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Buntkupferkies Mineralien-Steckbrief

In unserer Gesteins- und Mineraliendatenbank erhalten Sie Informationen zu den wichtigsten Exemplaren. Die Steckbriefe sind thematisch und alphabetisch kategorisiert. Wir sind bestrebt die Anzahl der Einträge zu erweitern und nehmen gern Vorschläge von unseren Lesern entgegen.

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Buntkupferkies - Eigenschaften, Entstehung und Verwendung

englisch: bornite | französisch: bornite


Buntkupferkies
Buntkupferkies

Den Namen Buntkupferkies erhielt das Mineral aufgrund des regenbogenfarbenen, bunten Schillerns und der Kupfergehalte. Die alternative Bezeichnung Bornit geht auf den Mineralogen Ignaz von Born (1742 bis 1791) zurück, der das Mineral erstmals beschrieb.


Eigenschaften von Buntkupferkies

Buntkupferkies zählt mit der Zusammensetzung Cu5FeS4 zu den Sulfidmineralien.
Die Farbe von Buntkupferkies ist rötlich bis schwarz, begleitet von einem Schiller in blau, violett, kupferrot und goldgelb, der auf Kupferhydroxide und -oxide zurückzuführen ist. An frischen Bruchstellen ist das Mineral bronzefarben. Die Strichfarbe ist grauschwarz.
Buntkupferkies kristallisiert zunächst im kubischen, nach endgültiger Kristallausbildung bei einer Abkühlung auf 228°C kristallisiert das Sulfid im orthorhombischen Kristallsystem. Die Kristalle sind würfelig, verzerrt und oktaedrisch. Die Aggregate sind derb, massig, dicht, plattenförmig und körnig, häufig bemerkbar anhand rauer Mineraloberflächen.
Der Glanz von Buntkupferkies ist metallisch, die Transparenz ist undurchsichtig. Buntkupferkies weist einen muschelig-spröden Bruch auf, die Spaltbarkeit ist unvollkommen. Die Härte beträgt 3, das spezifische Gewicht liegt bei 4,9 bis 5,3.


Buntkupferkies
Bornit

Entstehung und Verbreitung von Buntkupferkies

Buntkupferkies entsteht sowohl hydrothermal-magmatisch als auch sedimentär in Begleitung von Kupferschiefer.
Im Zuge der hydrothermalen Bildung sind es hochtemperierte Lösungen, die in der Oxidationszone von Kupferlagerstätten auf erzhaltiges Gestein treffen und so zur Entstehung des Minerals führen.
Buntkupferkies ist nicht verwitterungsresistent, geht bei weiterer Oxidation zunächst in Chalkosin und schlussendlich in Azurit und Malachit über.
Begleitende Minerale sind Pyrit, Quarz, Galenit, Azurit, Malachit, Chalkosin und Chalkopyrit.
Buntkupferkies ist weltweit großräumig verbreitet. Entsprechende Fundorte befinden sich unter anderem in Grönland; Skandinavien; Schottland; England; Irland; Frankreich; Belgien; Zinnwald, Altenberg, Ehrenfriedersdorf, Schneeberg, Kamsdorf, St. Andreasberg, Essen, Sauerland, Siegerland, Eifel, Rheinbreitbach, Spessart, Odenwald, Obermoschel, Hunsrück, Calw, Wittichen und Oberwolfach/Deutschland; Wallis und Tavetsch/Schweiz; Saalfelden, Hohe Tauern, Gurktaler Alpen, Villach, Saualpe und Leoben/Österreich; Spanien; Italien; Tschechien; Slowakei; Polen; Ungarn; Rumänien; Bulgarien; Türkei; Ukraine; Russland; Marokko; Ghana; Namibia; Südafrika; Iran; Afghanistan, Indien; China; Japan; Myanmar; Australien; Neuseeland; Argentinien; Brasilien; Chile; Guatemala, Kuba; Mexiko; USA und Kanada.


Bedeutung und Verwendung von Buntkupferkies

Aufgrund der hohen Kupfergehalte findet Buntkupferkies in der Gewinnung von Kupfer Verwendung.


Nachweis von Buntkupferkies

Buntkupferkies ist in Säuren löslich. Buntkupferkies wird magnetisch, wenn das Mineral erhitzt wird.



Siehe auch:
Erz
Verwitterung
Die Entstehung von Mineralen


Quellen:
Pellant, C. (1994): Steine und Minerale. Ravensburger Naturführer. Ravensburger Buchverlag Otto Maier GmbH*
Bauer, J.; Tvrz, F. (1993): Der Kosmos-Mineralienführer. Mineralien Gesteine Edelsteine. Ein Bestimmungsbuch mit 576 Farbfotos. Gondrom Verlag GmbH Bindlach*
Korbel, P.; Novak, M. und W. Horwath (2002): Mineralien Enzyklopädie, Dörfler Verlag
Medenbach, O.; Sussieck-Fornefeld, C.; Steinbach, G. (1996): Steinbachs Naturführer Mineralien. 223 Artbeschreibungen, 362 Farbfotos, 250 Zeichnungen und 30 Seiten Bestimmungstabellen. Mosaik Verlag München*
- www.mindat.org - bornite

* = Affiliate Link

Letzte Aktualisierung: 3. April 2018

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