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Alexandrit Mineralien-Steckbrief

In unserer Gesteins- und Mineraliendatenbank erhalten Sie Informationen zu den wichtigsten Exemplaren. Die Steckbriefe sind thematisch und alphabetisch kategorisiert. Wir sind bestrebt die Anzahl der Einträge zu erweitern und nehmen gern Vorschläge von unseren Lesern entgegen.

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Alexandrit - Eigenschaften, Entstehung und Verwendung

Namenspate des Minerals Alexandrit ist Alexander II. (1818 bis 1881), seines Zeichens Zar von Russland. Entdeckt wurde Alexandrit erstmals 1830 in einer Smaragd-Mine in Malyshevo im Ural/Russland. Die Bezeichnung Alexandrit wurde zu Ehren von Alexander II. an dessen 18. Geburtstag eingeführt.

Eigenschaften
Bei dem Mineral Alexandrit handelt es sich um eine Varietät von Chrysoberyll. Wie Chrysoberyll auch besteht Alexandrit aus Al2BeO4, wird in die Kategorie der Oxidminerale eingeordnet.
Die Farbe von Alexandrit ist unterschiedlich und variiert im Tages- und Kunstlicht. Als Alexandrit zum ersten Mal gefunden wurde, hielt man das berylliumhaltige Mineral für einen Smaragd. Die Vermutung lag nahe, da die Typlokalität von Alexandrit eine Smaragd-Mine war und das Mineral im Sonnenlicht von smaragdgrüner Farbe war. Unter künstlichem Licht veränderte sich jedoch die Farbe hin zu einem violett- bis blaustichigen Rot. Begründet wird das Farbspiel mit der Lichtbrechung in Alexandritkristalle, die ähnlich wie ein Filter nur die Wellenlängenbereiche von grünem und rotem Licht absorbieren. Die Strichfarbe ist trotzdem weiß.
Alexandrit kristallisiert im orthorhombischen Kristallsystem und bildet pseudohexagonale, tafelige Kristalle, die als körnige oder massige Aggregate erscheinen.
Alexandrit ist von durchsichtiger bis durchscheinender Transparenz, der Glanz ist fettig. Das Mineral weist einen muscheligen bis unebenen Bruch auf, die Spaltbarkeit ist vollkommen. Die Mohshärte beträgt 8,5 – entspricht dem Kriterium der Edelsteinhärte – bei einem spezifischen Gewicht von 3,68 bis 3,8.

Entstehung und Verbreitung
Alexandrit wird sowohl magmatisch wie auch metamorph gebildet, ist deshalb mitunter als Bestandteil in Graniten, Glimmerschiefern oder Gneisen enthalten.
Die Möglichkeiten, Alexandrit heute zu finden, sind sehr begrenzt. Während die russischen Vorkommen nahezu ausgebeutet sind, werden als alternative Fundorte noch Tschechien; Madagaskar; Indien; Myanmar; Australien; Brasilien sowie die USA genannt.

Verwendung
Der Seltenheit wegen ist Alexandrit wirtschaftlich nicht von Bedeutung, vielmehr ist das Mineral in Sammlungen begehrt oder wurde früher zu Schmuckzwecken verarbeitet. Um sich dennoch dem Lichtfiltereffekt bedienen zu können, wird Alexandrit mittlerweile im Labor gezüchtet, so dass künstlicher Alexandrit heute bspw. in Kernkraftwerken oder in Spezialgläsern für die Raumfahrt zum Einsatz kommt, um negative Strahlenbelastungen zu vermeiden.

Nachweis
Da Alexandrit farblich Ähnlichkeit mit roten Granaten oder grünen Smaragden zeigen kann, bietet sich als einfachster Weg der Bestimmung die Betrachtung sowohl unter Sonnenlicht wie auch unter Kunstlicht an. Verändert sich die Farbe von grün im Tageslicht zu rot unter Glühlampen, handelt es sich um Alexandrit. Die beiden anderen Mineralen weisen einen derartigen Pleochroismus, speziell Alexandrit-Effekt, nicht auf.

Quellen:
Bauer, J.; Tvrz, F. (1993): Der Kosmos-Mineralienführer. Mineralien Gesteine Edelsteine. Ein Bestimmungsbuch mit 576 Farbfotos. Gondrom Verlag GmbH Bindlach
Korbel, P.; Novak, M. und W. Horwath (2002): Mineralien Enzyklopädie, Dörfler Verlag
Schumann, W. (1992): Edelsteine und Schmucksteine: alle Edel- und Schmucksteine der Welt; 1500 Einzelstücke. BLV Bestimmungsbuch, BLV Verlagsgesellschaft mbH München
- www.mindat.org - alexandrite

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