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Harzburgit Mineralien-Steckbrief

In unserer Gesteins- und Mineraliendatenbank erhalten Sie Informationen zu den wichtigsten Exemplaren. Die Steckbriefe sind thematisch und alphabetisch kategorisiert. Wir sind bestrebt die Anzahl der Einträge zu erweitern und nehmen gern Vorschläge von unseren Lesern entgegen.

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Harzburgit - Eigenschaften, Entstehung und Verwendung

englisch: harzburgite


Das Gestein Harzburgit wurde nach der Stadt Bad Harzburg im Harz/Deutschland benannt.


Eigenschaften von Harzburgit

Bei dem Gestein Harzburgit handelt es sich um ein magmatisches Gestein, das eine Varietät von Peridotit darstellt.
Harzburgit ist von dunkelgrüner, graugrüner bis nahezu schwarzer Farbe – zurückzuführen auf die Minerale, die das Gestein aufbauen.
Die Hauptgemengteile von Harzburgit werden von Olivin und Pyroxenen repräsentiert, wobei der Definition von Harzburgit zufolge der Anteil der Orthopyroxene mindestens 95 % beträgt, während Klinopyroxene weniger als 5 % der Zusammensetzung des Gesteins ausmachen. Als Vertreter der Orthopyroxene treten vor allem Enstatit, Hypersthen und Bronzit in Erscheinung. In Spuren kann das Gestein zudem Granat und Spinell aufweisen.
Das Gefüge von Harzburgit ist massig, die Korngröße der aufbauenden Minerale ist mittel- bis grobkörnig, was dem Gestein einen zuckerkörnigen Eindruck verleiht. Vereinzelt sind tritt der grüne Olivin besonders in Erscheinung. Wie für magmatische Gesteine charakteristisch, ist bei Harzburgit keine Einregelung der Haupt- und Nebengemengteile erkennbar.


Entstehung und Verbreitung von Harzburgit

Harzburgit ist ein Gestein magmatischen Ursprungs und wird innerhalb der Magmatite den Plutoniten (= Gesteine, die unterhalb der Erdoberfläche gebildet werden) zugeordnet. Der Ort der Entstehung von Harzburgit ist an den Riftzonen sowie den Spreizungszonen der Erde anzusiedeln.
Durch den damit verbundenen Aufstieg von Magma in diesen Gebieten kommt es im Fall von Harzburgit zur Teilaufschmelzung bereits vorhandener Gesteine. Das Gestein, das die Grundlage für die Bildung von Harzburgit darstellt, und unter hohen Temperaturen sowie hohen Druckbedingungen der Gesteinsschmelze zu Teilen (ca. 20 %) aufgeschmolzen wird, ist Lherzolith. Der Unterschied zwischen beiden Gesteinen - die Varietäten von Peridotit sind - ist der Olivingehalt, der bei Lherzolith wesentlich höher ist als bei Harzburgit. Einhergehend mit der partiellen Aufschmelzung von Lherzolith verringert sich der Olivingehalt zugunsten höherer Anteile an Pyroxenen.
Neben dem Vorkommen im namensgebenden Bad Harzburg bei Goslar gibt es weltweit zahlreiche Fundorte von Harzburgit, so bspw. in Italien, Russland, Japan und Tansania.


Siehe auch:
Seltene Minerale
Schalstein
Stolberger Diamanten

Quellen:
⇒ Wimmenauer, W. (1985): Petrographie der magmatischen und metamorphen Gesteine. Enke Verlag Stuttgart 1985

Letzte Aktualisierung: 10. Juli 2019

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