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Hornblende Mineralien-Steckbrief

In unserer Gesteins- und Mineraliendatenbank erhalten Sie Informationen zu den wichtigsten Exemplaren. Die Steckbriefe sind thematisch und alphabetisch kategorisiert. Wir sind bestrebt die Anzahl der Einträge zu erweitern und nehmen gern Vorschläge von unseren Lesern entgegen.

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Hornblende - Eigenschaften, Entstehung und Verwendung

englisch: hornblende | französisch: hornblende


Hornblende
Hornblende

Das Mineral Hornblende ähnelt nicht nur farblich den Geweihen von Hirschen, auch die Oberfläche von Hornblende fühlt sich entfernt wie die von Horn an - daher der Name Hornblende.


Eigenschaften von Hornblende

Hornblende ist ein Silikatmineral bestehend aus
(Ca,Na,K)2-3(Mg,Fe,Al)5[(OH)2(Al,Si)8O22]. Mitunter variiert die chemische Zusammensetzung des Minerals, da der Platz der metallischen Elemente im Kristallgitter beliebig ausgetauscht werden kann, z.B. als Aluminohornblende, Ferrohornblende oder Magnesiohornblende. Weiterhin wird Hornblende den Amphibolen zugeordnet.
Die Farbe von Hornblende kann grün, graugrün, schwarzgrün, braungrün, braun oder schwarz sein. Die Strichfarbe ist graubraun bis graugrün.
Hornblende kristallisiert im monoklinen Kristallsystem. Die Kristalle des Silikats sind prismatisch-kurzsäulig mit sechseckigem Umriss. Die Aggregate sind faserig-stengelig, körnig, massig oder derb.
Der Glanz von Hornblende reicht von matt bis gläsern und fettig bei undurchsichtiger bis durchscheinender Transparenz. Die Amphibol-Varietät weist einen muschelig-unebenen Bruch auf, die Spaltbarkeit ist vollkommen. Die Mohshärte beträgt 5 bis 6, das spezifische Gewicht liegt bei 2,8 bis 3,5.


Hornblende
Hornblende

Entstehung und Verbreitung von Hornblende

Hornblenden können sowohl magmatisch aus entsprechend der Zusammensetzung führenden Lösungen auskristallisieren oder durch metamorphe Vorgänge aus anderen Mineralen, die im Zuge dessen aufgeschmolzen und in anderer Zusammensetzung rekristallisieren, hervorgehen.
Die Vorkommen von Hornblende können u.a. von Magnetit, Feldspat, Quarz, Epidot, Biotit und Granat begleitet werden. Weiterhin ist das Mineral als Gemengeteil in vielen magmatischen und metamorphen Gesteinen wie bspw. Syenit, Gabbro, Granodiorit und Diorit enthalten.
Aufgrund der Farbe und Kristalle kann Hornblende mit Augit, Ägirin und der Turmalinvarietät Schörl verwechselt werden.
Fundorte von Hornblende befinden sich z.B. in Kragerö, Arendal/Norwegen; Nordmarken, Stockholm/Schweden; Perniö, Pargas/Finnland; Süden von Grönland; Ukraine; Kaiserstuhl, Eifel/Deutschland; Böhmen/Tschechien; Auvergne/Frankreich; Schweiz; Zillertal/Österreich; Siebengebirge/Rumänien; um die Vulkane Ätna und Vesuv/Italien; Japan; Indien; Kongo; Tansania; Namibia; Tasmanien, Südaustralien, Queensland/Australien; Bahia/Brasilien; New York, Kalifornien/USA und Ontario/Kanada.


Bedeutung und Verwendung von Hornblende

Hornblende ist insbesondere für Mineraliensammlungen von Bedeutung.


Nachweis von Hornblende

Verwechslungen mit Augit können bei genauerer Betrachtung der Kristalle ausgeschlossen werden, da Hornblende einen hexagonalen Querschnitt aufweist.
Bis auf Fluorwasserstoffsäure ist Hornblende gegenüber Säuren resistent, ebenso verhält dieses sich gegenüber der offenen Flamme.


Siehe auch:
Seltene Mineralien
Feldspat, Quarz und Glimmer - die drei vergess´ ich nimmer.
Verwitterung von Gesteinen


Quellen:
Pellant, C. (1994): Steine und Minerale. Ravensburger Naturführer. Ravensburger Buchverlag Otto Maier GmbH*
Bauer, J.; Tvrz, F. (1993): Der Kosmos-Mineralienführer. Mineralien Gesteine Edelsteine. Ein Bestimmungsbuch mit 576 Farbfotos. Gondrom Verlag GmbH Bindlach*
Korbel, P.; Novak, M. und W. Horwath (2002): Mineralien Enzyklopädie, Dörfler Verlag*
Medenbach, O.; Sussieck-Fornefeld, C.; Steinbach, G. (1996): Steinbachs Naturführer Mineralien. 223 Artbeschreibungen, 362 Farbfotos, 250 Zeichnungen und 30 Seiten Bestimmungstabellen. Mosaik Verlag München*
- www.mindat.org - hornblende

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Letzte Aktualisierung: 20. Juni 2018

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