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Freibergit Mineralien-Steckbrief

In unserer Gesteins- und Mineraliendatenbank erhalten Sie Informationen zu den wichtigsten Exemplaren. Die Steckbriefe sind thematisch und alphabetisch kategorisiert. Wir sind bestrebt die Anzahl der Einträge zu erweitern und nehmen gern Vorschläge von unseren Lesern entgegen.

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Freibergit - Eigenschaften, Entstehung und Verwendung

englisch: freibergite


Wie viele andere Minerale, bspw. Jachymovit, Boleit oder Eifelit, wurde auch das Mineral Freibergit nach dem Ort des ersten Fundes benannt. Freibergit wurde erstmals 1853 in der Grube Himmelfahrt im Schacht Reiche Zeche in Freiberg/Sachsen, entdeckt. Die Erstbeschreibung geht auf den Geologen Gustav Adolf Kenngott (1818 bis 1897) zurück.


Eigenschaften von Freibergit

Freibergit ist ein Vertreter der Sulfide und Sulfosalze, bestehend aus (Ag,Cu,Fe)12(Sb,As)4S13.
Die Farbe von Freibergit variiert zwischen bleigrau, dunkelgrau bis schwarz. Die Strichfarbe ist ein dunkles Grau, nahezu Schwarz.
Freibergit kristallisiert im kubischen Kristallsystem und bildet tetraedrische, dodekaedrische oder würfelförmige Kristalle. Die Aggregate sind massig oder körnig – weist eine gewisse Ähnlichkeit und Verwechslungsgefahr mit Bournonit oder Tetraedrit auf.
Der Glanz des eisen-, silber- und kupferhaltigen Minerals ist metallisch bei undurchsichtiger Transparenz. Der Bruch von Freibergit ist muschelig, die Spaltbarkeit ist nicht vorhanden. Die Mohshärte beträgt 3 bis 4, das spezifische Gewicht wird mit 4,5 bis 5 angegeben.


Entstehung und Verbreitung von Freibergit

Die Vorkommen von Freibergit, auch Silberfahlerz genannt, beschränken sich auf silberhaltige Lagerstätten hydrothermalen Ursprungs. Dabei ist Freibergit mit Argentinit, Zinkblende, Galenit, Pyrit sowie Chalkopyrit vergesellschaftet.
Bedeutende Vorkommen von Freibergit befinden sich bspw. in Grönland; Norwegen; Schweden; Schottland; Irland; England; Frankreich; Freiberg, Annaberg-Buchholz, Arnsberg, Obermoschel/Deutschland; Brixlegg, Goldberggruppe, Weiz/Österreich; Portugal; Spanien; Italien; Slowenien; Tschechien; Slowakei; Rumänien; Bulgarien; Marokko; Russland; Aserbaidschan; Kasachstan; Indien; China; Japan; Papua-Neuguinea; Australien; Argentinien; Chile; Bolivien; Peru; Ecuador; Kolumbien; Mexiko; Kanada und in den USA.


Bedeutung und Verwendung von Freibergit

Aufgrund der Silbergehalte ist Freibergit von wirtschaftlichem Interesse für die Gewinnung von Silber.


Siehe auch:
Erz
Edelmetalle als Wertanlage
Aufbewahrung von Mineralien


Quellen:
⇒ Bauer, J.; Tvrz, F. (1993): Der Kosmos-Mineralienführer. Mineralien Gesteine Edelsteine. Ein Bestimmungsbuch mit 576 Farbfotos. Gondrom Verlag GmbH Bindlach
⇒ Korbel, P.; Novak, M. und W. Horwath (2002): Mineralien Enzyklopädie, Dörfler Verlag
- www.mindat.org - freibergite

Letzte Aktualisierung: 2. Juli 2019

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