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Akanthit Mineralien-Steckbrief

In unserer Gesteins- und Mineraliendatenbank erhalten Sie Informationen zu den wichtigsten Exemplaren. Die Steckbriefe sind thematisch und alphabetisch kategorisiert. Wir sind bestrebt die Anzahl der Einträge zu erweitern und nehmen gern Vorschläge von unseren Lesern entgegen.

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Akanthit - Eigenschaften, Entstehung und Verwendung

Der Name Akanthit leitet sich vom griechischen Wort akantha ab und verweist auf die stacheligen, pfeilartigen Kristalle.

Eigenschaften von Akanthit
Akanthit ist ein Sulfid mit der Zusammensetzung Ag2S.
Die Farbe der Kristalle ist grau bis schwarz, bedingt durch Schwefelwasserstoff. Ebenso schwarz ist die Strichfarbe des Akanthits.
Das Mineral kristallisiert im monoklinen Kristallsystem und bildet nadelige, pseudokubische Kristalle mit massigen Aggregaten. Akanthit weist eine undurchsichtige Transparenz und metallischen Glanz auf. Der Bruch ist hakig und uneben, die Spaltbarkeit ist nicht vorhanden. Aufgrund der Härte von 2 bis 2,5 ist der Akanthit ein weiches Mineral, das sich zudem durch dessen Duktilität auszeichnet – Akanthit lässt sich mit einem Messer durchschneiden. Das spezifische Gewicht beträgt 7,2.

Entstehung und Verbreitung von Akanthit
Akanthit entsteht in hydrothermalen Silbererzgängen bei verhältnismäßig geringen Temperaturen. In sulfidhaltiges Gestein eindringende Lösungen wandeln das vorhandene Erzgestein um.
Mit Akanthit vergesellschaftet sind Silber, Pyrargyrit und Galenit.
Akanthite sind selten. Fundorte sind u.a. Südgrönland; Norwegen; Schweden; Schottland; Irland; England; Frankreich; Dippoldiswalde, Bräunsdorf, Frohnau, Annaberg, Langenberg, Schneeberg, Ramsbeck, Siegerland, Rheinbreitbach, Altenkirchen, Bad Ems, Nonnweiler, Obermoschel, Odenwald, Waldhambach, Hagendorf, Oberwolfach, Freiamt, Menzenschwand/Deutschland; Wallis/Schweiz; Niedere und Hohe Tauern, Mostviertel/Österreich, Tschechien; Slowakei; Spanien; Portugal; Italien; Ungarn; Rumänien; Marokko; Namibia; Südafrika; Jemen; Saudi-Arabien; Russland; Georgien; Kasachstan; Usbekistan; China; Japan; Indonesien; Papua Neuguinea; Australien; Neuseeland; Chile; Bolivien; Kolumbien; Venezuela; Mexiko; USA und Kanada.

Verwendung von Akanthit
Aufgrund des hohen Silbergehaltes des Minerals ist Akanthit ein begehrter Rohstoff zur Silbergewinnung.

Nachweis von Akanthit
Akanthite sind empfindliche Minerale, die licht- und sonnenungeschützt schnell den metallischen Glanz verlieren. Durch eine Ultraschallbehandlung kann dieser Zustand reversibel gemacht werden. Die Löslichkeit ist in Salpetersäure gegeben, bei der Schwefeldämpfe entweichen. Beim Erhitzen auf Temperaturen von über 179 °C verwandelt sich Akanthit in Argentit um (Pseudomorphose).



Quellen:
Medenbach, O.; Sussieck-Fornefeld, C.; Steinbach, G. (1996): Steinbachs Naturführer Mineralien. 223 Artbeschreibungen, 362 Farbfotos, 250 Zeichnungen und 30 Seiten Bestimmungstabellen. Mosaik Verlag München
Pellant, C. (1994): Steine und Minerale. Ravensburger Naturführer. Ravensburger Buchverlag Otto Maier GmbH
Korbel, P.; Novak, M. und W. Horwath (2002): Mineralien Enzyklopädie, Dörfler Verlag
- www.mindat.org - akanthite

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