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Cuprit Mineralien-Steckbrief

In unserer Gesteins- und Mineraliendatenbank erhalten Sie Informationen zu den wichtigsten Exemplaren. Die Steckbriefe sind thematisch und alphabetisch kategorisiert. Wir sind bestrebt die Anzahl der Einträge zu erweitern und nehmen gern Vorschläge von unseren Lesern entgegen.

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Cuprit - Eigenschaften, Entstehung und Verwendung

englisch: cuprite | französisch: cuprite


Ausschlaggebend für den Namen des Minerals Cuprit, der 1845 von Wilhelm Ritter von Haidinger (1795 bis 1871, Geo- und Mineraloge aus Österreich) ausging, sind die Kupfergehalte (lat. cuprum) von Cuprit.


Eigenschaften von Cuprit

Cuprit, bestehend aus Cu2O, wird der Systematik der Minerale zufolge den Oxidmineralen zugeordnet.
Angelehnt an die rote, rotbraune, weinrote bis nahezu schwarzrote Farbe des Kupferoxids wird Cuprit auch Rotkupfererz genannt, kann aber auch gräulich-rot anlaufen. Die Strichfarbe ist rotbraun metallisch glänzend.
Cuprit kristallisiert im kubischen Kristallsystem. Die Kristalle sind würfelförmig, oktaedrisch oder dodekaedrisch. Die Aggregate sind körnig oder massig und kompakt, so genanntes Ziegelerz. Möglich sind aber auch feine haarförmige bis nadelige, miteinander verworrene Aggregate, die unter der Bezeichnung Chalkotrichit oder Kupferblüte bekannt sind.
Cuprit ist von metallischem bis diamantartigem Glanz bei durchscheinender bis durchsichtiger Transparenz. Der Bruch ist uneben bis muschelig, die Spaltbarkeit ist schwach vorhanden. Die Mohshärte beträgt 3,5 bis 4 bei einer Dichte von 5,85 bis 6,15 g/cm³.


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Entstehung und Verbreitung von Cuprit

Cuprit ist ein Sekundärmineral, das aus der Oxidation in kupferhaltigen Lagerstätten hervorgeht, vor allem, wenn das Mineral Chalkopyrit verwittert (Näheres siehe: Die Entstehung von Mineralien). Entstehungsbedingt ist Cuprit mit weiteren Kupfermineralien vergesellschaftet, darunter u.a. Malachit, Brochantit, Atacamit, Azurit, gediegen Kupfer, Chrysokoll oder Chalkosin .
Bedeutende Vorkommen von Cuprit existieren zum Beispiel in Grönland; Norwegen; Schweden; England; Schottland; Wales; Irland; Frankreich; Belgien; Luxemburg; Harz; Erzgebirge, Oberlausitz, Vogtland, Thüringer Wald, Eifel, Odenwald, Sauerland, Siebengebirge, Westerwald, Taunus, Hunsrück, Fichtelgebirge, Spessart, Oberpfälzer Wald, Schwarzwald/Deutschland; Burgenland, Saualpe, Hüttenberg, Gurktaler Alpen, Gailtaler Alpen, Industrieviertel, Mostviertel, Waldviertel, Hohe Tauern, Saalfelden, Fischbacher Alpen, Leoben, Tirol/Österreich; Schweiz; Polen; Tschechien; Slowakei; Russland; Portugal; Spanien; Ungarn; Rumänien; Bulgarien; Italien; Griechenland; Aserbaidschan; Armenien; Kasachstan; Afghanistan; Usbekistan; Pakistan; Iran; Indien; Laos; Philippinen; Marokko; Algerien; Kongo; Namibia; Südafrika; Madagaskar; China; Japan; Australien; Neuseeland; Argentinien; Chile; Brasilien; Jamaica; Bolivien; Mexiko; Kanada und in den USA.


Bedeutung und Verwendung von Cuprit

Cuprit ist ein bedeutsames Kupfermineral, das weltweit in zahlreichenen Kupferminen abgebaut wird. Der Kupfergehalt von Cuprit beträgt bis zu 88 %.
Daneben wird Cuprit als Schmuckstein verarbeitet.


Sonora Sunrise

Unter dem Handelsnamen Sonora Sunrise - gelegentlich auch Sonora Sunset - wird ein Mineralgemenge verkauft, das neben Brochantit aus den Kupfermineralien Chrysokoll, Cuprit und Tenorit besteht.
Sonora Sunrise wird in einer Mine, die im mexikanischen Teil der gleichnamigen Sonora-Wüste gelegen ist, abgebaut und vorranig zu Schmuck verarbeitet.


Nachweis von Cuprit

Cuprit ist in verschiedenen Säuren, darunter auch Salpeter- und Salzsäure sowie in Ammoniak löslich. Zudem verändert Cuprit die Farbe der Flamme, in welche das Mineral gehalten wird – diese wird grün; gleichzeitig schmilzt Cuprit.


Siehe auch:
Warum wird Kupfer grün?
Erz
Chalkopyrit bzw. Kupferkies


Quellen:
⇒ Pellant, C. (1994): Steine und Minerale. Ravensburger Naturführer. Ravensburger Buchverlag Otto Maier GmbH
⇒ Bauer, J.; Tvrz, F. (1993): Der Kosmos-Mineralienführer. Mineralien Gesteine Edelsteine. Ein Bestimmungsbuch mit 576 Farbfotos. Gondrom Verlag GmbH Bindlach
⇒ Korbel, P.; Novak, M. und W. Horwath (2002): Mineralien Enzyklopädie, Dörfler Verlag
⇒ Medenbach, O.; Sussieck-Fornefeld, C.; Steinbach, G. (1996): Steinbachs Naturführer Mineralien. 223 Artbeschreibungen, 362 Farbfotos, 250 Zeichnungen und 30 Seiten Bestimmungstabellen. Mosaik Verlag München
⇒ Hochleitner, R. (2017): Welcher Stein ist das? Kosmos-Naturführer. Über 350 Mineralien, Edelsteine und Gesteine. Franckh Kosmos Verlag
⇒ Schumann, W. (2017): Edelsteine und Schmucksteine: alle alle Arten und Varietäten; 1900 Einzelstücke. BLV Bestimmungsbuch, BLV Verlagsgesellschaft mbH München
⇒ Okrusch, M. und S. Matthes (2009): Mineralogie: Eine Einführung in die spezielle Mineralogie, Petrologie und Lagerstättenkunde. Springer Verlag Berlin Heidelberg
- www.mindat.org

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Letzte Aktualisierung: 17. Juni 2019

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