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Autunit Mineralien-Steckbrief

In unserer Gesteins- und Mineraliendatenbank erhalten Sie Informationen zu den wichtigsten Exemplaren. Die Steckbriefe sind thematisch und alphabetisch kategorisiert. Wir sind bestrebt die Anzahl der Einträge zu erweitern und nehmen gern Vorschläge von unseren Lesern entgegen.

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Autunit - Eigenschaften, Entstehung und Verwendung

englisch: autunite | französisch: autunite

Der erste Fund des Minerals Autunit geht auf das Jahr 1853 zurück. Namenspate ist Autun, eine Stadt im Osten Frankreichs, die sich unmittelbarer Nähe zur Typlokalität in Saint-Symphorien-de-Marmagne befindet.

Eigenschaften von Autunit
Autunit ist mit der Zusammensetzung Ca(UO2)2(PO4)2·12H2O ein Vertreter der Mineralklasse der Phosphate, Arsenate und Vanadate. Alternativ wird Autunit aufgrund der Zugehörigkeit zur Gruppe der Uranglimmer und wegen des Calcium-Anteils im Mineral auch als Kalkuranglimmer bezeichnet.
Die Farbe des uranhaltigen Minerals variiert zwischen leuchtendem Gelb, Gelbgrün und Grün, die schon fast neon sind. Die Strichfarbe ist hellgelb.
Autunit kristallisiert im tetragonalen Kristallsystem. Die Kristalle sind tafelförmig, teilweise auch zu Zwillingen miteinander verwachsen. Die Aggregate sind blättrig-schuppig oder erscheinen in Form krustenartiger Überzüge auf anderen Mineralen oder Gesteinen.
Der Glanz von Autunit ist perlmutt- bis glasartig bei durchsichtiger bis durchscheinender Transparenz. Der Bruch ist uneben, die Spaltbarkeit ist sehr vollkommen. Mit einer Mohshärte von 2 bis 2,5 ist Autunit ein sehr weiches Mineral, dessen Dichte 3,05 bis 3,2 g/cm³ beträgt.

Entstehung und Verbreitung von Autunit
Autunit ist ein radioaktives Mineral, das durch die Verwitterung anderer uranhaltiger Minerale als sogenanntes Mineral sekundären Ursprungs hervorgeht. Besonders häufig findet man Autunit im Zusammenhang mit Uran-Pegmatiten, begleitet von weiteren Uranmineralen wie Uraninit/Pechblende, Torbernit und Uranophan, aber auch Fluorit und Quarz können zusammen mit Autunit vorkommen. Interessant ist möglicherweise die Färbung der nicht-radioaktiven Minerale Fluorit und Quarz. Infolge der Strahlung kann Quarz in dunkelbraunen Rauchquarz umgewandelt werden, und die dunkelviolette bis fast schwarze Farbe von Fluoriten – vor allem aus dem Erzgebirge – ist mitunter ebenfalls auf radioaktive Strahlung zurückzuführen.
Bedeutende Vorkommen des Uranminerals befinden sich unter anderem in England, Frankreich, Deutschland, Österreich, Kongo, Russland, Kongo, Südafrika, Indien, Japan, Australien, Argentinien und in den USA.

Verwendung von Autunit
Auch wenn Autunit ein Uranmineral ist, ist es von keinerlei wirtschaftlicher Bedeutung. Als Mineral für Sammlungen ist Autunit nicht ganz ungefährlich. Der radioaktiven Strahlung wegen, die von Autunit ausgeht, sind entsprechende Sicherheitsmaßnahmen (Hand- und Mundschutz tragen, Hände waschen nach dem Berühren von Autunit, Aufbewahrung fernab von Wohn-, Arbeits- und Schlafräumen) zu treffen. Das Mineral sollte in einem strahlungsdichten Behälter aufbewahrt werden, der mit Silikon versiegelt wird. Auf diese Weise wird auch verhindert, dass Autunit Kristallwasser verliert und sich in Meta-Autunit umwandelt.

Siehe auch:
Zeolithe - Minerale im Einsatz gegen Radioaktivität
Aufbewahrung und Lagerung von Mineralen und Gesteinen

Quellen:
Pellant, C. (1994): Steine und Minerale. Ravensburger Naturführer. Ravensburger Buchverlag Otto Maier GmbH
Bauer, J.; Tvrz, F. (1993): Der Kosmos-Mineralienführer. Mineralien Gesteine Edelsteine. Ein Bestimmungsbuch mit 576 Farbfotos. Gondrom Verlag GmbH Bindlach
- www.mindat.org - Autunite

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