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Diaboleit Mineralien-Steckbrief

In unserer Gesteins- und Mineraliendatenbank erhalten Sie Informationen zu den wichtigsten Exemplaren. Die Steckbriefe sind thematisch und alphabetisch kategorisiert. Wir sind bestrebt die Anzahl der Einträge zu erweitern und nehmen gern Vorschläge von unseren Lesern entgegen.

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Diaboleit - Eigenschaften, Entstehung und Verwendung

englisch: diaboleite


Auch wenn das Mineral Diaboleit farblich eine gewisse Ähnlichkeit zu Boleit aufweist, sind beide Minerale sehr verschieden - sowohl in der Zusammensetzung als auch hinsichtlich der Kristalle. Um auf diese Beziehung und gleichzeitig Unterschiede hinzuweisen, wurde die griechische Silbe dia vorgeschalten, die mit getrennt übersetzt wird. Als Typlokalität von Diaboleit gilt Priddy in der südwestenglischen Grafschaft Somerset, wo das Mineral 1923 erstmals von dem englischen Geologen Leonard James Spencer (1870 bis 1959) entdeckt wurde.


Eigenschaften von Diaboleit

Diaboleit ist mit der Zusammensetzung Pb2CuCl2(OH)4 ein Vertreter der Mineralklasse der Halide.
Die Farbe von Diaboleit reicht ebenso wie bei Boleit von hellem Himmelblau bis zum strahlenden Mittelblau. Die Strichfarbe ist hellblau.
Diaboleit kristallisiert im tetragonalen Kristallsystem. Die kleinen Kristalle sind prismatisch, tafelig oder quadratisch im Umriss. Die Aggregate von Diaboleit sind körnig oder massig.
Boleit ist von Diamantglanz, auf frischen Spaltflächen auch perlmuttartig stets bei durchsichtiger bis durchscheinender Transparenz. Der Bruch ist muschelig, die Spaltbarkeit ist sehr vollkommen. Diaboleit ist ein weiches Mineral: Mohshärte 2,5. Das spezifische Gewicht beträgt 5,41 bis 5,43.


Entstehung und Verbreitung von Diaboleit

Diaboleit ist ein Sekundärmineral, das entsteht, wenn chlorhaltige Fluide auf Kupfer- und Bleierze treffen und infolge der Reaktion dessen verwittern.
Begleitminerale von Diaboleit sind unter anderem Boleit, Cerussit, Leadhillit, Atacamit sowie Caledonit.
Auch wenn Diaboleit ein sehr seltenes Mineral ist, befinden sich einige Vorkommen bspw. in England; Frankreich; Goslar, Essen und Süss/Deutschland; Hüttenberg/Österreich; Italien; Griechenland; Südafrika; Iran; Australien; Chile und in den USA.

Verwendung und Bedeutung von Diaboleit

Der wenigen Fundmöglichkeiten wegen ist Diaboleit ein begehrtes Sammlermineral.


Nachweis von Diaboleit

Diaboleit ist in Salpetersäure löslich – wie auch Boleit. Um jedoch Verwechslungen mit Diaboleit sicher auszuschließen, bedarf es genauer chemischer Analysen. Im Gegensatz zu Boleit weist Diaboleit beispielsweise kein Silber auf.


Siehe auch:
Verwitterung von Mineralien und Gesteinen
Seltene Mienralien
Blaue Diamanten


Quellen:
Pellant, C. (1994): Steine und Minerale. Ravensburger Naturführer. Ravensburger Buchverlag Otto Maier GmbH*
-www.mindat.org - diaboleite

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Letzte Aktualisierung: 12. Dezember 2018

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