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Kupfer Mineralien-Steckbrief

In unserer Gesteins- und Mineraliendatenbank erhalten Sie Informationen zu den wichtigsten Exemplaren. Die Steckbriefe sind thematisch und alphabetisch kategorisiert. Wir sind bestrebt die Anzahl der Einträge zu erweitern und nehmen gern Vorschläge von unseren Lesern entgegen.

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Kupfer - Eigenschaften, Entstehung und Verwendung

englisch: copper | französisch: cuivre


Kupfer
Kupfererz

Der Name Kupfer geht auf den ersten historisch erwähnten Fundort des Minerals zurück. Bereits in der Antike wurde auf der griechischen Insel Zypern Kupfer abgebaut; entsprechend wurde das rotgoldene Mineral zypriotisches Erz (lat.: aes cypricum) genannt. Später leitete sich aus dieser Bezeichnung Cuprum (lat.) ab.


Eigenschaften von Kupfer

Das Mineral Kupfer (Cu) zählt zur Klasse der gediegenen Elemente.
Die typische Farbe von Kupfer ist metallisch hellrot, rotgold bis rotbraun-kupfrig. Oft zeigen sich auf Kupfermineralen grüne oder blaue Überzüge (Patina), die durch basische Kupfercarbonate und -hydroxide entstehen. Die Strichfarbe ist ebenso metallisch schimmernd kupferfarben.
Kupfer kristallisiert dem kubischen Kristallsystem folgend, bildet aber nur gelegentlich Kristalle aus, die vielmehr starke Verzerrungen zeigen. Die Aggregate sind dendritisch, massig, klumpig oder baumartig.
Kupfer ist ein weiches Mineral mit einer Härte von 2,5 bis 3, das sich einfach dehnen lässt, dabei aber nicht auseinanderreißt (Tenazität). Der Bruch von Kupfer ist hakig, die Spaltbarkeit ist nicht vorhanden. Der Glanz ist wie für Metalle eigen, metallisch. Das Mineral weist eine undurchsichtige Transparenz auf. Lediglich in dünnen Schichten ist Kupfer grün durchscheinend. Das spezifische Gewicht von Kupfer beträgt 8,3 bis 8,9.


Kupfer
Kupfer

Entstehung und Verbreitung von Kupfer

Kupfer ist häufig Bestandteil von Kupfererzadern in der Oxidationszone von kupferreichen Erzen, Kalk- und Sandsteinen, Schiefern sowie von magmatischen Gesteinen.
Das Mineral wird oftmals von weiteren Kupfererzen, Malachit, Azurit, Quarz, Calcit, Chalkosin, Cuprit, Zeolith oder Kupferglanz sowie von gediegen Antimon, Gold, Silber und Eisen begleitet.
Kupfer zählt zu den Mineralen, die auf der Welt häufig zu finden sind; so auch beispielsweise auf den Färöer-Inseln; in Norwegen; Schweden; Schottland; England; Irland; Frankreich; Belgien; Oberlausitz, Erzgebirge, St. Andreasberg, Sauerland, Siegerland, Odenwald und Schwarzwald/Deutschland; Wallis/Schweiz; Hohe Tauern, Brixlegg, Lechtaler Alpen/Österreich; Spanien; Portugal; Italien; Tschechien; Slowakei; Slowenien; Ungarn; Rumänien; Bulgarien; Griechenland; Staaten des südlichen Afrikas; Türkei; Aserbaidschan; Kasachstan; Iran; Afghanistan; Indien; China; Japan; Laos; Philippinen; Australien; Neuseeland; Chile; Bolivien; Peru; Kuba; Guatemala; Mexiko; Kanada und in den USA.
Große Kupfervorkommen befinden sich außerdem in der Lausitz - siehe dazu auch News-Eintrag vom 29. Januar 2011.


Verwendung und Bedeutung von Kupfer

Kupfer ist ein begehrter Rohstoff in der Elektroindustrie. Als Baumaterial findet Kupfer ebenso Einsatz, insofern dass Kupfer an der Luft unter Einwirkung von Carbonaten eine beständige Patina bildet. Entsprechend wird Kupfer als Material für Simse, Regenrinnen sowie Dächer verwendet. Unerwünschte Überzüge lassen sich durch eine Lösung aus destilliertem Wasser, Kaliumnatriumtartrat und Natriumhydroxid rückgängig machen.
Aufgrund der bakteriziden Wirkung auf Mikroorganismen wird Kupfer weiterhin als Zusatzstoff für Pflanzenschutzmittel, für Besteck, Münzen oder Schmuck genutzt. Bei der Verwendung für Ringe, Ohrringe, Ketten oder Armreifen wird Kupfer weniger als purer Rohstoff verwendet, vielmehr wird Kupfer als Bestandteil von Legierungen genutzt, bspw. in Form von Rotgold oder Roségold. Beide Farbtöne unterscheiden sich hinsichtlich der Sättigung des Rottons. Während Rotgold satt kupferfarben erstrahlt, geht die Farbe von Roségold ins Zartrosafarbene - zurückzuführen auf den geringeren Kupfergehalt in der Legierung verglichen mit dem höheren Anteil an Kupfer im Rotgold.


Nachweis von Kupfer

Kupfer ist in Salpetersäure löslich unter Entwicklung salpetriger, rötlicher Dämpfe. Der Siedepunkt des Minerals liegt bei 2561,85°C.


Siehe auch:
Farbgold: Rotgold, Roségold, Grüngold, Blaugold, Schwarzgold und Purpurgold
Edelmetalle als Wertanlage
Kupferminerale


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Quellen:
Bauer, J.; Tvrz, F. (1993): Der Kosmos-Mineralienführer. Mineralien Gesteine Edelsteine. Ein Bestimmungsbuch mit 576 Farbfotos. Gondrom Verlag GmbH Bindlach*
Medenbach, O.; Sussieck-Fornefeld, C.; Steinbach, G. (1996): Steinbachs Naturführer Mineralien. 223 Artbeschreibungen, 362 Farbfotos, 250 Zeichnungen und 30 Seiten Bestimmungstabellen. Mosaik Verlag München*
Pellant, C. (1994): Steine und Minerale. Ravensburger Naturführer. Ravensburger Buchverlag Otto Maier GmbH*
Schumann, W. (1991): Mineralien Gesteine – Merkmale, Vorkommen und Verwendung. BLV Naturführer. BLV Verlagsgesellschaft mbH München*
Schumann, W. (2017): Edelsteine und Schmucksteine. Alle Arten und Varietäten. 1900 Einzelstücke. BLV Bestimmungsbuch, BLV Verlagsgesellschaft mbH München*
Hochleitner, R. (2017): Welcher Stein ist das? Kosmos-Naturführer. Über 350 Mineralien, Edelsteine und Gesteine. Franckh Kosmos Verlag*
- www.mindat.org - copper

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Letzte Aktualisierung: 1. September 2018

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