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Covellin Mineralien-Steckbrief

In unserer Gesteins- und Mineraliendatenbank erhalten Sie Informationen zu den wichtigsten Exemplaren. Die Steckbriefe sind thematisch und alphabetisch kategorisiert. Wir sind bestrebt die Anzahl der Einträge zu erweitern und nehmen gern Vorschläge von unseren Lesern entgegen.

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Covellin - Eigenschaften, Entstehung und Verwendung

englisch: covellite | französisch: covellite


Covellin
Covellin

Das Mineral Covellin wurde nach der Person benannt, auf die die Entdeckung des Minerals zurückgeht. Nicola Covelli (1790 bis 1829), seines Zeichens ein italienischer Mineraloge, entdeckte im Jahr 1827 am Vesuv in Italien das Mineral und befasste sich eingehend mit der chemischen Zusammensetzung des neuen Minerals; 1832 folgte die Benennung in Covellin – initiiert durch den französischen Mineralogen und Geologen Francois Sulpice Beudant (1787 bis 1850).


Eigenschaften von Covellin

Chemisch betrachtet handelt es sich bei Covellin um ein Kupfersulfidmineral (CuS).
Covellin kristallisiert im hexagonalen Kristallsystem und bildet dünntafelige Kristalle, die aber rar sind. Vielmehr tritt das kupferhaltige Mineral in Form derber Massen oder als feiner Überzug auf anderen Mineralen auf.
Covellin wird alternativ auch als Kupferindig bezeichnet – bezogen sowohl auf die Bestandteile als auch die Farbe des Minerals: Covellin ist von indigoblauer bis dunkelblauer Farbe; kann aber auch in den Farben des Regenbogens metallisch schimmern. Die Strichfarbe ist blauschwarz.
Der Glanz von Covellin ist harzig bis metallisch und von undurchsichtiger Transparenz. Der Bruch ist uneben, die Spaltbarkeit ist sehr vollkommen ausgeprägt. Zudem ist das Kupfermineral elastisch biegsam, wenn es in feine Scheibchen zurecht geschnitten wird. Mit einer Mohshärte von 1 bis 1,5 ist Covellin ein sehr weiches Mineral, das dennoch mit einer Dichte von etwa 4,6 g/cm³ zu den schwereren Mineralen gezählt wird.


Covellin
Covellin

Entstehung und Verbreitung von Covellin

Covellin kann ein Primär- wie auch Sekundärmineral sein, wobei primär gebildeter Covellin als Produkt unter hydrothermalen Bedingungen weitaus seltener ist. Häufiger ist Covellin ein Mineral, das aus der Umwandlung anderer, kupferhaltiger Minerale - insbesondere Chalkosin und Chalkopyrit, aber auch Pyrit hervorgeht. Dennoch ist Covellin kein beständiges Mineral, ist vielmehr eine Zwischenstufe zur Umwandlung in Azurit und Malachit.
Covellin ist weit verbreitet, u.a. in Skandinavien, Frankreich, Spanien, Deutschland, Italien, Österreich, Tschechien, Slowakei, Rumänien, Bulgarien, Kongo, Sambia, Namibia, Südafrika, Iran, Aserbaidschan, Georgien, Kasachstan, Afghanistan, Indien, China, Philippinen, Indonesien, Australien, Neuseeland, Südamerika, Mexiko, Kanada und in den USA.


Bedeutung und Verwendung von Covellin

Auch wenn weltweit zahlreiche Coevellin-Vorkommen bekannt sind, ist der Abbau von Covellin als Kupfererz aufgrund der zu geringen "Ausbeute" nicht rentabel - trotz der ca. 66 %-igen Kupfergehalte.
Mitunter wird Covellin als Heilstein verkauft, ohne dass die Heilwirkung von Covellin in wissenschaftlichen Untersuchungen bestätigt werden konnte.


Nachweis von Covellin

Covellin ist in Salzsäure löslich und lässt sich in der Flamme leicht schmelzen. Sehr eindeutig ist auch die Bestimmung, indem Covellin auf bestimmte Flüssigkeiten in anderen Farben erscheint: benebelt man Covellin mit Wasser, erscheint das ursprünglich blaue Mineral purpur-violett, wohingegen Covellin in Öl getaucht, rot erscheint.


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Siehe auch:
Erz
Vitriole
Bornit bzw. Buntkupferkies


Quellen:
⇒ Bauer, J.; Tvrz, F. (1993): Der Kosmos-Mineralienführer. Mineralien Gesteine Edelsteine. Ein Bestimmungsbuch mit 576 Farbfotos. Gondrom Verlag GmbH Bindlach
⇒ Medenbach, O.; Sussieck-Fornefeld, C.; Steinbach, G. (1996): Steinbachs Naturführer Mineralien. 223 Artbeschreibungen, 362 Farbfotos, 250 Zeichnungen und 30 Seiten Bestimmungstabellen. Mosaik Verlag München
⇒ Pellant, C. (1994): Steine und Minerale. Ravensburger Naturführer. Ravensburger Buchverlag Otto Maier GmbH
⇒ Okrusch, M. und S. Matthes (2009): Mineralogie: Eine Einführung in die spezielle Mineralogie, Petrologie und Lagerstättenkunde. Springer Verlag Berlin Heidelberg
- www.mindat.org - covellite

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Letzte Aktualisierung: 17. Juni 2019

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