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Arsenopyrit Mineralien-Steckbrief

In unserer Gesteins- und Mineraliendatenbank erhalten Sie Informationen zu den wichtigsten Exemplaren. Die Steckbriefe sind thematisch und alphabetisch kategorisiert. Wir sind bestrebt die Anzahl der Einträge zu erweitern und nehmen gern Vorschläge von unseren Lesern entgegen.

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Arsenopyrit - Eigenschaften, Entstehung und Verwendung

ArsenopyritDie Bezeichnung Arsenopyrit erfolgte in Anlehnung an die Tatsache, dass das Mineral pyritähnliche Farben und Aggregate ausbildet. Bei genauerer Betrachtung unterscheiden sich Pyrit und Arsenopyrit sowohl im Kristallsystem als auch hinsichtlich der Zusammensetzung.

Eigenschaften
Arsenkies ist ein Mineral der Klasse der Sulfide, zusammengesetzt aus FeAsS.
Das Sulfid ist dem monoklinen Kristallsystem zugehörig. Charakteristisch sind tafelige und kurzsäulige Kristalle. Die Aggregate sind körnig, derb, faserig oder strahlig. Die ein- und aufgewachsenen Kristalle weisen mitunter eine Riefung auf, nicht selten sind Kristallzwillinge und –drillinge voneinander durchdrungen.
Die Farbe von Arsenopyrit ist weiß bis grau, gelegentlich läuft das Mineral rötlich, kupferfarben oder gelblich an. Die Strichfarbe ist weiß.
Der Glanz von Arsenopyrit ist metallisch, die Transparenz ist undurchsichtig. Arsenopyrit zeigt einen unebenen Bruch, die Spaltbarkeit ist vollkommen. Die Mohshärte liegt bei 5,5 bis 6, das spezifische Gewicht wird mit 6,2 bis 6,9 angegeben.

Arsenopyrit Entstehung und Verbreitung
Arsenoyprit geht aus der hydrothermalen Überprägung erzhaltiger Gesteine hervor, kann aber auch im Zuge der Kontaktmetamorphose in metamorphen Gesteinen entstehen.
Vergesellschaftete Minerale sind u.a. Silber, Gold, Bleiglanz und Pyrit.
Hohe Ähnlichkeit mit Arsenopyrit haben Pyrit, Markasit, Skutterudit, Zinkblende, Bleiglanz, Wolfram, Löllingit und Chloanthit.
Das sehr häufig vorkommende Mineral ist unter anderem in Grönland; Skandinavien; England; Irland; Frankreich; Belgien; Löbau, Oberpfälzer Wald, Sauerland, Hunsrück, Siegerland, Schwarzwald/Deutschland; Wallis/Schweiz; Hohe Tauern, Moschkogel, Fischbacher Alpen, Koralpe/Österreich; Spanien; Portugal; Italien; Tschechien; Slowakei; Slowenien; Rumänien; Kosovo; Griechenland; westliches und südliches Afrika; Saudi-Arabien; Russland; Georgien; Armenien; Aserbaidschan; Usbekistan; Kirgisistan; Iran; Indien; China; Japan; Thailand; Myanmar; Malaysia; Indonesien; Australien; Süd-, Mittel- und Nordamerika zu finden.

Verwendung
Arsenopyrit ist vor allem von Interesse für die Gewinnung von Eisen und zur Herstellung von Arsensäure.

Nachweis
Wie für arsenhaltige Minerale charakteristisch, setzt Arsenopyrit beim Erhitzen Schwefeldämpfe frei. Zeitgleich schmilzt das Mineral zu einer weißen, magnetischen Masse zusammen. Die Löslichkeit ist in Schwefelsäure gegeben.
Zusätzlich kann der Nachweis durch mechanische Belastung erbracht werden, insofern dass sich beim Anschlagen Funken bilden verbunden mit der Entwicklung von knoblauchartigen Gerüchen.

Pyritsonne
Chalkopyrit
Pyrit

Quellen:
Pellant, C. (1994): Steine und Minerale. Ravensburger Naturführer. Ravensburger Buchverlag Otto Maier GmbH
Schumann, W. (1991): Mineralien Gesteine – Merkmale, Vorkommen und Verwendung. BLV Naturführer. BLV Verlagsgesellschaft mbH München
Bauer, J.; Tvrz, F. (1993): Der Kosmos-Mineralienführer. Mineralien Gesteine Edelsteine. Ein Bestimmungsbuch mit 576 Farbfotos. Gondrom Verlag GmbH Bindlach
Medenbach, O.; Sussieck-Fornefeld, C.; Steinbach, G. (1996): Steinbachs Naturführer Mineralien. 223 Artbeschreibungen, 362 Farbfotos, 250 Zeichnungen und 30 Seiten Bestimmungstabellen. Mosaik Verlag München
www.mindat.org - arsenopyrite

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