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Krokoit Mineralien-Steckbrief

In unserer Gesteins- und Mineraliendatenbank erhalten Sie Informationen zu den wichtigsten Exemplaren. Die Steckbriefe sind thematisch und alphabetisch kategorisiert. Wir sind bestrebt die Anzahl der Einträge zu erweitern und nehmen gern Vorschläge von unseren Lesern entgegen.

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Krokoit - Eigenschaften, Entstehung und Verwendung

englisch: crocoite | französisch: crocoite


Krokoit
Krokoit

In Anlehnung an die safrangelbe Farbe erhielt das Mineral den Namen Krokoit (griech.: krokos = Safran).


Eigenschaften von Krokoit

Das Mineral Krokoit ist ein Vertreter der Mineralklasse der Chromate und Molybdate mit der Zusammensetzung PbCrO4.
Kennzeichnende Farben von Krokoit sind rot, gelb und orange. Die Strichfarbe ist orangegelb.
Krokoit kristallisiert im monoklinen Kristallsystem mit langprismatischen und nadeligen Kristallen. Die Aggregate sind dicht und derb.
Krokoite sind eher weiche Minerale mit einer Härte von 2,5 bis 3 und einem spezifischen Gewicht von 5,9 bis 6,1. Der Glanz ist wie der von Diamanten, kann auch fettig sein. Bei unsachgerechter Lagerung wird der Glanz stumpfer und die Farbe verblasst.
Das Mineral weist eine durchscheinende Transparenz auf. Der Bruch ist uneben bis muschelig, die Spaltbarkeit ist vollkommen.


Krokoit
Krokoit

Entstehung und Verbreitung von Krokoit

Krokoit ist aufgrund der speziellen Zusammensetzung ein rares Sekundärmineral. Bleihaltige bzw. erzreiche Lagerstätten, die hydrothermal von chromreichen Lösungen, beispielsweise aus der Verwitterung ultrabasischer Vulkanite stammend, in der Oxidationszone überformt werden, stellen geeignete Voraussetzungen dar.
Mit Krokoit zusammen treten Bleiglanz, Cerussit, Pyromorphit, Wulfenit und Vanadinit auf.
Zu finden ist Krokoit unter anderem in Schottland; England; Frankreich, Ober-Callenberg/Deutschland; Österreich; Slowakei; Rumänien; Italien; Russland; Simbabwe; Namibia; Südafrika; Philippinen; Australien; Chile; Brasilien; Mexiko; Kanada und in den USA.


Krokoit
Krokoit

Bedeutung und Verwendung von Krokoit

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Auch wenn Krokoit reich an Blei und Chrom ist, wird dieser aufgrund der Seltenheit nicht als Rohstoffquelle eingesetzt. Im 18. Jahrhundert wurde Krokoit als Pigment in der Malerei genutzt.


Nachweis von Krokoit

Krokoit ist säurelöslich und ist problemlos in der Flamme schmelzbar. Krokoit fluoresziert nicht.


Siehe auch:
Industrieminerale
Johann Wolfgang von Goethe und die Steine
Kristallwasser


Quellen:
Pellant, C. (1994): Steine und Minerale. Ravensburger Naturführer. Ravensburger Buchverlag Otto Maier GmbH*
Bauer, J.; Tvrz, F. (1993): Der Kosmos-Mineralienführer. Mineralien Gesteine Edelsteine. Ein Bestimmungsbuch mit 576 Farbfotos. Gondrom Verlag GmbH Bindlach*
Korbel, P.; Novak, M. und W. Horwath (2002): Mineralien Enzyklopädie, Dörfler Verlag*
Medenbach, O.; Sussieck-Fornefeld, C.; Steinbach, G. (1996): Steinbachs Naturführer Mineralien. 223 Artbeschreibungen, 362 Farbfotos, 250 Zeichnungen und 30 Seiten Bestimmungstabellen. Mosaik Verlag München*
- www.mindat.org - crocoite

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Letzte Aktualisierung: 4. Juli 2018

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