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Chrysoberyll Mineralien-Steckbrief

In unserer Gesteins- und Mineraliendatenbank erhalten Sie Informationen zu den wichtigsten Exemplaren. Die Steckbriefe sind thematisch und alphabetisch kategorisiert. Wir sind bestrebt die Anzahl der Einträge zu erweitern und nehmen gern Vorschläge von unseren Lesern entgegen.

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Chrysoberyll - Eigenschaften, Entstehung und Verwendung

englisch: chrysoberyl | französisch: chrysobéryl


Der Name Chrysoberyll wird aus dem Griechischen mit Goldberyll übersetzt - angelehnt an die goldgelbe Farbe und Zusammensetzung (Beryllium) des Minerals. Namensgeber von Chrysoberyll ist der deutsche Mineraloge Abraham Gottlob Werner (1749 bis 1817), auf den die Entdeckung im Jahr 1789 zurückgeht.


Eigenschaften von Chrysoberyll

Chrysoberyll mit den Varietäten Katzenaugenchrysoberyll und Alexandrit ist ein Vertreter der Mineralklasse der Oxide bestehend aus BeAl2O4. Entgegen dem Namenszusatz "Beryll" handelt es sich bei Chrysoberyll nicht um eine Varietät von "echtem" Beryll.
Neben der goldgelben Farbe kann Chrysoberyll auch von gelbgrüner, grüner, goldbrauner, grünblauer oder grauer Farbe sein – bedingt durch Beimengungen von Eisen und Chrom. Farblich betrachtet besteht Ähnlichkeit mit Korund, Beryll, Olivin, Apatit und Turmalin. Die Strichfarbe von Chrysoberyll ist weiß.
Chrysoberyll kristallisiert im orthorhombischen Kristallsystem. Die Kristalle sind prismatisch oder tafelig, auch zu Zwillingen und Drillingen miteinander verwachsen. Die Aggregate des Minerals sind massig oder körnig.
Chrysoberyll ist von durchsichtiger bis durchscheinender Transparenz, der Glanz ist fettig. Der Bruch des berylliumhaltigen Minerals ist muschelig bis uneben, die Spaltbarkeit ist vollkommen. Mit einer Mohshärte von 8,5 ist Chrysoberyll ein sehr hartes Mineral, das in den Bereich der so genannten Edelsteinhärte (Mohshärte über 7) fällt. Die Dichte beträgt 3,68 bis 3,8 g/cm3.


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Entstehung und Verbreitung von Chrysoberyll

Chrysoberyll kann sowohl magmatischen als auch metamorphen Ursprungs sein. Magmatischer Chrysoberyll wird im Zusammenhang mit Pegmatiten – besonders grobkörnigen Magmatiten, gebildet. Beryllium-Atome sind vergleichsweise groß und können nicht gleich zu Beginn aus magmatischen Schmelzen auskristallisieren; reichern sich deshalb in Restschmelzen an, die wiederum zu einem späteren Zeitpunkt Kristalle, teilweise von erheblicher Größe, bilden.
Chrysoberyll, der in metamorphen Gesteinen entsteht, ist das Ergebnis der Reaktion von Gesteinen mit aufsteigenden aluminium- und berylliumhaltigen Fluiden.
Entsprechend ist Chrysoberyll in Graniten, Gneisen, Schiefern – häufig in Glimmerschiefer, und Marmoren zu finden. Begleitet werden die Chrysoberyll-Vorkommen von Fluorit, Phenakit, Turmalin, Albit, Quarz, Topas, Muskovit, Apatit, Staurolith, Disthen und Phenakit.
Bedeutende Vorkommen von Chrysoberyll befinden sich bspw. in Schweden; England; Frankreich; Tschechien; Schweiz; Österreich; Italien; Russland; Madagaskar; Myanmar; China; Australien; Brasilien und in den USA.


Verwendung und Bedeutung von Chrysoberyll

Der Seltenheit und der Kristalle wegen ist Chrysoberyll ein geschätztes Mineral in Sammlungen, ist aber auch als Schmuckstein von Bedeutung. Vor allem klare Kristalle von goldgrüner Farbe gelten als Steine von hohem Wert, deren Qualität mit Facettenschliffen am besten zur Wirkung kommt.


Nachweis von Chrysoberyll

Chrysoberyll ist nicht in Säuren löslich, fluoresziert nicht. Eine Ausnahme stellt grüner Chrysoberyll dar, der dunkelrot aufleuchtet. Der Pleochroismus erscheint in rotgelb, gelb bis grün.


Sonstiges

Imitationen von Chrysoberyll bestehen hauptsächlich aus Glas, Zirkonia, Spinell und Korund.


Siehe auch:
Farbedelsteine und die Bewertung der Qualität von farbigen Edelsteinen
Hildegard von Bingen und die Heilsteine
Gefälschte Edelsteine und Mineralien


Quellen:
Pellant, C. (1994): Steine und Minerale. Ravensburger Naturführer. Ravensburger Buchverlag Otto Maier GmbH*
Bauer, J.; Tvrz, F. (1993): Der Kosmos-Mineralienführer. Mineralien Gesteine Edelsteine. Ein Bestimmungsbuch mit 576 Farbfotos. Gondrom Verlag GmbH Bindlach*
Korbel, P.; Novak, M. und W. Horwath (2002): Mineralien Enzyklopädie, Dörfler Verlag*
- www.mindat.org

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Letzte Aktualisierung: 28. Juni 2018

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