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Karneol Mineralien-Steckbrief

In unserer Gesteins- und Mineraliendatenbank erhalten Sie Informationen zu den wichtigsten Exemplaren. Die Steckbriefe sind thematisch und alphabetisch kategorisiert. Wir sind bestrebt die Anzahl der Einträge zu erweitern und nehmen gern Vorschläge von unseren Lesern entgegen.

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Karneol - Eigenschaften, Entstehung und Verwendung

englisch: carnelian | französisch: cornaline



Karneol
Bild 1: Karneol

Die Farbe von Karneolen steht Pate für den Namen des Minerals. Der Name Karneol lässt sich sowohl von der lateinischen Vokabel für Fleisch (carnis) als auch von der Farbe der Frucht der Kornelkirsche (cornus mas) ableiten.



Eigenschaften von Karneol

Mit der chemischen Zusammensetzung SiO2 wird Karneol der Mineralklasse der Oxide zugeordnet und ist untergeordnet eine Varietät der Quarzgruppe. Innerhalb der Quarze ist Karneol wiederum ein Vertreter der mikrokristallinen Quarze.
Karneol ist von orange-roter, roter bis rotbrauner Farbe, teilweise von wolkenartigen, helleren Flecken oder Bändern durchzogen. Die Farbe wird bedingt durch Einschlüsse von Eisenoxiden und –hydroxiden, wobei die Farbintensität des Karneolrots mit zunehmenden Eisenoxidgehalten steigt, während Eisenhydroxide das Mineral blasser erscheinen lassen. Die Strichfarbe von Karneol ist weiß.
Karneol kristallisiert im trigonalen Kristallsystem; die Kristalle sind von sehr geringer Größe, vielmehr bildet Karneol derbe, dichte, nieren- oder traubenförmige Aggregate oder Knollen.
Karneol weist einen fettigen bis glasartigen Glanz auf, die Transparenz ist durchscheinend. Der Bruch ist muschelig, die Spaltbarkeit ist nicht vorhanden. Die Mohshärte beträgt 7 bei einer Dichte von 2,5 bis 2,6 g/cm3.



Karneol
Bild 2: Karneol

Entstehung und Verbreitung von Karneol

Ebenso wie andere Quarze, zum Beispiel Milchquarz, Amethyst, Achat oder Rosenquarz, kristallisiert auch Karneol aus silikatreichen Lösungen aus, vornehmlich in den Hohlräumen von magmatischen Gesteinen.
Bedeutende Karneol-Vorkommen befinden sich unter anderem in Schottland; England; Frankreich; Fichtelgebirge, Glauchau, Saalfeld, Schwarzwald und Odenwald/Deutschland; Karawanken und am Grillkogel/Österreich; Jura/Schweiz; Böhmen/Tschechien; Banská Bystrica/Slowakei; Polen; Karelien/Russland; Ukraine; Ungarn; Südafrika; Indien; Japan; China; Australien; Brasilien und in den USA.



Verwendung und Bedeutung von Karneol

Karneol ist ein begehrter Schmuckstein, der in Ketten, Ohrringen, Anhängern, Armreifen und Ringen verarbeitet wird aber auch zu Ziergegenständen verarbeitet und als Chakrastein bzw. Heilstein verkauft, wobei die Wirkung wissenschaftlich nicht belegt ist.
Facettenreiche Schliffe finden bei Karneol weniger Anwendung, vielmehr wird der Stein in Glattschliffen gehalten (z.B. Cabochon, Kugeln oder Perlen), um die Farbe und Musterung zu betonen.
Teilweise handelt es sich nicht immer bei allen im Handel als Karneol ausgeschriebenen Exemplaren tatsächlich um Karneole. Häufig werden Imitationen aus gefärbtem Glas oder Achat angeboten. Zudem wird mitunter der Farbe nachträglich auf die Sprünge geholfen. Durch geringe Erhitzung wandelt sich die Farbe orangefarbener bis hellroter Karneole in das bekannte Fleischrot um.



Nachweis von Karneol

Karneol löst sich nur in Flußsäure auf. Zudem fluoresziert Karneol weißblau bis gelbgrün.


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Siehe auch:
Die Einteilung der Monats- und Sternzeichensteine
Hildegard von Bingen und die Heilsteine
Karfunkelsteine



Quellen:
Schumann, W. (1992): Edelsteine und Schmucksteine: alle Edel- und Schmucksteine der Welt; 1500 Einzelstücke. BLV Bestimmungsbuch, BLV Verlagsgesellschaft mbH München*
Medenbach, O.; Sussieck-Fornefeld, C.; Steinbach, G. (1996): Steinbachs Naturführer Mineralien. 223 Artbeschreibungen, 362 Farbfotos, 250 Zeichnungen und 30 Seiten Bestimmungstabellen. Mosaik Verlag München*
Bauer, J.; Tvrz, F. (1993): Der Kosmos-Mineralienführer. Mineralien Gesteine Edelsteine. Ein Bestimmungsbuch mit 576 Farbfotos. Gondrom Verlag GmbH Bindlach*
- www.mindat.org

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Letzte Aktualisierung: 29. Oktober 2018

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