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Chabasit Mineralien-Steckbrief

In unserer Gesteins- und Mineraliendatenbank erhalten Sie Informationen zu den wichtigsten Exemplaren. Die Steckbriefe sind thematisch und alphabetisch kategorisiert. Wir sind bestrebt die Anzahl der Einträge zu erweitern und nehmen gern Vorschläge von unseren Lesern entgegen.

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Chabasit - Eigenschaften, Entstehung und Verwendung

englisch: chabasite | französisch: chabazite


Der Name Chabasit wurde 1788 von dem französischen Naturforscher Louis Augustin Guillaume Bosc d`Antic (1759 bis 1828) eingeführt, ursprünglich unter dem Namen Chabasie. Etymologisch stammt der Begriff aus dem Griechischen und wird mit irgendein Stein übersetzt. Einige Quellen gehen aber davon aus, dass Chabasit weit länger bekannt ist. Orpheus, ein Sänger der griechischen Mythologie, erwähnte demnach das Mineral Chabasit in einem Gedicht namens Peri Lithos.


Eigenschaften von Chabasit

Chabasit ist Silikatmineral und innerhalb derer ein Vertreter der Zeolithgruppe. Untergeordnet handelt es sich bei Chabasit um einen Würfelzeolith.
In Anlehnung an die Gehalte der im Mineral mengenmäßig dominierenden Elemente Magnesium, Natrium, Kalium, Calcium und Strontium wird die Chabasit-Serie folgendermaßen unterteilt:

Die Farbe von Chabasit variiert zwischen farblos, weiß und hellen Gelb-, Grün- und Rottönen. Die Strichfarbe ist weiß.
Chabasit kristallisiert im trigonalen Kristallsystem. Wie für Würfelzeolithe typisch werden rhomboedrische und würfelartige, an den Kanten abgerundete Kristalle ausgebildet. Mitunter bilden Chabasitkristalle Durchdringungszwillinge. Die Aggregate sind massig.
Chabasit ist von durchsichtiger bis durchscheinender Transparenz, der Glanz ist glasartig bis matt. Der Bruch ist uneben bis spröde, die Spaltbarkeit ist unvollkommen. Die Mohshärte des Zeolithminerals beträgt 4 bis 5, das spezifische Gewicht wird mit 2,05 bis 2,16 angegeben.


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Entstehung und Verbreitung von Chabasit

Chabasit ist hydrothermalen Ursprungs, bildet sich vornehmlich in Drusen und Hohlräumen magmatischer Gesteinen wie Basalt und Andesit. Teilweise ist Chabasit auch in metamorphen Gesteinen oder in der näheren Umgebung von Thermalquellen zu finden.
Die Vorkommen von Chabasit werden von weiteren Mineralen wie anderen Zeolithen – insbesondere Harmotom, Heulandit, Phillipsit und Skolezit - Pyroxenen, Amphibolen, Aragonit, Feldspat, Calcit, Quarz und Dolomit begleitet.
Dokumentierte Fundorte von Chabasit befinden sich unter anderem in Südwestgrönland; Westmännerinseln, Osten und Westen von Island; Färöer-Inseln; Lappland und Värmland/Schweden; Isle of Skye, östliche von Glasgow/Schottland; Antrim/Nordirland; Durham, Leicestershire, Devon und Cornwall/England; Frankreich; Belgien; Eifel, Vogelsberg, Dillenburg, Odenwald, Idar-Oberstein, Hegau, Fichtelgebirge und Erzgebirge/Deutschland; Böhmen und Mähren/Tschechien; Slowakei; Uri und Tessin/Schweiz; Waldviertel, Hohe Tauern und Steiermark/Österreich; Ungarn; Kanarische Inseln und Andalusien/Spanien; Halbinsel Kola und Ural/Russland; Italien; Tansania; Madagaskar; Südostaustralien; Neuseeland; Hawaii, West- und Nordostküste der USA.


Verwendung und Bedeutung von Chabasit

Chabasit wird teilweise wegen der Fähigkeit des Kationenaustausches zur Wasserenthärtung oder Dekontamination von Böden oder Abwässern genutzt.


Nachweis von Chabasit

Wird Chabasit im geschlossenen Röhrchen erhitzt, wird Kristallwasser freigesetzt.


Siehe auch:
Zeolithe - Minerale im Einsatz gegen Radioaktivität
Zeolithe in Waschmitteln
Seltene Minerale


Quellen:
Pellant, C. (1994): Steine und Minerale. Ravensburger Naturführer. Ravensburger Buchverlag Otto Maier GmbH*
Bauer, J.; Tvrz, F. (1993): Der Kosmos-Mineralienführer. Mineralien Gesteine Edelsteine. Ein Bestimmungsbuch mit 576 Farbfotos. Gondrom Verlag GmbH Bindlach*
Korbel, P.; Novak, M. und W. Horwath (2002): Mineralien Enzyklopädie, Dörfler Verlag*
Medenbach, O.; Sussieck-Fornefeld, C.; Steinbach, G. (1996): Steinbachs Naturführer Mineralien. 223 Artbeschreibungen, 362 Farbfotos, 250 Zeichnungen und 30 Seiten Bestimmungstabellen. Mosaik Verlag München*
- www.mindat.org

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Letzte Aktualisierung: 1. September 2018

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