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Adamin Mineralien-Steckbrief

In unserer Gesteins- und Mineraliendatenbank erhalten Sie Informationen zu den wichtigsten Exemplaren. Die Steckbriefe sind thematisch und alphabetisch kategorisiert. Wir sind bestrebt die Anzahl der Einträge zu erweitern und nehmen gern Vorschläge von unseren Lesern entgegen.

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Adamin - Eigenschaften, Entstehung und Verwendung

englisch: adamite | französisch: adamite


Namenspate des Minerals Adamin ist der französische Mineraloge Gilbert Joseph Adam (1795 bis 1881). Adam war es, der das bis 1866 unbekannte Mineral in Chañarcillo in der Región de Atacama in Chile entdeckte.


Eigenschaften von Adamin

Mit der Zusammensetzung Zn2AsO4(OH) ist Adamin ein Vertreter der Mineralklasse der Phosphate, Arsenate und Vanadate. Als Varietäten von Adamin sind Nickeladamin, Aluminiumadamin, Kobaltadamin, Manganadamin und Cuproadamin bekannt.
Die Farbe von Adamin variiert von farblos über grün (Cuproadamin), gelb, rosa (Kobaltadamin), violett und braun. Die Strichfarbe von Adamin ist dennoch immer weiß.
Adamin kristallisiert dem orthorhombischen Kristallsystem folgend. Die für Adamin typischen Kristalle sind kurz- oder langprismatisch, treten aber auch in Form von Doppelpyramiden auf. Die entsprechenden Aggregate sind krustenartig, radialstrahlig, traubig, nadelig oder massig, häufig auch zu Zwillingen miteinander verwachsen.
Der Glanz von Adamin ist glasartig, die Transparenz ist durchsichtig bis durchscheinend. Der Bruch des Arsenats ist halbmuschelig bis uneben, die Spaltbarkeit ist vollkommen. Die Mohshärte beträgt 3,5 bei einem spezifischen Gewicht von 4,3 bis 4,4.


Entstehung und Verbreitung von Adamin

Adamin ist ein Mineral sekundären Ursprungs, das in der Oxidationszone von zinkhaltigen Erzgängen im Zusammenspiel mit arsenhaltigen Lösungen entsteht.
Begleitet werden Adamin-Lagerstätten bspw. von Azurit, Malachit, Skorodit, Mimetesit, Konichalcit, Calcit, Limonit, Smithsonit und Hemimorphit.
Bedeutende Adamin-Vorkommen befinden sich unter anderem in Irland; Schottland; England; Wales; Frankreich; Goslar, St. Andreasberg, Sauerland, Siegerland, Düren, Calw, Wittichen, Oberwolfach und Freudenstadt/Deutschland; Schweiz; Brixlegg, Bad Eisenkappl und Sattlerkogel/Österreich; Spanien; Italien; Tschechien; Namibia; Iran; China; Australien; Argentinien; Mexiko und in den USA.


Verwendung und Bedeutung von Adamin

Aufgrund der Seltenheit ist Adamin vor allem für Sammlungen von Interesse.


Nachweis von Adamin

Adamin ist in verschiedenen Säuren leicht löslich, phosphoresziert und fluoresziert in Gelb bis Gelbgrün.



Siehe auch
Seltene Mineralien
Die teuersten Mineralien der Welt
Mineralien bestimmen


Quellen:
Medenbach, O.; Sussieck-Fornefeld, C.; Steinbach, G. (1996): Steinbachs Naturführer Mineralien. 223 Artbeschreibungen, 362 Farbfotos, 250 Zeichnungen und 30 Seiten Bestimmungstabellen. Mosaik Verlag München*
Pellant, C. (1994): Steine und Minerale. Ravensburger Naturführer. Ravensburger Buchverlag Otto Maier GmbH*
Bauer, J.; Tvrz, F. (1993): Der Kosmos-Mineralienführer. Mineralien Gesteine Edelsteine. Ein Bestimmungsbuch mit 576 Farbfotos. Gondrom Verlag GmbH Bindlach*
- www.mindat.org

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