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Andalusit Mineralien-Steckbrief

In unserer Gesteins- und Mineraliendatenbank erhalten Sie Informationen zu den wichtigsten Exemplaren. Die Steckbriefe sind thematisch und alphabetisch kategorisiert. Wir sind bestrebt die Anzahl der Einträge zu erweitern und nehmen gern Vorschläge von unseren Lesern entgegen.

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Andalusit - Eigenschaften, Entstehung und Verwendung

englisch: andalusite | französisch: andalousite

AndalusitNamenspate des Minerals Andalusit ist die Region Andalusien im Süden von Spanien, wo das Mineral erstmals entdeckt wurde.

Eigenschaften
Andalusit gehört zur Klasse der Silikate und besteht aus Al2SiO5.
Die Farbgebung des Minerals variiert zwischen grau, rosa, braun, grün, braun und violett. Die Strichfarbe ist weiß.
Die Kristalle folgen dem orthorhombischen Kristallsystem mit eingewachsenen, säuligen, rechteckigen Kristallen. Die Aggregate sind massig, körnig, säulig und fibros.
Andalusit weist einen muschelig-unebenen Bruch auf, die Spaltbarkeit ist vollkommen. Der Glanz ist glasartig, die Transparenz ist durchsichtig. Mit einer Härte von 7,5 bis 8 ist Andalusit ein hartes Mineral, das spezifische Gewicht beträgt 3,1 bis 3,2.

Andalusit Entstehung und Verbreitung
Andalusit ist ein kontaktmetamorphes Mineral, das entsteht, wenn granitoide Gesteinsschmelzen Schiefer überprägen.
Die Varietät Kreuzstein (Chiastolith) entsteht, wenn währenddessen kohlenstoffhaltige Materialien eingelagert werden, erkennbar anhand eingewachsener, sich überkreuzender langer Kristalle.
Eine weitere Varietät ist Viridin, der durch dessen intensiv grüne Farbe auffällt.
Andalusit wird häufig von Hornfels, Schiefern, Gneis, Turmalin, Rauchquarz, Chrysoberyll, Cordierit, Kyanit und Sillimanit begleitet.
Bekannte Fundorte von Andalusit sind San Diego di Compostela, Almeria/Spanien; Insel Elba/Italien; Bretagne/Frankreich; Stubachtal/Österreich; Gefrees (Fichtelgebirge), Darmstadt/Deutschland; Vestana/Schweden; Mankoba, Ural/Russland; Sri Lanka; Brasilien; Kalifornien, Maine, Massachusetts/USA.

Verwendung
Einsatz findet das Mineral vor allem als Dekorgegenstand oder als Zuschlagstoff für die Herstellung hitzebeständiger Keramik.

Nachweis
Andalusit schmilzt nicht in der Flamme, erst bei Temperaturen um 1730 °C wird das Silikat flüssig. Das Mineral zeigt einen rot-grünen bis gelben Pleochroismus, die schwach ausgeprägte Fluoreszenz ist grün bis gelbgrün.

Quellen:
Pellant, C. (1994): Steine und Minerale. Ravensburger Naturführer. Ravensburger Buchverlag Otto Maier GmbH
Bauer, J.; Tvrz, F. (1993): Der Kosmos-Mineralienführer. Mineralien Gesteine Edelsteine. Ein Bestimmungsbuch mit 576 Farbfotos. Gondrom Verlag GmbH Bindlach
Korbel, P.; Novak, M. und W. Horwath (2002): Mineralien Enzyklopädie, Dörfler Verlag
Medenbach, O.; Sussieck-Fornefeld, C.; Steinbach, G. (1996): Steinbachs Naturführer Mineralien. 223 Artbeschreibungen, 362 Farbfotos, 250 Zeichnungen und 30 Seiten Bestimmungstabellen. Mosaik Verlag München
- www.mindat.org - andalusite

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