Logo

Apophyllit Mineralien-Steckbrief

In unserer Gesteins- und Mineraliendatenbank erhalten Sie Informationen zu den wichtigsten Exemplaren. Die Steckbriefe sind thematisch und alphabetisch kategorisiert. Wir sind bestrebt die Anzahl der Einträge zu erweitern und nehmen gern Vorschläge von unseren Lesern entgegen.

A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z 




Apophyllit - Eigenschaften, Entstehung und Verwendung

ApophyllitDer Mineraloge René-Just Haüy war es, der 1805 dem Mineral den Namen Apophyllit gab. Hergeleitet wird Apophyllit aus dem Griechischen, bezugnehmend auf die Eigenschaft des Minerals, in der Flamme blättchenweise zu zerspringen (apophylliso – abblättern).

Eigenschaften
Apophyllit ist ein Silikat mit der Zusammensetzung
(K,Na)Ca4[Si8O20](OH,F) · 8H2O. Zudem ist Apophyllit der Oberbegriff für eine Serie bestehend aus Natroapophyllit (NaF), Hydroxyapophyllit (KOH) und Fluroapophyllit (KF).
Die Farbe des Minerals kann sowohl farblos als auch grünlich, rötlich, bläulich oder gelblich sein. Die Strichfarbe ist weiß.
Apophyllit kristallisiert im tetragonalen Kristallsystem mit aufgewachsenen, längsgestreiften Kristallen, die würfelartig (pseudokubisch), tafelig oder dipyramidal sein können. Die Aggregate sind massig, derb und körnig, selten auch blättrig.
Apophyllit weist Glas- oder Perlmuttglanz auf, die Transparenz ist durchsichtig bis durchscheinend. Der Bruch ist uneben, die Spaltbarkeit ist sehr vollkommen. Die Mohshärte beträgt 4,5 bis 5, das spezifische Gewicht liegt zwischen 2,3 bis 2,5.

Apophyllit Entstehung und Verbreitung
Apophyllit ist ein Mineral magmatischer Herkunft und entsteht im hydrothermalen Stadium, wenn bei Temperaturen unterhalb von 400 °C fluidreiche, besonders natrium-, fluor- und calciumreiche Lösungen auskristallisieren.
Vorwiegender Bildungsort von Apophyllit sind Hohlräume gasreicher Laven, mitunter bildet sich das Mineral auch in Gängen und auf Klüften von Sulfidlagerstätten.
Als Fundorte dokumentiert sind Südgrönland; Färöer; Norwegen; Schweden; Island; Schottland; England; Belgien; Frankreich; Sauerland, Ehrenfriedersdorf, Dillenburg, Odenwald, Kaiserstuhl, Haslach, St. Andreasberg/Deutschland; Ústi nad Labem/Tschechien; Fassatal, Seiser Tal/Italien; Siebenbürgen/Rumänien; Namibia; Südafrika; Indien; China; Japan; Australien; Neuseeland; Mexiko; Brasilien; USA und Kanada.

Verwendung
Für Schmuck wird Apophyllit aufgrund des Splitterns selten verwendet, vielmehr ist das Mineral von Interesse für Sammlungen.

Nachweis
Apophyllit fluoresziert nicht. In die Flamme gehalten, verfärbt sich das Mineral violett, in Salzsäure löst sich das Silikat auf. Beim Erhitzen im Reagenzglas gibt Apophyllit Wasser ab.

Quellen:
Pellant, C. (1994): Steine und Minerale. Ravensburger Naturführer. Ravensburger Buchverlag Otto Maier GmbH
Bauer, J.; Tvrz, F. (1993): Der Kosmos-Mineralienführer. Mineralien Gesteine Edelsteine. Ein Bestimmungsbuch mit 576 Farbfotos. Gondrom Verlag GmbH Bindlach
Korbel, P.; Novak, M. und W. Horwath (2002): Mineralien Enzyklopädie, Dörfler Verlag
Medenbach, O.; Sussieck-Fornefeld, C.; Steinbach, G. (1996): Steinbachs Naturführer Mineralien. 223 Artbeschreibungen, 362 Farbfotos, 250 Zeichnungen und 30 Seiten Bestimmungstabellen. Mosaik Verlag München
- www.mindat.org - apophyllite

Börsenkalender

Mineralienboersen Kalender
Hier gelangen Sie direkt zum Börsenkalender

Unsere Buchmpfehlung

Der neue Kosmos-Mineralienführer: 700 Mineralien, Edelsteine und Gesteine

Kosmos Mineralienführer

Mehr Details


angeboten bei Amazon

Mineralien-Steckbriefe