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Dioptas Mineralien-Steckbrief

In unserer Gesteins- und Mineraliendatenbank erhalten Sie Informationen zu den wichtigsten Exemplaren. Die Steckbriefe sind thematisch und alphabetisch kategorisiert. Wir sind bestrebt die Anzahl der Einträge zu erweitern und nehmen gern Vorschläge von unseren Lesern entgegen.

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Dioptas - Eigenschaften, Entstehung und Verwendung

englisch: dioptase | französisch: dioptase


Dioptas
Dioptas-Kristall

Der Name Dioptas stammt aus dem Griechischen und wird von den Wörtern dia und optanomai abgeleitet, die namentlich auf die Durchsichtigkeit der Spaltflächen verweisen. Namensgeber des grünen Minerals ist der französische Mineraloge René-Just Haüy (1743 bis 1822), der die ersten Funde von Dioptas in der Typlokalität Altyn-Tyube in Kasachstan beschrieb.


Eigenschaften von Dioptas

Dioptas ist ein Silikatmineral mit der chemischen Zusammensetzung Cu6[Si6O18]·6H2O.
Die Farbe von Dioptas erinnert an Smaragde, ist ebenso intensiv dunkelgrün, alternativ deshalb auch die Bezeichnung Kupfersmaragd oder Kieselkupfersmaragd. Im Unterschied zum Smaragd weist Dioptas einen silber-grünen Schimmer auf, der teilweise auch bläulich sein kann. Die Strichfarbe des Minerals ist ein helles Blaugrün.
Dioptas kristallisiert dem trigonalen Kristallsystem folgend. Die Kristalle sind kurzsäulig und prismatisch. Die Aggregate sind häufig als Gruppen angeordnet oder erscheinen als krustenartiger Überzug. Der Bruch ist muschelig bis uneben, die Spaltbarkeit ist sehr vollkommen. Dioptas ist von glasartigem Glanz, die Transparenz ist durchscheinend bis durchsichtig. Dioptas verfügt über die Mohshärte von 5 und die Dichte beträgt 3,28 bis 3,35 g/cm3.


Dioptas
Dioptas

Entstehung und Verbreitung von Dioptas

Dioptas entsteht in der Oxidationszone von Kupferlagerstätten, kann aber auch in Sandsteinklüften, Dolomit und Kalkstein gefunden werden. Akzessorisch begleitet wird das Kupfersilikat von Azurit, Malachit, Chrysokoll, Calcit, Limonit, Hemimorphit, Cerussit oder Wulfenit.
Dioptas ist ein seltenes Mineral. Erwähnenswerte Vorkommen des grünen Steins wurden u.a. in Frankreich; Tschechien; Altenberg und Plön/Deutschland; Rumänien; Italien; Zaire; Kasachstan; Tsumeb/Namibia; Südafrika; Argentinien; Atacama/Chile; Mexiko, Peru und in den USA nachgewiesen.


Verwendung und Bedeutung von Dioptas

Aufgrund der Rarität hat Dioptas trotz der hohen Kupfergehalte keine wirtschaftliche Bedeutung. Teilweise wird Dioptas zu Schmuck verarbeitet.


Nachweis von Dioptas

Dioptas ist sowohl in Salz- auch Salpetersäure sowie in Ammoniak löslich; andere Säuren haben keine Wirkung auf das Mineral.
Dioptas weist keine Fluoreszenz auf, der Pleochroismus ist schwach ausgeprägt und erscheint in dunkel- und hellgrün.


Siehe auch:
Farbedelsteine und die Bewertung der Qualität von Farbedelsteinen
Handelsnamen von Mineralen und synthetischen Mineralen
Hildegard von Bingen und die Heilsteine


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Quellen:
- www.handbookofmineralogy.org/pdfs/dioptase.pdf
- www.mindat.org/min-1295.html

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Letzte Aktualisierung: 29. Juni 2018

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