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Dravit Mineralien-Steckbrief

In unserer Gesteins- und Mineraliendatenbank erhalten Sie Informationen zu den wichtigsten Exemplaren. Die Steckbriefe sind thematisch und alphabetisch kategorisiert. Wir sind bestrebt die Anzahl der Einträge zu erweitern und nehmen gern Vorschläge von unseren Lesern entgegen.

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Dravit - Eigenschaften, Entstehung und Verwendung

englisch: dravite | französisch: dravite


Die erste schriftliche Erwähnung des Minerals Dravit stammt aus dem Jahr 1883. Damals entdeckte der österreichische Mineraloge Gustav Tschermak (1836 bis 1927) das Mineral zum ersten Mal am Ufer der Drave (auch bekannt als Fluss Drau) nahe Dravograd in Slowenien.


Eigenschaften von Dravit

Chemisch betrachtet handelt es sich bei Dravit um ein Silikatmineral, bestehend aus NaMg3Al6[(OH)4|(BO3)3Si6O18], das ferner eine Varietät von Turmalin ist. Mitunter ist die Bezeichnung Magnesiumturmalin gebräuchlich.
Die Farbe von Dravit variiert zwischen gelb, braun bis schwarzbraun, teilweise auch braun mit einem Stich ins Grüne. Die Strichfarbe ist weiß.
Dravit kristallisiert im trigonalen Kristallsystem und bildet lang- und kurprismatische Kristalle. Die Aggregate sind säulig, nadelförmig oder körnig. Bei genauer Betrachtung kann man auf den Kristalloberflächen Streifen in Längsrichtung erkennen.
Dravit weist Glas- bis Fettglanz auf, die Transparenz ist durchsichtig bis durchscheinend und undurchsichtig. Der Bruch ist muschelig bis spröde, die Spaltbarkeit ist nicht vorhanden. Die Mohshärte beträgt 7 bis 7,5 bei einer Dichte von 3 bis 3,2 g/cm³.


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Entstehung und Verbreitung von Dravit

Dravit kann unter metamorphen wie auch unter magmatischen Bedingungen entstehen, ist entsprechend häufig in Marmor, Gneisen, Migmatiten oder Glimmerschiefern zu finden.
Nennenswerte Vorkommen von Dravit befinden sich zum Beispiel in Schweden, Finnland, England, Frankreich, Deutschland, Schweiz, Österreich, Tschechien, Slowakei, Ungarn, Slowenien, Italien, Namibia, Südafrika, Madagaskar, Russland, Afghanistan, Indien, China, Japan, Australien, Chile, Bolivien, Brasilien, Kanada und in den USA.


Verwendung und Bedeutung von Dravit

Dravit wird vor allem als Stein für Schmuck geschätzt.


Siehe auch:
Die Farben von Turmalin und Schwarzer Turmalin
Farbedelsteine und die Bewertung der Qualität von farbigen Edelsteinen
Die teuersten Mineralien der Welt


Quellen:
⇒ Booth, B. (1999): Steine und Mineralien. Könemann Verlag Köln
⇒ Bauer, J.; Tvrz, F. (1993): Der Kosmos-Mineralienführer. Mineralien Gesteine Edelsteine. Ein Bestimmungsbuch mit 576 Farbfotos. Gondrom Verlag GmbH Bindlach
⇒ Medenbach, O.; Sussieck-Fornefeld, C.; Steinbach, G. (1996): Steinbachs Naturführer Mineralien. 223 Artbeschreibungen, 362 Farbfotos, 250 Zeichnungen und 30 Seiten Bestimmungstabellen. Mosaik Verlag München
⇒ Schumann, W. (1991): Mineralien Gesteine – Merkmale, Vorkommen und Verwendung. BLV Naturführer. BLV Verlagsgesellschaft mbH München
⇒ Schumann, W. (1992): Edelsteine und Schmucksteine: alle Edel- und Schmucksteine der Welt; 1500 Einzelstücke. BLV Bestimmungsbuch, BLV Verlagsgesellschaft mbH München
- www.mindat.org - dravite

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Letzte Aktualisierung: 20. Juni 2019

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