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Larimar Mineralien-Steckbrief

In unserer Gesteins- und Mineraliendatenbank erhalten Sie Informationen zu den wichtigsten Exemplaren. Die Steckbriefe sind thematisch und alphabetisch kategorisiert. Wir sind bestrebt die Anzahl der Einträge zu erweitern und nehmen gern Vorschläge von unseren Lesern entgegen.

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Larimar - Eigenschaften, Entstehung und Verwendung

Einige Zeit, bevor Larimar die heute übliche Bezeichnung erhielt, war das Mineral als Travelina bekannt. Der Name Larimar setzt sich aus zwei Begriffen zusammen. Die Silber Lari steht für die Tochter Larissa des Experten für Gegenstände des Kunsthandwerks Miguel Mendez. Ihm wurde nach der Entdeckung 1974 im Südwesten der Dominikanischen Republik ein Exemplar zur Bestimmung überreicht. Die Endung mar (span-. für Meer) hingegen bezieht sich auf die türkis-blaue Farbe des Meeres.
Larimar wird ebenso unter dem Synonym Atlantisstein verkauft – einem Glauben nach, handelt es sich bei Larimaren um Minerale der verschollenen Stadt Atlantis.

Eigenschaften von Larimar
Larimar ist mit der Zusammensetzung NaCa2(Si3O8OH) ein Vertreter der Mineralklasse der Silikate und ferner eine Varietät des Minerals Pektolith.
Die Farbe von Larimar variiert: kann weiß, himmelblau bis grünblau, aber auch blau-weiß gescheckt sein. Farbgebendes Element von Larimar ist Vanadium. Da die Farbe von Larimar nicht lichtbeständig ist, sollte das Mineral nicht ständig direktem Licht oder hohen Temperaturen ausgesetzt werden. Die Strichfarbe ist weiß.
Larimar kristallisiert dem triklinen Kristallsystem folgend. Gut sichtbare Kristalle werden nicht ausgebildet, vielmehr erscheint Larimar in Form von dichten und faserigen Aggregaten.
Larimar ist von durchscheinender bis undurchsichtiger Transparenz, der Glanz ist glasartig bis seidig. Die Spaltbarkeit ist vollkommen, der Bruch ist muschelig-spröde. Die Mohshärte von Larimar beträgt 5 bis 6 bei einem spezifischen Gewicht von 2,7 bis 2,9.

Entstehung und Verbreitung von Larimar
Larimar ist hydrothermalen Ursprungs; geht demnach aus heißen, mineralstoffreichen Lösungen hervor und ist in Gängen oder Adern anzutreffen.
Larimar ist ein extrem seltenes Mineral. Bislang sind lediglich zwei Fundorte bekannt. Neben dem ersten Fundort – Filipinas Larimar Mine in Barahona in der Dominikanischen Republik – wurden ebenfalls in Fittà bei Soave in Norditalien Larimare gefunden.
Begleitminerale von Larimar sind Calcit, Hämatit, Apatit, Malachit, Magnetit, Montmorillonit, Pektolith, Kupfer, Chalcedon, Talk, Quarz, Zeolithe wie Analcim,Heulandit, Phillipsit, Natrolith oder Chabasit. Mitunter sind im Larimar einzelne Minerale (bspw. Chalkosin, Hämatit oder Kupfer) eingeschlossen, die als rötliche oder schwarze Zeichnung zu sehen sind.

Verwendung von Larimar
Der Rarität wegen ist Larimar vor allem für Mineraliensammlungen von Bedeutung, wird aber auch als Schmuckstein verarbeitet. Aufgrund des faserig-splittrigen Wesens ist Larimar nicht dankbar in der Verarbeitung, d.h. es ist mit erheblichen Materialverlusten des Rohminerals stets zu rechnen, was sich auch auf den Preis niederschlägt. Die höchsten Preise erzielen zudem weiß-blaue, wolkenartig gemusterte Exemplare.



Quellen:
- www.mindat.org
- www.larimarmuseum.org
- www.minerals.net

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