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Epidot Mineralien-Steckbrief

In unserer Gesteins- und Mineraliendatenbank erhalten Sie Informationen zu den wichtigsten Exemplaren. Die Steckbriefe sind thematisch und alphabetisch kategorisiert. Wir sind bestrebt die Anzahl der Einträge zu erweitern und nehmen gern Vorschläge von unseren Lesern entgegen.

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Epidot - Eigenschaften, Entstehung und Verwendung

englisch: epidote | französisch: épidote


Epidot
Epidot

Bis zum Jahr 1801 wurde das Mineral Epidot für eine Varietät von Turmalin gehalten. Der französische Mineraloge René-Just Haüy (1743 bis 1822) erbrachte den Beweis, dass Epidot ein eigenständiges Mineral ist. Der griechischstämmige Name Epidot bezieht sich auf das Formenreichtum der Kristalle des Minerals.


Eigenschaften von Epidot

Epidot, ein Vertreter der Epidotreihe, ist ein Silikatmineral bestehend aus Ca2(Al, Fe3+)3(SiO4)3(OH).
Das Mineral kann verschiedene Farben aufweisen – grün, gelbgrün, braungelb, braungrün, schwarzgrün oder schwarz bei hellgrauer Strichfarbe.
Epidot kristallisiert im monoklinen Kristallsystem, die Kristalle sind nadelig, tafelig oder prismatisch, oft auch mit gestreiften Kristallflächen. Die Aggregate sind rasenartig, körnig, massig oder faserig.
Der Glanz des Silikats variiert zwischen glas- und harzartig bei durchsichtiger bis undurchsichtiger Transparenz. Der Bruch ist uneben, die Spaltbarkeit ist sehr vollkommen ausgeprägt. Die Härte schwankt zwischen 6 und 7, das spezifische Gewicht beträgt 3,35 bis 3,5.


Epidot
Epidot im Muttergestein

Entstehung und Verbreitung von Epidot

Die Entstehung von Epidot ist eng verbunden mit regionalmetamorphen Vorgängen wie bspw. bei Gebirgsbildungen, wodurch die aufbauenden Minerale magmatischer und sedimentärer Ausgangsgesteine aufgeschmolzen werden und rekristallisieren. Ebenso kann Epidot aus der hydrothermalen Überprägung weiterer Silikatminerale hervorgehen.
Mit den Vorkommen von Epidot können folgende Minerale vergesellschaftet sein: Quarz, Calcit, Vesuvian, Feldspat, Chlorit, Aktinolith, Skapolith, Talk, Apatit, Zeolith, Wollastonit, Granat, Lawsonit und Glaukonit.
Bedeutende Fundorte des Minerals wurden u.a. in Arendal/Norwegen; Schweden; Schottland; Le Bourg-d´Oisans, Isère/Frankreich; Tittling (Bayern)/Deutschland; Ober- und Untersulzbach in den Hohen Tauern (Salzburg)/Österreich; Zermatt (Schweiz); Piemont, Fassatal, Val Malenco/Italien; Griechenland; Ungarn; Mongolei; Russland; Pakistan; Iran; Mozambique; Marokko; Namibia; Australien; Myanmar; Japan; China; Argentinien; Peru; Brasilien; Mexiko; Quebec/Kanada; North Carolina, Massachusetts, Kalifornien, New York, New Hampshire, Alaska/USA beschrieben.


Epidot
Epidot-Kristalle

Epidot-Varietäten

Tawmawit, Puschkinit, Allanit-Epidot, Pistazit und Beryllium-Epidot sind Varietäten von Epidot.


Verwendung und Bedeutung von Epidot

Epidot ist weniger von wirtschaftlichem Interesse; vielmehr wird der Stein zu Schmuck verarbeitet, was angesichts der vollkommenen Spaltbarkeit schwierig erscheint. Aus diesem Grund wird Epidot vor allem in Glattschliffen (Cabochon, Tropfen, Donuts, Trommelsteinen) gehalten.
Daneben wird Epidot als Wasserstein zur Herstellung von Edelsteinwasser und als Heilstein verkauft, wobei die Heilwirkung von Epidot in klinischen Untersuchungen nicht bestätigt werden konnte.


Nachweis von Epidot

Epidot fluoresziert nicht, zeigt aber einen starken Pleochroismus in grünen, braunen und gelben Farbtönen. Zudem zeigt das Mineral Auflösungserscheinungen in Laugen und Säuren.


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Siehe auch:
Grüne Diamanten
Fulgurit
Der Olivin von Hawaii


Quellen:
Pellant, C. (1994): Steine und Minerale. Ravensburger Naturführer. Ravensburger Buchverlag Otto Maier GmbH*
Bauer, J.; Tvrz, F. (1993): Der Kosmos-Mineralienführer. Mineralien Gesteine Edelsteine. Ein Bestimmungsbuch mit 576 Farbfotos. Gondrom Verlag GmbH Bindlach*
Korbel, P.; Novak, M. und W. Horwath (2002): Mineralien Enzyklopädie, Dörfler Verlag*
Medenbach, O.; Sussieck-Fornefeld, C.; Steinbach, G. (1996): Steinbachs Naturführer Mineralien. 223 Artbeschreibungen, 362 Farbfotos, 250 Zeichnungen und 30 Seiten Bestimmungstabellen. Mosaik Verlag München*
Schumann, W. (1992): Edelsteine und Schmucksteine: alle Edel- und Schmucksteine der Welt; 1500 Einzelstücke. BLV Bestimmungsbuch, BLV Verlagsgesellschaft mbH München*
- www.mindat.org - epidote

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Letzte Aktualisierung: 14. September 2018

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