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Augit Mineralien-Steckbrief

In unserer Gesteins- und Mineraliendatenbank erhalten Sie Informationen zu den wichtigsten Exemplaren. Die Steckbriefe sind thematisch und alphabetisch kategorisiert. Wir sind bestrebt die Anzahl der Einträge zu erweitern und nehmen gern Vorschläge von unseren Lesern entgegen.

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Augit - Eigenschaften, Entstehung und Verwendung

AugitErstmals erwähnt wurde Augit 1792 von dem deutschen Mineralogen Abraham Gottlob Werner (1749 bis 1817). Er war es auch, der das Mineral benannte. Der Name Augit ist griechischen Ursprungs und wird mit Glanz übersetzt – bezugnehmend auf die glänzenden Oberflächen frischer Spaltflächen des Minerals.

Eigenschaften
Augit, bestehend aus (Ca,Mg,Fe,Al)(Si,Al)2O6, wird in die Mineralklasse der Silikate eingeordnet, ist ferner ein Vertreter der Pyroxene, speziell der Klinopyroxene.

Augit ist von dunkler Farbe, kann sowohl dunkelgrün, grüngrau, schwarzbraun bis schwarz sein; wobei schwarze Augite auf besonders hohe Eisen- und Titangehalte zurückzuführen sind. Die Strichfarbe ist graugrün.
Augit kristallisiert im monoklinen Kristallsystem und bildete kurzprismatische, kurzsäulige bis nadelige Kristalle. Die Aggregate sind körnig, massig oder dicht – kann deshalb insbesondere mit Hornblende, einem Vertreter der Amphibolgruppe, verwechselt werden.
Der Glanz von Augit variiert zwischen matt und glasartig bei durchscheinender bis undurchsichtiger Transparenz. Der Bruch ist muschelig bis uneben, die Spaltbarkeit ist unvollkommen. Augit weist eine Mohshärte von 5 bis 6,5 auf, das spezifische Gewicht beträgt 3,19 bis 3,56.

Entstehung und Verbreitung
Als Pyroxen-Mineral ist Augit ein Mineral magmatischen Ursprungs, das im pneumatolytischen wie auch hydrothermalen Stadium aus basischen Gesteinsschmelzen hervor geht. Einige Augite werden aber auch in Skarnen gebildet, sind dann kontaktmetamorphen Ursprungs. Mitunter kann Augit zudem Bestandteil von Meteoriten sein. Weit häufiger jedoch ist Augit Gemengteil in zahlreichen irdischen Steinen wie Andesit, Gabbro, Basalt, Larvikit, Syenit, Pyroxenit, Norit, Granodiorit, Trachyt, Dacit, Diabas und Diorit.
Typische Begleitminerale von Augit sind weitere Pyroxene, ebenso wie Amphibole, Olivin, Labradorit, Sanidin und Orthoklas.
Augit ist weltweit zahlreich verbreitet und kommt unter anderem in Schweden; Finnland; Schottland; England; Frankreich; Löbau, Eschwege, Eifel, Odenwald und Höwenegg/Deutschland; Saalfelden/Österreich; Spanien und Kanarische Inseln; Italien; Tschechien; Slowakei; Ungarn; Rumänien; Ukraine; Algerien; Libyen; Algerien; Ägypten; Kamerun; Kenia; Kongo; Namibia; Sudafrika; Oman; Russland; Kasachstan; Usbekistan; Iran; Pakistan; Indien; China; Australien; Neuseeland; Argentinien; Bolivien; Paraguay; Brasilien; El Salvador; Mexiko; Kanada und in den USA.

Verwendung
Augit ist von keinerlei wirtschaftlicher Bedeutung.

Nachweis
Bis auf Flußsäure ist Augit in keiner weiteren Säure leicht löslich. Wird Augit erhitzt ist dies oft verbunden mit der Entstehung einer glasartigen, magnetischen Masse.

Quellen:
Pellant, C. (1994): Steine und Minerale. Ravensburger Naturführer. Ravensburger Buchverlag Otto Maier GmbH
Bauer, J.; Tvrz, F. (1993): Der Kosmos-Mineralienführer. Mineralien Gesteine Edelsteine. Ein Bestimmungsbuch mit 576 Farbfotos. Gondrom Verlag GmbH Bindlach
Schumann, W. (1992): Edelsteine und Schmucksteine: alle Edel- und Schmucksteine der Welt; 1500 Einzelstücke. BLV Bestimmungsbuch, BLV Verlagsgesellschaft mbH München
Okrusch, M. und S. Matthes (2009): Mineralogie: Eine Einführung in die spezielle Mineralogie, Petrologie und Lagerstättenkunde. Springer Verlag Berlin Heidelberg
Korbel, P.; Novak, M. und W. Horwath (2002): Mineralien Enzyklopädie, Dörfler Verlag
Medenbach, O.; Sussieck-Fornefeld, C.; Steinbach, G. (1996): Steinbachs Naturführer Mineralien. 223 Artbeschreibungen, 362 Farbfotos, 250 Zeichnungen und 30 Seiten Bestimmungstabellen. Mosaik Verlag München
- www.mindat.org - augite

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