Logo

Euklas Mineralien-Steckbrief

In unserer Gesteins- und Mineraliendatenbank erhalten Sie Informationen zu den wichtigsten Exemplaren. Die Steckbriefe sind thematisch und alphabetisch kategorisiert. Wir sind bestrebt die Anzahl der Einträge zu erweitern und nehmen gern Vorschläge von unseren Lesern entgegen.

A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z 




Euklas - Eigenschaften, Entstehung und Verwendung

englisch: euclase


Die frühesten Beschreibungen des Minerals Euklas gehen auf den französischen Mineralogen René-Just Haüy (1743 bis 1822) zurück. Er gab dem Mineral 1792 den Namen Euklas – verweisend auf die sehr gute Spaltbarkeit – angelehnt an die griechischen Vokabeln für gutes Zerbrechen. Als Typlokalität, d.h. Ort der ersten Entdeckung, gilt Ouro Preto im Osten von Brasilien.


Eigenschaften von Euklas

Euklas ist mit der chemischen Zusammensetzung BeAlSiO4(OH) ein Vertreter der Mineralklasse der Silikate.
Die Farbe von Euklas ist eigentlich farblos. Beimengungen von Fremdelementen können aber auch weiße, hellgrüne, grünblaue, bellblaue, hellgrüne oder gelbgrüne Farbvarianten hervorrufen. Die Strichfarbe ist weiß.
Euklas kristallisiert im monoklinen Kristallsystem. Euklaskristalle sind prismatisch, die Aggregate sind körnig oder radialstrahlig angeordnet.
Euklas ist von durchsichtiger bis durchscheinender Transparenz, der Glanz ist glasartig, auf frischen Spaltflächen auch perlmuttartig. Der Bruch ist muschelig, die Spaltbarkeit ist – wie aus dem Namen hervorgeht – sehr vollkommen. Euklas ist ein sehr hartes Mineral, die Mohshärte beträgt 7,5, was der Definition der Edelsteinhärte entspricht. Die Dichte von Euklas wird mit 2,99 bis 3,10 g/cm³ angegeben.


Werbung; Euklas - Unsere Empfehlung*

*

Entstehung und Verbreitung von Euklas

Euklas ist ein Mineral hydrothermalen Ursprungs, entsprechend häufig zu finden in Greisen und Pegmatiten; der Verwitterungsbeständigkeit wegen lagert sich Euklas ebenso in alluvialen Seifen – angeschwemmt als Mineral in Sedimenten – ab.
Die Vorkommen von Euklas werden u.a. von Beryll, Topas, Quarz, Chlorit, Feldspat, Glimmer, Calcit und Ankerit begleitet.
Die Fundorte des seltenen Minerals sind auf wenige Lagerstätten beschränkt, wie bspw. in Norwegen; Schweden; England; Finnland; Fichtelgebirge und Vogtland/Deutschland; Hohe Tauern und Zillertal/Österreich; Schweiz; Russland; Ukraine; Italien; Portugal; Simbabwe; Madagaskar; Namibia; Tansania; China; Burma; Peru; Brasilien; Kolumbien und in den USA.


Bedeutung und Verwendung von Euklas

Euklas ist vor allem als Schmuckstein von Bedeutung, auch wenn die Bearbeitung der sehr vollkommenen Spaltbarkeit wegen mitunter schwierig ist. Farblich besteht große Ähnlichkeit mit der Beryllvarietät Aquamarin sowie mit Hiddenit.


Nachweis von Euklas

Euklas ist nicht in Säuren löslich und nur schwer zu schmelzen. Der Pleochroismus ist nur schwach ausgeprägt und erscheint in hellgrünen bis blau- und gelbgrünen Farbtönen.


Siehe auch:
Seltene Mineralien
Erz
Die Bewertung der Qualität von Farbedelsteinen


Quellen:
⇒ Pellant, C. (1994): Steine und Minerale. Ravensburger Naturführer. Ravensburger Buchverlag Otto Maier GmbH
⇒ Korbel, P.; Novak, M. und W. Horwath (2002): Mineralien Enzyklopädie, Dörfler Verlag
⇒ Schumann, W. (1992): Edelsteine und Schmucksteine: alle Edel- und Schmucksteine der Welt; 1500 Einzelstücke. BLV Bestimmungsbuch, BLV Verlagsgesellschaft mbH München
- www.mindat.org - Euclase

* = Affiliate Link, d.h. beispielhafte Links, die zum Partnerprogramm von Amazon führen und bei erfolgreichem Verkauf mit einer Provision vergütet werden, ohne dass für Sie Mehrkosten entstehen.

Letzte Aktualisierung: 24. Juni 2019

Steine schleifen mit Profimaschinen

Börsenkalender

Mineralienboersen Kalender
Hier gelangen Sie direkt zum Börsenkalender

Unsere Buchmpfehlung

Der neue Kosmos-Mineralienführer: 700 Mineralien, Edelsteine und Gesteine

Kosmos Mineralienführer

Mehr Details


angeboten bei Amazon

Mineralien-Steckbriefe