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Amblygonit Mineralien-Steckbrief

In unserer Gesteins- und Mineraliendatenbank erhalten Sie Informationen zu den wichtigsten Exemplaren. Die Steckbriefe sind thematisch und alphabetisch kategorisiert. Wir sind bestrebt die Anzahl der Einträge zu erweitern und nehmen gern Vorschläge von unseren Lesern entgegen.

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Amblygonit - Eigenschaften, Entstehung und Verwendung

Der deutsche Mineralogie August Breithaupt (1791 bis 1873) ist es, dem der Name Amblygonit zu verdanken ist. Auf ihn geht die früheste Beschreibung des Minerals und die Namensgebung zurück. Anfangs wurde das Mineral für Skapolith gehalten, doch Untersuchungen Breithaupts im Jahr 1817 bestätigten, dass es sich bei dem erstmals in Chursdorf (Ortsteil von Penig in Sachsen/Deutschland) um ein „neues“ Mineral handelt. Der ausschlaggebende Unterschied zu Skapolith sind die verschiedenen Spaltrichtungen mit unterschiedlichen Winkeln, die das Mineral aufweist – daher der aus dem Griechischen stammende Name stumpfer Winkel: Amblygonit.

Eigenschaften
Amblygonit wird aufgrund der Zusammensetzung der Mineralklasse der Phosphate, Arsenate und Vanadate zugeordnet. Die Summenformel von Amblygonit lautet LiAl(PO4)F.
Die Farbe des lithiumhaltigen Phosphatminerals kann weiß, aber auch getönt mit einem Stichs ins Gelbe, Rosafarbene, Grüne, Blaue oder Graue gehen. Die Strichfarbe ist weiß.
Amblygonit kristallisiert im triklinen Kristallsystem undbildet kurzprismatische Kristalle. Die Aggregate sind massig bis körnig.
Der Glanz von Amblygonit ist vielfältig und variiert zwischen Glasglanz, matt und fettig sowie perlmuttartig auf frischen Spaltflächen. Amblygonit weist eine durchsichtige bis durchscheinende Transparenz auf. Der Bruch ist uneben bis splittrig, die Spaltbarkeit ist sehr vollkommen. Mit einer Mohshärte von 5,5 bis 6 ist Amblygonit ein Mineral mittlerer Härte, dessen Dichte 3,08 g/cm3 beträgt.

Entstehung und Verbreitung
Amblygonit wird insbesondere im Zusammenhang mit magmatischen Gesteinen gebildet, ist deshalb vorzugsweise in Graniten und Pegmatiten zu finden.
Bedeutende Funde von Amblygonit wurden bislang unter anderem in England, Teilen Skandinaviens, im deutschen Erzgebirge, in Afghanistan, im südlichen Teil Afrikas, in China und Myanmar, Australien, Chile, Brasilien sowie in den USA belegt.

Verwendung
Da es sich bei Amblygonit um ein Mineral handelt, das reich an Lithium ist, wird das Mineral im großen Maßstab abgebaut, um das Leichtmetall zu gewinnen.

Nachweis Amblygonit ist eines der Minerale, das sehr einfach in der Flamme schmilzt. Gleichzeitig verfärbt sich die Flamme rot – ein Hinweis auf das im Mineral vorhandene Lithium und wesentliches Kennzeichen, um die optisch ähnlich aussehenden Minerale Albit und Quarz von Amblygonit zu unterscheiden.

Quellen:
- Pellant, C. (1994): Steine und Minerale. Ravensburger Naturführer. Ravensburger Buchverlag Otto Maier GmbH
- Korbel, P.; Novak, M. und W. Horwath (2002): Mineralien Enzyklopädie, Dörfler Verlag
- Schumann, W. (1992): Edelsteine und Schmucksteine: alle Edel- und Schmucksteine der Welt; 1500 Einzelstücke. BLV Bestimmungsbuch, BLV Verlagsgesellschaft mbH München
- www.mindat.org - amblygonite

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