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Duftit Mineralien-Steckbrief

In unserer Gesteins- und Mineraliendatenbank erhalten Sie Informationen zu den wichtigsten Exemplaren. Die Steckbriefe sind thematisch und alphabetisch kategorisiert. Wir sind bestrebt die Anzahl der Einträge zu erweitern und nehmen gern Vorschläge von unseren Lesern entgegen.

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Duftit - Eigenschaften, Entstehung und Verwendung

englisch: duftite


Duftit
Duftit

Das Mineral Duftit wurde erstmals vom deutschen Mineralogen Otto Hermann August Pufahl (1855 bis 1924) beschrieben. Zu Ehren des seit den Anfängen des 20. Jahrhunderts in der Namibianischen Otavi-Mine (Tsumeb) tätigen Mitglieds des Kaiserlichen Bergrats in Berlin Gustav Duft wurde das Mineral Duftit genannt.

Eigenschaften von Duftit

Duftit ist ein Vertreter der Mineralklasse der Phosphate, Arsenate und Vanadate, bestehend aus (PbCu(AsO4)(OH)). Innerhalb derer ist Duftit ein Vertreter der Adelitgruppe, der neben Konichalcit bspw. auch Adelit, Tangerit und Austinit angehören.
Die Farbe des Bleikupferarsenats ist grünlich – intensiv grün, bräunlich-grün oder graugrün. Die Strichfarbe ist hellgrün bis weiß.
Duftit kristallisiert im orthorhombischen Kristallsystem. Die langgestreckten Kristalle sind von geringer Größe. Die Aggregate sind derb oder traubig, bilden auch krustenartige Überzüge.
Der Glanz von Duftit ist matt, kann aber auch glasartig sein, insbesondere auf frischen Bruchflächen. Die Transparenz ist durchscheinend, der Bruch ist muschelig und die Spaltbarkeit ist unvollkommen.
Duftit weist bei einem spezifischen Gewicht von 6,4 bis 6,6 eine Mohshärte von 3 bis 4,5 auf.


Entstehung und Verbreitung von Duftit

Duftit ist ein Sekundärmineral, das aus der hydrothermalen Überprägungen kupferhaltiger Lagerstätten hervorgeht.
Mit Duftit sind u.a. Wulfenit, Azurit, Malachit, Cerussit, Calcit, Mimetesit, Olivenit, Beudantit und Mottramit vergesellschaftet.
Nennenswerte Vorkommen befinden sich z.B. in Schottland; Cumbria, Cornwall/England; Frankreich; Erzgebirge (Oberwiesenthal, Schneeberg), Harz (Clausthal-Zellerfeld, St. Andreasberg), Odenwald, Westerwald, Spessart, Schwarzwald/Deutschland; Wallis, Graubünden, Glarus/Schweiz; Karawanken (Kärnten), Brixlegg und Wörgl (Tirol)/Österreich; Böhmen/Tschechien; Niederschlesien/Polen; Ural/Russland; Portugal; Spanien; Laurion/Griechenland; Toskana, Sardinien, Piemont/Italien; Tsumeb, Windhoek/Namibia; Simbabwe; Südafrika; Kyushu/Japan; New South Wales, Nord- und Südaustralien/Australien; Cordoba/Argentinien; Chile; Mexiko; Virginia, Alaska, Utah, Kalifornien, Idaho, Colorado, Arizona/USA.


Bedeutung und Verwendung von Duftit

Duftit ist v.a. für Mineraliensammlungen von Bedeutung.


Siehe auch:
Die Entstehung von Mineralien
Erz
Aufbewahrung von Mineralien


Quellen:
Korbel, P.; Novak, M. und W. Horwath (2002): Mineralien Enzyklopädie, Dörfler Verlag*
- www.mindat.org - duftite

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Letzte Aktualisierung: 29. Juni 2018

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