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Alabaster Mineralien-Steckbrief

In unserer Gesteins- und Mineraliendatenbank erhalten Sie Informationen zu den wichtigsten Exemplaren. Die Steckbriefe sind thematisch und alphabetisch kategorisiert. Wir sind bestrebt die Anzahl der Einträge zu erweitern und nehmen gern Vorschläge von unseren Lesern entgegen.

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Alabaster - Eigenschaften, Entstehung und Verwendung

AlabasterErstmals schriftlich erwähnt wurde Alabaster in Aufzeichnungen des Naturforschers Theophrastos (371 bis 287 v.Chr). Dieser beschreibt während eines Aufenthalts in der ägyptischen Stadt Alabastron Gefäße und Gegenstände, gefertigt aus dem o.g. Mineral. In Anlehnung an jenen Ort wurde das Mineral Alabaster genannt.

Eigenschaften
Alabaster ist die mikrokristalline Varietät von Gips. Mit der Zusammensetzung CaSO4 · 2H2O zählt das Mineral zur Klasse der Sulfate.
Die Farbe von Alabaster ist weiß, kann aber auch gelb, braun, rosa oder grau sein. Die Strichfarbe ist stets weiß.
Alabaster kristallisiert im monoklinen Kristallsystem. Die Kristalle sind prismatisch, häufig auch zu Zwillingen miteinander verbunden. Die Aggregate können massig, faserig oder plattig sein.
Der Glanz von Alabaster ist glasartig bis seidig, die Transparenz ist undurchsichtig bis durchscheinend. Der Bruch des Sulfats ist muschelig bis uneben, die Spaltbarkeit zeigt sich vollkommen. Alabaster ist ein sehr weiches Mineral – die Mohshärte beträgt 1,5 bis 2. Das spezifische Gewicht beträgt 2,30 bis 2,33.

Alabaster Entstehung und Verbreitung
Alabaster ist ein sedimentäres Mineral, das aus der Verdunstung abgeschlossener, wasserhaltiger Becken oder als Eindampfungsprodukt heißer Quellen hervorgeht.
Bekannte Fundorte befinden sich in England; Frankreich; Schmalkalden, Barbarossahöhle Rottleben/Deutschland; Bern/Schweiz; Industrie- und Waldviertel/Österreich; Spanien; Italien; Polen; Slowakei; Rumänien; Japan sowie in den USA.

Verwendung
Alabaster ist ein begehrter Rohstoff für Bildhauer, Schmuck und Gegenstände des Kunstgewerbes. Doch nicht immer sind die Farbe, in denen es Alabaster zu kaufen gibt, echt bzw. kommen derart in der Natur vor. Da Alabaster sehr porös ist, wird diese Eigenschaft genutzt, um das Mineral in verschiedenen Farbtönen zu kolorieren.
Eines der bekanntesten Kunstwerke aus Alabaster befindet sich im Dom von Roskilde in Dänemark. Hier wurde die einstige Königin von Dänemark, Schweden und Norwegen - Margrete I. (1353 bis 1412) - als lebensgroße Figur als Alabaster nachgestellt. Der Alabasterkörper schmückt seit Jahrhunderten den Sarkophag der Königin im Dom von Roskilde.

Nachweis
Alabaster ist nicht in Säuren, dafür aber in Wasser löslich. Bei Temperaturen um 1400 °C schmilzt Alabaster. Zudem fluoresziert das Sulfat orange bis blau.

Quellen:
Medenbach, O.; Sussieck-Fornefeld, C.; Steinbach, G. (1996): Steinbachs Naturführer Mineralien. 223 Artbeschreibungen, 362 Farbfotos, 250 Zeichnungen und 30 Seiten Bestimmungstabellen. Mosaik Verlag München
Pellant, C. (1994): Steine und Minerale. Ravensburger Naturführer. Ravensburger Buchverlag Otto Maier GmbH
Schumann, W. (1991): Mineralien Gesteine – Merkmale, Vorkommen und Verwendung. BLV Naturführer. BLV Verlagsgesellschaft mbH München
- /www.mindat.org - alabaster

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