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Dolomit (Mineral) Mineralien-Steckbrief

In unserer Gesteins- und Mineraliendatenbank erhalten Sie Informationen zu den wichtigsten Exemplaren. Die Steckbriefe sind thematisch und alphabetisch kategorisiert. Wir sind bestrebt die Anzahl der Einträge zu erweitern und nehmen gern Vorschläge von unseren Lesern entgegen.

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Dolomit (Mineral) - Eigenschaften, Entstehung und Verwendung

Dolomit (Mineral)Die Bezeichnung Dolomit verdankt das Mineral dem französischen Geologen Déodat de Dolomieu (1750 bis 1801). Lange Zeit galt Dolomit als magnesiumhaltige Calcit-Variation.

Eigenschaften
Dolomit (CaMg(CO3)2) wird der Klasse der Carbonate zugeordnet und besteht bis zu 21,7% aus Calcium und zu 13,3% aus Magnesium.
Die Farbe von Dolomit ist farblos bis weiß, kann infolge von Verunreinigungen durch andere Minerale oder Elemente (begleitend treten vor allem Zink, Blei und Kobalt auf) auch gelb, braun, grau oder rosa sein. Die Strichfarbe ist weiß.
Dolomit ist dem trigonalen Kristallsystem zugehörig und bildet dabei rhomboedrische Kristalle aus, die Aggregate sind derb, kristallin und körnig. Der Bruch des Minerals ist muschelig und spröde, die Spaltbarkeit ist vollkommen. Dolomite glänzen glas- und perlmuttartig. Die Härte beträgt 3,5 bis 4, das spezifische Gewicht liegt bei 2,85 bis 2,95.

Entstehung und Verbreitung
Dolomit kann auf verschiedene Weise entstehen.
Primärer Dolomit ist ein Ausfällungsprodukt magnesium- und calciumreichen Meerwassers. Die entsprechenden Voraussetzungen sind jedoch selten, insofern hypersaline Wasserbedingungen, hohe Verdunstungsraten und anaerobe Mikroorganismen vorhanden sein müssen. Alternativ wird primärer Dolomit in kalkreichen Gängen hydrothermal gebildet.
Sekundärer Dolomit entsteht durch die nachträgliche Zufuhr von Magnesium-Ionen in kalkhaltigen Mineralen oder Gesteinen.
Begleitend mit Dolomit können Zinkblende und Bleiglanz auftreten.
Als Fundort dokumentiert sind Grönland; Skandinavien; Schottland; England; Irland; Frankreich; Belgien; Tirol, Salzburg, Steiermark/Österreich; Piemont/Italien; Binntal/Schweiz; Mittel-und Oberfranken, Bergisches Land, Sauerland, Salzhemmendorf, Erzgebirge, St. Andreasberg, Eifel, Odenwald, Oberwolfach und Haslach/Deutschland; Banská Stanica/Slowakei; Jáchymov/Tschechien; Rézbánya, Cavnic/Rumänien; Navarra/Spanien; Kroatien; Kosovo; Mazedonien; Ungarn; Griechenland; Türkei; südliche Länder Afrikas; Iran; Afghanistan; Pakistan; Indien; China; Australien; Neuseeland; Südamerika; Mexiko; USA und Kanada. .

Verwendung
Dolomit als Mineral stellt eine reichhaltige Magnesiumquelle dar.

Nachweis
Um Verwechslungen mit dem ähnlich aussehenden Carbonatmineral Calcit auszuschließen, bietet sich der Test mit Salzsäure an: Dolomit löst sich in Salzsäure wesentlich langsamer auf als Calcit.
Zudem ist Dolomit nicht pleochroitisch, fluoresziert aber rosa und orange.

Quellen:
Pellant, C. (1994): Steine und Minerale. Ravensburger Naturführer. Ravensburger Buchverlag Otto Maier GmbH
Schumann, W. (1991): Mineralien Gesteine – Merkmale, Vorkommen und Verwendung. BLV Naturführer. BLV Verlagsgesellschaft mbH München
Bauer, J.; Tvrz, F. (1993): Der Kosmos-Mineralienführer. Mineralien Gesteine Edelsteine. Ein Bestimmungsbuch mit 576 Farbfotos. Gondrom Verlag GmbH Bindlach
Medenbach, O.; Sussieck-Fornefeld, C.; Steinbach, G. (1996): Steinbachs Naturführer Mineralien. 223 Artbeschreibungen, 362 Farbfotos, 250 Zeichnungen und 30 Seiten Bestimmungstabellen. Mosaik Verlag München
- www.mindat.org - dolomite

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