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Ametrin Mineralien-Steckbrief

In unserer Gesteins- und Mineraliendatenbank erhalten Sie Informationen zu den wichtigsten Exemplaren. Die Steckbriefe sind thematisch und alphabetisch kategorisiert. Wir sind bestrebt die Anzahl der Einträge zu erweitern und nehmen gern Vorschläge von unseren Lesern entgegen.

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Ametrin - Eigenschaften, Entstehung und Verwendung

englisch: ametrine | französisch: amétrine

Der Name Ametrin setzt sich aus Amehyst und Citrin zusammen. Der Grund dafür wird bei Betrachtung von Ametrin deutlich: Ametrin vereint in einem Mineral die für Amethyst typische violette Farbe mit dem Goldgelb von Citrin. Alternativ ist auch der Handelsname Bolivianit gängig, angelehnt an die Vorkommen in Bolivien.

Eigenschaften
Bei dem Mineral Ametrin handelt es sich um eine Varietät von Quarz, die genau wie andere Vertreter der Quarzfamilie aus Siliciumdioxid (SiO2) besteht.
Die Farbe von Ametrin ist violett und gelb zugleich; häufig zonar deutlich voneinander abgegrenzt. Die Strichfarbe ist weiß.
Ametrine kristallisieren nach dem trigonalen Kristallsystem und bilden prismatische Kristalle mit sechseckiger Grundfläche, der eine Pyramide „aufsitzt“. Die Aggregate sind massig.
Der Glanz von Ametrin ist glasartig, die Transparenz variiert zwischen durchsichtig bis durchscheinend. Ametrin weist keine Spaltbarkeit auf, der Bruch ist muschelig. Die Mohshärte von Ametrin beträgt 7 bei einer Dichte von 2,63 bis 2,65 g/cm³.

Entstehung und Verbreitung
Die Besonderheit von Ametrin – das Amethystviolett und Citringelb in einem Mineral zu vereinen – ist auf Umstände während der Bildung des Minerals zurückzuführen. Ametrine kristallisieren aus Lösungen hydrothermalen Ursprungs aus (weitere Informationen: Die Entstehung von Mineralen), wobei Temperaturen vorherrschen, die sowohl bei der Entstehung von Amethysten und Citrinen entscheidend sind. Amethyste kristallisieren bei Temperaturen zwischen 100 und 250 °C aus, die Kristalle von Citrinen entstehen hingegen bei ca. 470 °C. Dass beide Farben - violett und gelb – zugleich in Ametrinen vorkommen, könnte mit einer nachträglichen Veränderung bereits existenter Amethyste zu erklären sein, insofern dass durch die Erhöhung der Temperatur (bspw. Durch aufsteigende, heiße Lösungen) die Farbe partiell in Gelb umschlägt.
Die natürlichen Vorkommen von Ametrin sind rar und beschränken sich auf Fundorte in Bolivien und Brasilien.

Verwendung
Aufgrund der optischen Eigenart sind Ametrine begehrte Schmucksteine. Doch nicht alle Ametrine, die es zu kaufen gibt, müssen natürlichen Ursprungs sein. Der Entstehung von Ametrin kann nachgeholfen werden, indem Teile von Amethysten auf die „Citrintemperatur“ von 470 °C erhitzt werden (Händler, die beim DMF international – Verband des deutschen Mineralien- und Fossilienfachhandels registriert sind, müssen solchen Änderungen kennzeichnen). Der behandelte Bereich verfärbt sich alsbald in Gelb um, kann allerdings durch Radiumbestrahlung in die Ausgangsfarbe Violett zurückgefärbt werden.

Siehe auch:
Gefälschte Mineralien und Edelsteine
Mineralien kaufen und tauschen
Seltene Mineralien

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