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Hämatit Mineralien-Steckbrief

In unserer Gesteins- und Mineraliendatenbank erhalten Sie Informationen zu den wichtigsten Exemplaren. Die Steckbriefe sind thematisch und alphabetisch kategorisiert. Wir sind bestrebt die Anzahl der Einträge zu erweitern und nehmen gern Vorschläge von unseren Lesern entgegen.

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Hämatit - Eigenschaften, Entstehung und Verwendung

HämatitDie etymologische Herkunft des Hämatits liegt im Griechischen. Haima wird mit Blut übersetzt und bezieht sich auf die blutrote Farbe des Minerals in pulverisierter Form.

Eigenschaften von Hämatit
Das Mineral mit der Zusammensetzung Fe2O3 wird in die Klasse der Oxide eingeteilt.
Die Farbe variiert von schwarz bis grauschwarz, am bekanntesten sind braunrote Hämatite. Die Strichfarbe ist bei allen Farbgebungen blutrot.
Das trigonale/hexagonale Mineral bildet vorwiegend tafelige Kristalle, oft als Rosetten angelegt (Eisenrosen). Die Aggregate sind abhängig von den Temperaturen während der Entstehung verschieden ausgeprägt. Bei niedrigen Bildungstemperaturen bilden sich tafelige, radialstrahlige Massen. Hohe Entstehungstemperaturen bilden rhomboedrische, würfelartige Aggregate. Der Glanz ist metallisch, poliert intensiviert sich dieser und wird bunt schimmernd. Die Härte beträgt 5,5 bis 6,5, das spezifische Gewicht liegt bei 4,95 bis 5,16. Der Bruch ist uneben, faserig und muschelig, die Spaltbarkeit ist nicht vorhanden. Hämatite sind undurchsichtig, lediglich dünne Blätter sind rot durchscheinend.

Hämatit Entstehung und Verbreitung von Hämatit
Hämatit kann sowohl primären als auch sekundären Ursprungs sein.
Als primäres Mineral entsteht Hämatit in Erstarrungsgesteinen.
Als Sekundärmineral geht Hämatit aus der Umwandlung eisenreicher Erze hervor, die hydrothermal überprägt wurden. In Sedimentgesteinen erscheint Hämatit als Einschluss in der Gesteinsmatrix oder als Bindemittel zwischen den gesteinsaufbauenden Mineralen.
Bekannte Vorkommen von Hämatit befinden sich in Grönland; Skandinavien; Schottland; England; Irland; Frankreich; Deutschland; Österreich; Schweiz; Spanien; Italien; Tschechien; Slowakei; Ungarn; Rumänien; im südlichen Afrika; im Iran; in Russland; Afghanistan; China; Japan; Indien; Australien; Neuseeland; Süd-, Mittel- und Nordamerika.

Akzessorisch mit Hämatit auftretend sind Baryt, Magnetit, Pyrit und Siderit.
Eine Varietät von Hämatit ist Eisenglanz, dessen stahlgrauer Glanz besonders durch das Polieren hervorgehoben wird. Weitere Hämatitvarietäten sind Roteisenerz und Roteisenstein.
Hämatit kann mit Kassiterit verwechselt werden. Die synthetische Herstellung erfolgt bislang aus Splittern und Pulvern des Minerals.

Verwendung von Hämatit
Bereits in der Antike wurden Hämatite wegen der zahlreichen Spiegelflächen als Spiegel genutzt. Dank des hohen Metallgehaltes von etwa 65 % haben Hämatite eine große Bedeutung hinsichtlich der Gewinnung von Erzen. Pulverisiert wird Hämatit als Pigment in Farben eingesetzt. Ebenso verwendet wird das Mineral als Poliermittel, Schmuck- und Zierstein.

Nachweis von Hämatit
Bei der Bearbeitung von Hämatit färbt sich das Schleifwasser intensiv rot. Erhitzte Hämatite werden geringfügig magnetisch.



Quellen:
Pellant, C. (1994): Steine und Minerale. Ravensburger Naturführer. Ravensburger Buchverlag Otto Maier GmbH
Bauer, J.; Tvrz, F. (1993): Der Kosmos-Mineralienführer. Mineralien Gesteine Edelsteine. Ein Bestimmungsbuch mit 576 Farbfotos. Gondrom Verlag GmbH Bindlach
Korbel, P.; Novak, M. und W. Horwath (2002): Mineralien Enzyklopädie, Dörfler Verlag
Medenbach, O.; Sussieck-Fornefeld, C.; Steinbach, G. (1996): Steinbachs Naturführer Mineralien. 223 Artbeschreibungen, 362 Farbfotos, 250 Zeichnungen und 30 Seiten Bestimmungstabellen. Mosaik Verlag München
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