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Diopsid Mineralien-Steckbrief

In unserer Gesteins- und Mineraliendatenbank erhalten Sie Informationen zu den wichtigsten Exemplaren. Die Steckbriefe sind thematisch und alphabetisch kategorisiert. Wir sind bestrebt die Anzahl der Einträge zu erweitern und nehmen gern Vorschläge von unseren Lesern entgegen.

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Diopsid - Eigenschaften, Entstehung und Verwendung

englisch: diopside | französisch: diopside

DiopsidHergeleitet aus dem Griechischen verweist der Name Diopsid auf die Kristalle des Minerale, die häufig wortwörtlich zweifach miteinander verbunden als Zwillinge auftreten.

Eigenschaften von Diopsid
Diopsid ist ein Silikat mit der Zusammensetzung CaMgSi2O6. Innerhalb der Silikate ist das Mineral der Gruppe der Pyroxene zugehörig.
Am häufigsten erscheint Diopsid in verschiedenen Grüntönen - bedingt durch Einlagerungen von Magnesium. Je höher der Gehalt an Magnesium, desto dunkelgrüner erscheint das Mineral. Weitere mögliche Farben sind gelb, grau, rotbraun oder farblos. Die Strichfarbe ist gräulich-weiß.
Diopsid ist ein Klinopyroxen, das im monoklinen Kristallsystem kristallisiert. Die Kristalle sind kurzprismatisch, teilweise als Zwillinge oder Viellinge, die entsprechenden Aggregate sind derb, körnig oder säulig.
Der Glanz von Diopsid ist matt bis glasartig, die Transparenz ist durchsichtig bis durchscheinend. Diopsid zeigt einen unebenen bis muscheligen Bruch, die Spaltbarkeit ist vollkommen. Die Mohshärte beträgt 5,5 bis 6,5, das spezifische Gewicht beläuft sich auf 3,27 bis 3,38.

Diopsid Entstehung und Verbreitung von Diopsid
Diopsid wird am häufigsten in calcium- und magnesiumreichen Gesteinen gebildet, die durch Aufschmelzung benachbarter Gesteine und Minerale (Kontaktmetamorphose) bzw. durch aufsteigende Magmen oder resultierende wässrigen Lösungen (Regionalmetamorphose) überprägt werden. Mitunter ist Diopsid auch in basischen oder ultrabasischen Magmatiten wie Andesit und Basalt enthalten.
Begleitend zum Vorkommen des Minerals sind Quarz, Calcit, Epidot, Vesuvian, Forsterit, Skapolith, Wollastonit, Grossular, Monticellit oder Klinohumit zu finden.
Finden kann man Diopsid weltweit, so bspw. in Grönland; Island; auf den Britischen Inseln; in Skandinavien; Frankreich; Erzgebirge, Fichtelgebirge, Siebengebirge, Eifel, Odenwald/Deutschland; Schweiz; Österreich; Spanien; Italien; Tschechien; Slowakei; Ungarn; Rumänien; Griechenland; Ägypten; Marokko; Kamerun; Kongo; Uganda; Tansania; Südafrika; Namibia; Madagaskar; Türkei; Russland; Aserbaidschan; Afghanistan; Tadschikistan; Indien; Myanmar; China; Japan; Philippinen; Australien; Süd-, Mittel- und Nordamerika.

Verwendung von Diopsid
Auch wenn Diopsid weltweit häufig vertreten ist, wird das Mineral vorwiegend im Kunstgewerbe genutzt. Besonders reine und farbintensive Diopside gelten mitunter auch als Edelsteine und sind deshalb sehr begehrt für die Verarbeitung zu Schmuck.

Nachweis von Diopsid
Diopsid ist Säuren gegenüber sehr resistent, lediglich Fluorwasserstoffsäure löst das Mineral leicht auf. In der offenen Flamme erfolgt keine Reaktion, erst im Elektroofen bei 1392 °C beginnt Diopsid zu schmelzen.
Diopsid fluoresziert nicht, der Pleochroismus ist schwach ausgeprägt und erscheint in gelbgrünen bis braungrünen Farben.

Quellen:
Pellant, C. (1994): Steine und Minerale. Ravensburger Naturführer. Ravensburger Buchverlag Otto Maier GmbH
Bauer, J.; Tvrz, F. (1993): Der Kosmos-Mineralienführer. Mineralien Gesteine Edelsteine. Ein Bestimmungsbuch mit 576 Farbfotos. Gondrom Verlag GmbH Bindlach
Korbel, P.; Novak, M. und W. Horwath (2002): Mineralien Enzyklopädie, Dörfler Verlag
Medenbach, O.; Sussieck-Fornefeld, C.; Steinbach, G. (1996): Steinbachs Naturführer Mineralien. 223 Artbeschreibungen, 362 Farbfotos, 250 Zeichnungen und 30 Seiten Bestimmungstabellen. Mosaik Verlag München
- www.mindat.org - diopside

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