Zeichnungen und 30 Seiten Bestimmungstabellen. Mosaik Verlag München*
Okrusch, M. und S. Matthes (2009): Mineralogie: Eine Einführung in die spezielle Mineralogie, Petrologie und Lagerstättenkunde. Springer Verlag Berlin Heidelberg*
- www.mindat.org - molybdenite

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Letzte Aktualisierung: 12. November 2018

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