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Cancrinit Mineralien-Steckbrief

In unserer Gesteins- und Mineraliendatenbank erhalten Sie Informationen zu den wichtigsten Exemplaren. Die Steckbriefe sind thematisch und alphabetisch kategorisiert. Wir sind bestrebt die Anzahl der Einträge zu erweitern und nehmen gern Vorschläge von unseren Lesern entgegen.

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Cancrinit - Eigenschaften, Entstehung und Verwendung

englisch: cancrinite | französisch: cancrinite


Das Mineral Cancrinit wurde zum ersten Mal 1839 am Ufer des Flusses Miass im Ilmengebirge/Russland entdeckt. Die Namensgebung geht auf den deutschen Mineralogen Gustav Rose (1789 bis 1873) zurück, der das Mineral nach dem russischen General und Finanzminister Georg Ludwig Graf Cancrin (1774 bis 1845) benannte.


Eigenschaften von Cancrinit

Cancrinit ist ein Silikatmineral, dessen Zusammensetzung über die Formel Na6Ca2Al6Si6O24(CO3)2·2H2O beschrieben wird. Außerdem bildet Cancrinit zusammen mit Analcim, Sodalith, Nephelin, Leucit und Nosean die Gruppe der Foide (Minerale, die Feldspäten chemisch sehr ähnlich sind, aber geringere Silicium-Gehalte aufweisen, aber mit höheren Gehalten an Kalium und Natrium aufwarten).
Cancrinit ist von weißer, hellroter, blassblauer, rotgelber oder gelber Farbe. Die Strichfarbe ist weiß.
Das kristallwasserhaltige Mineral kristallisiert im hexagonalen Kristallsystem, bildet prismatische Kristalle und körnige oder massige Aggregate.
Der Glanz von Cancrinit ist glas- bis perlmuttartig und fettig bei durchsichtiger bis durchscheinender Transparenz. Der Bruch ist muschelig bis uneben, die Spaltbarkeit ist sehr vollkommen. Cancrinit weist eine Mohshärte von 5 bis 6 auf, die DIchte beträgt 2,42 bis 2,51 g/cm³.


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Entstehung und Verbreitung von Cancrinit

Als Primärmineral geht Cancrinit aus magmatischen Schmelzen hervor, kann aber durch die Umwandlung – insbesondere von Nephelin - unter metamorphen Bedingungen gebildet werden; weshalb Cancrinit mitunter Bestandteil einiger Gesteine wie Foidolith oder Syenit ist.
Erwähnenswerte Vorkommen des seltenen Minerals existieren beispielsweise in Grönland, Norwegen, Schweden, Schottland, Deutschland, Italien, Rumänien, Kongo, Namibia, Kenia, Russland, Tadschikistan, Kasachstan, Afghanistan, Burma, Mongolei, China, Japan, Australien, Neuseeland, Bolivien, Brasilien, Mexiko, Kanada und in den USA.


Nachweis von Cancrinit

Cancrinit ist in Salzsäure löslich unter gleichzeitigem Aufschäumen, hinterlässt schließlich ein Kieselsäuregel. Hält man Cancrinit in die offene Flamme, entsteht aus dem schwer schmelzbaren Mineral ein glasartiger Klumpen.


Siehe auch:
Seltene Mineralien
Kristallwasser
Shungit


Quellen:
⇒ Pellant, C. (1994): Steine und Minerale. Ravensburger Naturführer. Ravensburger Buchverlag Otto Maier GmbH
⇒ Korbel, P.; Novak, M. und W. Horwath (2002): Mineralien Enzyklopädie, Dörfler Verlag
- www.mindat.org - cancrinite

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Letzte Aktualisierung: 15. Juni 2019

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