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Chromit Mineralien-Steckbrief

In unserer Gesteins- und Mineraliendatenbank erhalten Sie Informationen zu den wichtigsten Exemplaren. Die Steckbriefe sind thematisch und alphabetisch kategorisiert. Wir sind bestrebt die Anzahl der Einträge zu erweitern und nehmen gern Vorschläge von unseren Lesern entgegen.

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Chromit - Eigenschaften, Entstehung und Verwendung

englisch: chromite | französisch: chromite


Chromit
Chromit

Das Mineral Chromit wurde erstmals im Jahr 1797 von Nicolas-Louis Vauquelin (1763 bis 1829), ein Chemiker aus Frankreich, beschrieben. Er wählte den Namen Chromit aufgrund der Chromgehalte des Minerals.


Eigenschaften von Chromit

Das Mineral Chromit gehört zur Gruppe der Oxide bestehend aus FeCr2O4.
Die Farbe von Chromit ist vorwiegend schwarz, selten auch dunkelbraun. Die Strichfarbe ist schwarzbraun.
Chromit kristallisiert im kubischen Kristallsystem, oktaedrische Kristalle sind jedoch rar. Die Aggregate sind vielmehr klumpig-massig und körnig, wie z.B. beim Kugelchromit. Der Glanz ist aufgrund der Metallbeimengungen metallisch, die Transparenz ist undurchsichtig. Chromit zeigt einen unebenen, muscheligen Bruch, die Spaltbarkeit ist nicht vorhanden. Die Mohshärte beträgt 5,5, das spezifische Gewicht liegt zwischen 4,1 und 4,8.


Chromit
Chromit

Entstehung und Verbreitung von Chromit

Chromit ist mit eines der ersten Minerale, das aus basischen und ultrabasischen, flüssigen Gesteinsschmelzen im Erdinneren kristallisiert. Begleitminerale von Chromit sind neben Olivin auch Peridotit, Stichtit, Serpentin und Magnetit. Mitunter ist Chromit mit helleren Mineralen vergesellschaftet, infolgedessen das Mineral gescheckt erscheint (Leopardenerz).
Große Vorkommen wurden in Norwegen; Finnland; Insel Unst/Groß Britannien; Frankreich; Bardo/Polen; Kraubath an der Mur/Österreich; Ural und Altai/Russland; Banater Gebirge/Rumänien; Novara/Italien; Troodos/Zypern; Serbien; Albanien; Mazedonien; Türkei; Iran; Südafrika; Simbabwe; Indien; Philippinen; Brasilien; Neufundland/Kanada; New Jersey, Kalifornien, Pennsylvania, North Carolina/USA bestätigt.

Die Gefahr der Verwechslung besteht insbesondere mit Magnetit und Franklinit.


Bedeutung und Verwendung

Chromit ist ein bedeutendes Erzmineral zur Gewinnung von Chrom.


Nachweis von Chromit

Chromit fluoresziert nicht und zeichnet sich durch seine Hitzebeständigkeit aus. Das Mineral ist nicht in Säuren löslich. Im Vergleich zum Magnetit ist der Magnetismus schwächer ausgeprägt.


Siehe auch:
Erz
Meteoriten
Die Entstehung von Mineralen


Quellen:
Pellant, C. (1994): Steine und Minerale. Ravensburger Naturführer. Ravensburger Buchverlag Otto Maier GmbH*
Bauer, J.; Tvrz, F. (1993): Der Kosmos-Mineralienführer. Mineralien Gesteine Edelsteine. Ein Bestimmungsbuch mit 576 Farbfotos. Gondrom Verlag GmbH Bindlach*
Korbel, P.; Novak, M. und W. Horwath (2002): Mineralien Enzyklopädie, Dörfler Verlag*
Medenbach, O.; Sussieck-Fornefeld, C.; Steinbach, G. (1996): Steinbachs Naturführer Mineralien. 223 Artbeschreibungen, 362 Farbfotos, 250 Zeichnungen und 30 Seiten Bestimmungstabellen. Mosaik Verlag München*
- www.mindat.org - chromite

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Letzte Aktualisierung: 30. August 2018

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