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Analcim Mineralien-Steckbrief

In unserer Gesteins- und Mineraliendatenbank erhalten Sie Informationen zu den wichtigsten Exemplaren. Die Steckbriefe sind thematisch und alphabetisch kategorisiert. Wir sind bestrebt die Anzahl der Einträge zu erweitern und nehmen gern Vorschläge von unseren Lesern entgegen.

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Analcim - Eigenschaften, Entstehung und Verwendung

englisch: analcime | französisch: analcime

Der Name Analcim ist griechischen Ursprungs und wurde 1797 von dem französischen Mineralogen René-Just Haüy (1743 bis 1822) eingeführt, nachdem das Mineral von seinem Kollegen Déodat de Dolomieu (1750 bis 1801) bei einer Reise auf die Zyklopeninseln in Italien erstmals erwähnt wurde. Haüy wählte die Bezeichnung, die mit Kraftlosigkeit übersetzt wird, wegen der Fähigkeit der geringen elektrostatischen Aufladung von Analcim.

Analcim Eigenschaften
Analcim wird mit der Zusammensetzung Na(AlSi2O6) · H2O der Mineralklasse der Silikate zugeordnet, ist zudem ein Vertreter der Würfelzeolithe.
Die Farbe des Silikatminerals variiert zwischen farblos, weiß, rosa, hellgelb bis hellgrau. Die Strichfarbe ist weiß.
Analcim kristallisiert in verschiedenen Kristallsystemen: orthorhombisch, tetragonal und monoklin, weit häufiger kristallisiert Analcim im kubischen Kristallsystem. Charakteristisch für Analcim sind würfelartige und isometrische Kristalle; die Aggregate sind massig oder körnig.
Analcim weist Glasglanz auf, die Transparenz ist durchsichtig bis durchscheinend. Der Bruch des Zeolithminerals ist uneben bis muschelig, die Spaltbarkeit ist unvollkommen. Die Mohshärte von Analcim beträgt 5 bis 5,5 bei einem spezifischen Gewicht von 2,2 bis 2,9.

Entstehung und Verbreitung
Analcim ist hydrothermalen Ursprungs, kann aber auch aus magmatischen Schmelzen hervorgehen; kristallisiert häufig in Blasenhohlräumen von Basalt aus. Ebenso möglich ist die Bildung über die Pseudomorphose nach Sodalith, Leucit und Nephelin.
Begleitminerale von Analcim sind vor allem weitere Zeolithe, Prehnit, Ägirin und Calcit. Verwechslungsgefahr besteht bei Analcim mit Mineralen der Granatgruppe, Faujasit, Leucit, Sodalith und Pollucit.
Analcim ist weltweit sehr oft verbreitet. Nennenswerte Fundorte befinden sich zum Beispiel im Süden und Südosten Grönlands; in Island; Färöer-Inseln; Nordirland; Westschottland; Wales und England; Südnorwegen; Södermanland und Smaland/Schweden; Halbinsel Kola und Kamtschatka/Russland; Westerwald, Eifel, Vogelsberg, Dillenburg, Haslach und Höwenegg, Fichtelgebirge sowie im erzgebirgischen Oberwiesental/Deutschland; am Berg Pollux/Schweiz; Steiermark, Kärnten, Burgenland und Niederösterreich/Österreich; Tschechien; Slowakei; Italien; Türkei; Nordafrika; Namibia; Südafrika; Madagaskar; Indien; Japan; Ost- und Südostaustralien; Neuseeland; Argentinien; Brasilien; USA und Kanada.

Verwendung
Wie viele andere Zeolithe wird auch Analcim als Filter eingesetzt. Grund dafür ist die hohe Kationenaustauschkapazität der Zeolith-Gruppe (weitere Informationen dazu, siehe: Zeolithe – Minerale im Einsatz gegen Radioaktivität).

Nachweis
Analcim ist in Salzsäure löslich und setzt bei Erhitzung im geschlossenen Röhrchen Wasser in einem kontinuierlichen Strom frei. Zudem schmilzt Analcim in der Flamme schnell und färbt diese der Natriumgehalte wegen gelb ein.

Quellen:
Pellant, C. (1994): Steine und Minerale. Ravensburger Naturführer. Ravensburger Buchverlag Otto Maier GmbH
Bauer, J.; Tvrz, F. (1993): Der Kosmos-Mineralienführer. Mineralien Gesteine Edelsteine. Ein Bestimmungsbuch mit 576 Farbfotos. Gondrom Verlag GmbH Bindlach
Korbel, P.; Novak, M. und W. Horwath (2002): Mineralien Enzyklopädie, Dörfler Verlag
Medenbach, O.; Sussieck-Fornefeld, C.; Steinbach, G. (1996): Steinbachs Naturführer Mineralien. 223 Artbeschreibungen, 362 Farbfotos, 250 Zeichnungen und 30 Seiten Bestimmungstabellen. Mosaik Verlag München
- www.mindat.org

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