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Chondrodit Mineralien-Steckbrief

In unserer Gesteins- und Mineraliendatenbank erhalten Sie Informationen zu den wichtigsten Exemplaren. Die Steckbriefe sind thematisch und alphabetisch kategorisiert. Wir sind bestrebt die Anzahl der Einträge zu erweitern und nehmen gern Vorschläge von unseren Lesern entgegen.

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Chondrodit - Eigenschaften, Entstehung und Verwendung

englisch: chondrodite


Das Mineral Chondrodit wurde erstmals 1817 beschrieben. Die Funde stammten aus Parainen, einer Stadt im Süden Finnlands. Angelehnt an die körnchenartige Form der Kristalle folgte der aus dem Griechischen stammende Name Chondrodit.


Eigenschaften von Chondrodit

Chondrodit ist ein Silikatmineral bestehend aus (Mg,Fe2+)5(SiO4)2(OH,F)2. Das Mineral gehört außerdem zur Humitgruppe, zu der neben dem namensgebenden Gruppenmineral Humit unter anderem auch die Minerale Chegemit, Norbergit, Ribbeit sowie Sonolith gehören.
Die Farbe von Chondrodit kann gelb, braun, rot, rotbraun bis gelbbraun, nahezu bernsteinfarben, sein. Die Strichfarbe ist ein helles Grau, fast weiß.
Das Silikatmineral kristallisiert im monoklinen Kristallsystem und bildet körnige oder massige Aggregate.
Der Glanz von Chondrodit ist matt bis glasartig, die Transparenz ist durchsichtig bis durchscheinend. Chondrodit weist einen unebenen Bruch auf, die Spaltbarkeit ist unvollkommen. Die Mohshärte beträgt 6 bis 6,5 bei einem spezifischen Gewicht von 3,16 bis 3,26.


Entstehung und Verbreitung von Chondrodit

Chondrodit ist vorwiegend hydrothermalen Ursprungs und in Gesteinen zu finden, die der Regional- oder Kontaktmetamorphose unterlagen wie Marmor, Dolomit, Serpentinit oder auch Skarn. Mitunter kann das Mineral aber auch im Zusammenhang mit magmatischen Gesteinen wie Granit zu finden sein.
Begleitminerale von Chondrodit sind bspw. Magnetit, Chlorit, Spinell oder das Glimmermineral Phlogopit.
Die Vorkommen von Chondrodit sind übersichtlich; neben der Typlokalität in Finnland sind weitere Funde zum Beispiel in Schweden; Schottland; Italien; Rumänien; Südafrika; Russland; Indien; China; Japan; Australien sowie in den USA möglich.


Bedeutung und Verwendung von Chondrodit

Aufgrund der vergleichsweise seltenen Lagerstätten kommt Chondrodit keinerlei wirtschaftliche Bedeutung zu.


Nachweis von Chondrodit

Chondrodit ist in Schwefelsäure ebenso löslich wie in Salzsäure. Zudem ist das Mineral pleochroitisch und zeigt sich in gelbbraunen, rotbraunen bis grünbraunen Farbtönen.


Siehe auch:
Seltene Mineralien
Die Entstehung von Mineralien
Regional- und Kontaktmetamorphose


Quellen:
⇒ Pellant, C. (1994): Steine und Minerale. Ravensburger Naturführer. Ravensburger Buchverlag Otto Maier GmbH
⇒ Korbel, P.; Novak, M. und W. Horwath (2002): Mineralien Enzyklopädie, Dörfler Verlag
⇒ Okrusch, M. und S. Matthes (2009): Mineralogie: Eine Einführung in die spezielle Mineralogie, Petrologie und Lagerstättenkunde. Springer Verlag Berlin Heidelberg
- www.mindat.org - chondrodite

Letzte Aktualisierung: 16. Juni 2019

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