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Annabergit Mineralien-Steckbrief

In unserer Gesteins- und Mineraliendatenbank erhalten Sie Informationen zu den wichtigsten Exemplaren. Die Steckbriefe sind thematisch und alphabetisch kategorisiert. Wir sind bestrebt die Anzahl der Einträge zu erweitern und nehmen gern Vorschläge von unseren Lesern entgegen.

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Annabergit - Eigenschaften, Entstehung und Verwendung

englisch: annabergite | französisch: annabergite

Die Stadt Annaberg-Buchholz im Erzgebirge ist Namenspate des Minerals Annabergit. Hier wurde das Mineral erstmals im Schacht Malwine im Annaberger Stadtteil Frohnau gefunden und 1852 von den englischen Mineralogen William Hallowes Miller (1801 bis 1880) sowie Henry James Brooke (1771 bis 1857) beschrieben.

Eigenschaften
Annabergit ist mit der Zusammensetzung Ni3(AsO4)2·8H2O ein Vertreter der Mineralklasse der Phosphate, Arsenate und Vanadate.
Die Farbe des Nickelminerals ist weiß oder grün; auch ins Gelbgrüne, Graugrüne oder Blaugrüne gehend, wobei blaugrüner Annabergit auf Beimengungen von Kobalt zurückzuführen ist. Die Strichfarbe ist ein helles Grün.
Annabergit kristallisiert im monoklinen Kristallsystem und bildet prismatische, nadelige Kristalle, deren Oberfläche gestreift ist. Die Aggregate sind erdig bis pulverig oder krustenartig; erinnern teilweise an Ausblühungen, die die Bezeichnung Nickelblüte tragen.
Annabergit weist Perlmutt- bis Diamantglanz auf bei durchsichtiger bis durchscheinender Transparenz. Der Bruch des Arsenats ist uneben, die Spaltbarkeit ist sehr vollkommen. Die Mohshärte beträgt 1,5 bis 2,5 – damit zählt Annabergit zu den weichen Mineralen, das spezifische Gewicht wird mit 3,07 angegeben.

Entstehung und Verbreitung
Annabergit ist Mineral sekundären Ursprungs, das entsteht, wenn nickelhaltige Lagerstätten verwittern. Begleitmineral des seltenen Minerals sind unter anderem Siderit, Nickelin sowie Skutterudit.
Erwähnenswerte Vorkommen von Annabergit befinden sich bspw. in Schweden; auf den Britischen Inseln; in Frankreich; im Erzgebirge, in Kamsdorf, Sauerland, Siegerland, Eifel, Oden- und Schwarzwald/Deutschland; Wallis und Graubünden/Schweiz; Brixlegg und Fischbacher Alpen/Österreich; Spanien; Tschechien; Slowakei; Marokko; Oman; Russland; China; Australien und in den USA.

Verwendung
Auch wenn Annabergit der Nickelgehalte wegen als Rohstoff sicherlich interessant ist, kommt dem Mineral keine wirtschaftliche Bedeutung zu, da die Lagerstätten zu selten sind.

Nachweis
Wie andere Arsenminerale auch, entwickelt sich bei Erhitzung von Annabergit ein knoblauchartiger Geruch. Zeitgleich schmilzt das Mineral zu einer grauen Kugel zusammen. Außerdem ist Annabergit in Säuren löslich.

Quellen:
Pellant, C. (1994): Steine und Minerale. Ravensburger Naturführer. Ravensburger Buchverlag Otto Maier GmbH
- www.mindat.org - annabergite



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