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Chalcedon Mineralien-Steckbrief

In unserer Gesteins- und Mineraliendatenbank erhalten Sie Informationen zu den wichtigsten Exemplaren. Die Steckbriefe sind thematisch und alphabetisch kategorisiert. Wir sind bestrebt die Anzahl der Einträge zu erweitern und nehmen gern Vorschläge von unseren Lesern entgegen.

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Chalcedon - Eigenschaften, Entstehung und Verwendung

englisch: chalcedony | französisch: calcédoine

ChalcedonDas Mineral Chalcedon wurde nach dem ersten dokumentierten Fundort in Kalchedon, heute Kadiköy/Istanbul in der Türkei benannt.

Eigenschaften von Chalcedon
Chalcedon ist mit der Zusammensetzung SiO2 ein Mineral der Klasse der Oxide. Innerhalb der Oxide wurde Chalcedon lange Zeit der Quarzgruppe zugeordnet. Neuere Untersuchungen des Minerals haben allerdings ergeben, dass es sich bei Chalcedon um eine Verbindung aus Quarz und bis zu 20% Moganit handelt.
Die Farbe von Chalcedon ist abhängig von den Chalcedon-Varietäten verschieden, reicht von weiß, gelb, grün, braun, schwarz, blau bis hin zu braun. Zu den Varietäten von Chalcedon werden neben Achat, Moosachat, Sarder und Karneol auch Onyx und Chrysopras gezählt. Ungeschützt in der Sonne gelagert, kann die Farbe von Chalcedon unter dem Einfluss von UV-Licht verblassen oder ergrauen. Die Strichfarbe ist weiß.
Chalcedon kristallisiert im trigonalen Kristallsystem. Die Kristalle sind trapezoedrisch, die Aggregate erscheinen stalaktitisch, trauben- oder nierenförmig.
Der Glanz von Chalcedon ist glas- bis wachsartig bei durchscheinender bis undurchsichtiger Transparenz. Der Bruch der Quarzvarietät ist muschelig-uneben, die Spaltbarkeit ist nicht vorhanden. Die Mohshärte von Chalcedon beträgt 7 bei einem spezifischen Gewicht von 2,6.

Chalcedon Entstehung und Verbreitung von Chalcedon
Chalcedon entsteht, wenn silikatreiche Lösungen bei vergleichsweise geringen Temperaturen um 120°C auskristallisieren. Bildungsort des auskristallisierenden Chalcedons können sowohl Risse in metamorphen Gesteinen als auch Blasenhohlräume von Magmatiten sein. In Sedimentgesteinen dient Chalcedon häufig als Bindemittel der aufbauenden Gemengeteile.
Die Vorkommen von Chalcedon erstrecken sich auf weite Teile der Erde. Zu finden ist das Mineral bspw. in Böhmen/Tschechien; Slowakei; Freiberg (Erzgebirge)/Deutschland; Tirol/Österreich; Schweiz; Toskana/Italien; Griechenland; Türkei; Russland; Indien; Sri Lanka; Afghanistan; Madagaskar; Namibia; Simbabwe; Brasilien; Uruguay und USA.

Verwendung von Chalcedon
Chalcedon ist vor allem von Bedeutung im Kunstgewerbe, insofern dass aus dem Mineral Schmucksteine, Gravuren oder Gegenstände gefertigt werden.

Nachweis von Chalcedon
Chalcedon weist eine gelbgrüne bis weißblaue Fluoreszenz auf und ist in Fluorwasserstoffsäure löslich.

Quellen:
Pellant, C. (1994): Steine und Minerale. Ravensburger Naturführer. Ravensburger Buchverlag Otto Maier GmbH
Bauer, J.; Tvrz, F. (1993): Der Kosmos-Mineralienführer. Mineralien Gesteine Edelsteine. Ein Bestimmungsbuch mit 576 Farbfotos. Gondrom Verlag GmbH Bindlach
Korbel, P.; Novak, M. und W. Horwath (2002): Mineralien Enzyklopädie, Dörfler Verlag
Medenbach, O.; Sussieck-Fornefeld, C.; Steinbach, G. (1996): Steinbachs Naturführer Mineralien. 223 Artbeschreibungen, 362 Farbfotos, 250 Zeichnungen und 30 Seiten Bestimmungstabellen. Mosaik Verlag München
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