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Aurichalcit Mineralien-Steckbrief

In unserer Gesteins- und Mineraliendatenbank erhalten Sie Informationen zu den wichtigsten Exemplaren. Die Steckbriefe sind thematisch und alphabetisch kategorisiert. Wir sind bestrebt die Anzahl der Einträge zu erweitern und nehmen gern Vorschläge von unseren Lesern entgegen.

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Aurichalcit - Eigenschaften, Entstehung und Verwendung

englisch: aurichalcite | französisch: aurichalcite

AurichalcitDie Bezeichnung Aurichalcit stammt ursprünglich aus dem griechischen Sprachraum. Oreichalkos wird wortwörtlich mit Bergkupfer übersetzt, ferner kommt dem Begriff die Bedeutung Messing zu – einer Legierung zusammengesetzt aus Kupfer und Zink. Grund dafür ist, dass beide Metalle Bestandteil von Aurichalcit sind. Erstmals entdeckt wurde Aurichalcit 1839 in der Loktevskoye Mine im russischen Altaigebirge.

Eigenschaften
Aurichalcit ist ein Vertreter der Mineralklasse der Carbonate bestehend aus (Zn,Cu)5[(OH)3|CO3]2.
Die Farbe von Aurichalcit kann ein helles Himmelblau oder blau mit einem Stich ins Grünliche sein, Die Strichfarbe ist bläulichgrün.
Aurichalcit kristallisiert im monoklinen Kristallsystem und bildet prismatische, nadelige bis faserige Kristalle, die mitunter zu Zwillingen miteinander verwachsen. Die Aggregate können nierig, körnig, kugelig und radialstrahlig angeordnet sein, erscheinen aber auch als krustenartiger Überzug. Teilweise erinnern die radialstrahligen Büscheln von Aurichalcit an filigrane Blüten, weshalb das Mineral auch Messingblüte oder Kupfer-Zinkblüte genannt wird – Cyanotrichit sowohl von den Mineralaggregaten als auch farblich betrachtet zum Verwechseln ähnlich.
Aurichalcit ist von perlmuttartigem bis seidigem Glanz, die Transparenz ist durchsichtig bis durchscheinend. Der Bruch ist uneben bis blättrig, die Spaltbarkeit ist vollkommen. Aurichalcit ist mit einer Mohshärte von 1 bis 2 ein sehr weiches Mineral, dessen spezifisches Gewicht 3,6 bis 4,2 beträgt.

Entstehung und Verbreitung
Aurichalcit ist ein Sekundärmineral, das gebildet wird, indem carbonatreiche Lösungen auf kupfer- und zinkhaltigen Lagerstätten treffen.
Entsprechend der Entstehung ist Aurichalcit mit weiteren kupferhaltigen Mineralen wie Azurit, Malachit, Cuprit, Linarit und Rosasit sowie Zinkmineralen wie Smithsonit, Hemimorphit und Hydrozinkit, aber auch mit Wulfenit vergesellschaftet.
Nennenswerte Vorkommen von Aurichalcit befinden sich unter anderem in Irland; England; Frankreich; Erzgebirge, Siegerland, Sauerland, Eifel und Oberwolfach/Deutschland; Schweiz; Österreich; Spanien; Italien; Tschechien; Slowakei; Slowenien; Rumänien; Russland; Kongo; Sambia; Namibia; Iran; Kasachstan; China; Japan; Australien; Mexiko und in den USA.

Verwendung
Auch wenn Aurichalcit zu den Zink- und Kupfermineralen zählt, kommt dem Mineral keine große wirtschaftliche Bedeutung als Quelle zur Gewinnung der genannten Metalle zu.

Nachweis
Aurichalcit ist in Ammoniak sowie in Säuren löslich, verbunden mit einem wie für carbonathaltige Minerale typischen Schäumen durch die Reaktion mit der Säure. In die Flamme gehalten verfärbt Aurichalcit diese grün, zurückzuführen auf das mineraleigene Kupfer. Der Pleochroismus erscheint farblos und blaugrün.

Quellen:
Pellant, C. (1994): Steine und Minerale. Ravensburger Naturführer. Ravensburger Buchverlag Otto Maier GmbH
Bauer, J.; Tvrz, F. (1993): Der Kosmos-Mineralienführer. Mineralien Gesteine Edelsteine. Ein Bestimmungsbuch mit 576 Farbfotos. Gondrom Verlag GmbH Bindlach
Korbel, P.; Novak, M. und W. Horwath (2002): Mineralien Enzyklopädie, Dörfler Verlag
Medenbach, O.; Sussieck-Fornefeld, C.; Steinbach, G. (1996): Steinbachs Naturführer Mineralien. 223 Artbeschreibungen, 362 Farbfotos, 250 Zeichnungen und 30 Seiten Bestimmungstabellen. Mosaik Verlag München
- www.mindat.org - aurichalcite

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