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Lasurit Mineralien-Steckbrief

In unserer Gesteins- und Mineraliendatenbank erhalten Sie Informationen zu den wichtigsten Exemplaren. Die Steckbriefe sind thematisch und alphabetisch kategorisiert. Wir sind bestrebt die Anzahl der Einträge zu erweitern und nehmen gern Vorschläge von unseren Lesern entgegen.

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Lasurit - Eigenschaften, Entstehung und Verwendung

englisch: lazurite | französisch: lazurite


Lasurit
Lasurit

Lasurit wird aus dem Persischen mit blauer Stein übersetzt, bezugnehmend auf die intensiv blaue Farbe des Minerals.
Die frühesten Beschreibungen von Lasurit stammen aus dem Jahr 1890 und stammen von Walemar Christofer Brøgger (1851 bis 1940), einem norwegischen Geologen und Mineralogen. Er beschrieb die ersten Funde des Minerals, die 1890 in der Lapislazuli-Grube von Ladjuar Medam nahe Sar-e-Sang im Nordosten Afghanistans entdeckt wurden.


Eigenschaften von Lasurit

Lasurit ist ein Silikatmineral bestehend aus (Na,Ca)8[S2|(AlSiO4)6].
Wie schon erwähnt, enthält der Name Lasurit einen Hinweis auf die Farbe: blau. Die meisten Exemplare sind von ultramarinblauer Farbe, können aber auch dunkelblau oder mit einem Stich ins Violette oder Grüne gehen. Farblich ist Lasurit Azurit sehr ähnlich. Die Strichfarbe ist hellblau.
Lasurit kristallisiert im kubischen Kristallsystem und bildet würfelige, dodekaedrische (zwölfflächige) oder oktaedrische (achtflächige bzw. vierseitige Doppelpyramiden) aus. Die Aggregate sind entsprechend körnig oder massig-kompakt.
Lasurit ist von mattem bis fettigem Glanz, die Transparenz ist durchscheinend bis undurchsichtig. Der Bruch ist muschelig bis spröde, die Spaltbarkeit ist unvollkommen. Die Mohshärte beträgt 5 bis 5,5 bei einem spezifischen Gewicht von 2,3 bis 2,5.


Lasurit
Lasurit in weißem Marmor

Entstehung und Verbreitung von Lasurit

Lasurit ist ein Mineral metamorphen Ursprungs und entsteht im Zusammenhang mit der Kontaktmetamorphose von kalkhaltigen Gesteinen.
Dabei verändern aufdringende magmatische Schmelzen bereits bestehende Gesteine und Minerale, so dass völlig neue Minerale als Resultat hervorgehen. Deshalb ist Lasurit unter anderem in Marmor zu finden – einem kalkhaltigen Gestein, das durch Metamorphose entstanden ist. Daneben wird Lasurit sehr häufig von den Mineralen Haüyn, Diopsid, Calcit und Muskovit begleitet.
Die Vorkommen von Lasurit sind auf wenige Fundorte weltweit verbreitet und zählt zu den selteneren Mineralen. Im Vergleich dazu sind beispielsweise mehr Abbaugebiete von Diamanten bekannt. Nennenswerte Fundorte von Lasurit befinden sich zum Beispiel in Schweden, Italien, Russland, Tadschikistan, Afghanistan, Burma, Chile, Kanada sowie in den USA.


Verwendung und Bedeutung von Lasurit

Lasurit ist vor allem als Schmuckstein von Bedeutung, wobei Lasurit aus Afghanistan als qualitativ am hochwertigsten einzustufen ist. Mitunter wird Lasurit im Handel als Lapislazuli ausgegeben, da Lasurit und Lapislazuli oft am gleichen Ort vorkommen und abgebaut werden. Doch im Unterschied zu Lasurit handelt es sich bei Lapislazuli um ein Gestein. Gesteine sind der Definition zufolge aus mehreren Mineralen zusammengesetzt; namentlich sind es bei Lapislazuli Lasurit, Haüyn, Calcit, Diopsid, Muskovit, Sodalith, Pyrit, Afghanit sowie Amphibole und Feldspäte.


Nachweis von Lasurit

Lasurit ist in Salzsäure löslich, wobei gleichzeitig der Geruch nach Schwefel freigesetzt wird.


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Siehe auch:
Die teuersten Mineralien der Welt
Farbedelsteine und die Bewertung der Qualität von farbigen Edelsteinen
Falscher Saphir, oder Saphire, die keine sind


Quellen:
Bauer, J.; Tvrz, F. (1993): Der Kosmos-Mineralienführer. Mineralien Gesteine Edelsteine. Ein Bestimmungsbuch mit 576 Farbfotos. Gondrom Verlag GmbH Bindlach*
Pellant, C. (1994): Steine und Minerale. Ravensburger Naturführer. Ravensburger Buchverlag Otto Maier GmbH*
Okrusch, M. und S. Matthes (2009): Mineralogie: Eine Einführung in die spezielle Mineralogie, Petrologie und Lagerstättenkunde. Springer Verlag Berlin Heidelberg*
Booth, B. (1999): Steine und Mineralien. Könemann Verlag Köln*
- www.mindat.org - lazurite

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Letzte Aktualisierung: 12. November 2018

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