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Karfunkelstein Mineralien-Steckbrief

In unserer Gesteins- und Mineraliendatenbank erhalten Sie Informationen zu den wichtigsten Exemplaren. Die Steckbriefe sind thematisch und alphabetisch kategorisiert. Wir sind bestrebt die Anzahl der Einträge zu erweitern und nehmen gern Vorschläge von unseren Lesern entgegen.

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Karfunkelstein - Eigenschaften, Entstehung und Verwendung

englisch: carbuncle


Almandin
Karfunkelstein Almandin

Der Name Karfunkelstein bzw. Karfunkel stammt aus dem Lateinischen und wird mit brennende Kohle übersetzt - angelehnt an die rot-schwarze Farbe glühender Kohle, die Karfunkelsteine aufweisen.


Eigenschaften von Karfunkelsteinen

Karfunkelsteine sind keine eigenständigen Mineralien, sondern ein umgangssprachlicher Sammelbegriff für ausgewählte rote Mineralien. Lange Zeit, bevor Mineralien eindeutig bestimmt werden konnten, wurden die Mineralien Rubin, roter Spinell sowie Granat - allen voran die Granat-Varietäten Pyrop und Almandin - unter dem Begriff Karfunkelstein zusammengefasst.
Sowohl Granat wie auch Rubin und roter Spinell unterscheiden sich deutlich im Hinblick auf die chemische Zusammensetzung, Form der Kristalle, Glanz, Spaltbarkeit und Bruch, Transparenz, Mohshärte und Dichte.
Die Gemeinsamkeit aller Karfunkelsteine ist die rotschwarze Farbe der genannten Mineralien.


Verwendung und Bedeutung von Karfunkelstein

In der Vergangenheit dienten Karfunkelsteine als Inspiration für Märchen, bspw. "Das Märchen vom Karfunkelstein" von Ludwig Ganghofer aus dem Jahr 1905 oder "Die Frau mit den Karfunkelsteinen" von Eugenie Marlitt (1885).
Ebenso findet sich der Begriff Karfunkelstein im Mittelalter bei Hildegard von Bingen wider. Die heilkundige Nonne setzte bei der Behandlung von Krankheiten unter anderem auf Karfunkelsteine, im Sinne von Rubinen.
Heutzutage sind die Karfunkelsteine Rubin, roter Spinell und Pyrop sowie Almandin nach wie vor beliebte Steine für Schmuck.



Siehe auch:
Hildegard von Bingen und die Heilsteine
Rote Diamanten
Rubine, die keine sind


Quellen:
Bauer, J.; Tvrz, F. (1993): Der Kosmos-Mineralienführer. Mineralien Gesteine Edelsteine. Ein Bestimmungsbuch mit 576 Farbfotos. Gondrom Verlag GmbH Bindlach*
Medenbach, O.; Sussieck-Fornefeld, C.; Steinbach, G. (1996): Steinbachs Naturführer Mineralien. 223 Artbeschreibungen, 362 Farbfotos, 250 Zeichnungen und 30 Seiten Bestimmungstabellen. Mosaik Verlag München*
Pellant, C. (1994): Steine und Minerale. Ravensburger Naturführer. Ravensburger Buchverlag Otto Maier GmbH*
Schumann, W. (1991): Mineralien Gesteine – Merkmale, Vorkommen und Verwendung. BLV Naturführer. BLV Verlagsgesellschaft mbH München*
Schumann, W. (1992): Edelsteine und Schmucksteine: alle Edel- und Schmucksteine der Welt; 1500 Einzelstücke. BLV Bestimmungsbuch, BLV Verlagsgesellschaft mbH München*

* = Affiliate Link

Letzte Aktualisierung: 21. Februar 2018

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