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Gold Mineralien-Steckbrief

In unserer Gesteins- und Mineraliendatenbank erhalten Sie Informationen zu den wichtigsten Exemplaren. Die Steckbriefe sind thematisch und alphabetisch kategorisiert. Wir sind bestrebt die Anzahl der Einträge zu erweitern und nehmen gern Vorschläge von unseren Lesern entgegen.

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Gold - Eigenschaften, Entstehung und Verwendung

englisch: gold | französisch: or

GoldDer Begriff Gold leitet sich ursprünglich vom indogermanischen Wort ghel ab, bezugnehmend auf die glänzende, gelbe Farbe des Minerals.

Eigenschaften von Gold
Gold (Au) wird in die Mineralklasse der gediegenen Elemente eingeordnet.
Das Edelmetall weist eine goldene, hell- bis braungelbe, aber auch goldrote Farbe auf. Mitunter sind Beimengungen anderer Elemente wie Platin, Kupfer und Silber für das Farbspektrum verantwortlich. Letzteres bewirkt beispielsweise, dass Gold heller wirkt. Auf der Strichtafel hinterlässt Gold eine goldgelbe Strichfarbe, die metallisch schimmert.
Gold kristallisiert nach dem kubischen Kristallsystem, die Aggregate sind draht- oder moosförmig, massig (sog. Nuggets) oder dendritisch.
Der Glanz ist wie für Metalle typisch metallisch. Gold ist von undurchsichtiger Transparenz; wenn es in dünne Schichten gehämmert wird, weisen diese eine grünlich durchscheinende Transparenz auf. Eine Spaltbarkeit liegt nicht vor, ebenso wie die Fluoreszenz nicht vorhanden ist. Der Bruch ist hakig. Weiterhin charakteristisch ist die duktile Tenazität von Gold, aufgrund welcher sich Gold zu sehr dünnen Plättchen hämmern lässt, die trotzdem elastisch und spannfähig bleiben. Die Dichte schwankt zwischen 15,5 und 19,3 g/cm³. Mit einer Mohshärte von 2,5 bis 3 ist Gold eher weich.

Gold Entstehung und Verbreitung von Gold
Das Edelmetall ist häufig zu finden, jedoch nicht in bedeutenden Mengen. Unterschieden werden bei Goldvorkommen primäre (sog. Berggold) und sekundäre (sog. Seifengold) Lagerarten.
Primär tritt Gold vor allem in hydrothermalen Gängen auf oder es ist vergesellschaftet mit weiteren Mineralen wie Sulfiden oder Quarzen. Andere Begleitminerale sind Arsenkies, Magnetkies, Kupferkies, Zinkblende, Bleiglanz, Fahlerde, Antimonit und Pyrit.
Sekundäre Goldlagerstätten entstehen als Produkt von Verwitterung goldhaltiger Gesteine - beispielsweise Quarzit oder Norit, Transport sowie Sedimentation. Infolge der Verwitterung goldhaltigen Gesteins ist Gold mobil, so dass dieses mit Wasser verlagert werden kann und sich abschließend in Flußsanden oder –kiesen akkumuliert.
Nennenswerte Vorkommen existieren in in Südgrönland; Schweden; Finnland; Halbinsel Kola, Ural, Ostsibirien, Kamtschatka/Russland; Nordirland; Irland; Schottland; Wales; England; Frankreich; Belgien; Lautenthal im Harz, Siegerland, Moschellandsberg, Odenwald, Calw, Oberwolfach, Waldsassen und Johanngeorgenstadt/Deutschland; Tessin, Wallis und Graubünden/Schweiz; Schwaz, Firschnitzscharte, Weißspitze, Hohe Tauern, Salzburg, Leoben, Sattlerkogel und Fischbacher Alpen/Österreich; Spanien; Italien; Tschechien; Slowakei; Rumänien; Bulgarien; Griechenland; Türkei; Mali; Ghana; Sudan; Äthiopien; Namibia; Südafrika; Ukraine; Georgien; Kasachstan; Afghanistan; Indien; China; Japan; Thailand; Philippinen; Indonesien; Papua Neuguinea; Australien; Neuseeland; Argentinien; Bolivien; Brasilien; Mexiko; USA und Kanada.

Gold Verwendung von Gold
Gold wurde bereits seit der Steinzeit gewonnen. Das Edelmetall wurde fortan für Alltagsgegenstände sowie für astronomische Instrumente verwendet. Als Zahlungsmittel bekommt Gold seit etwa dem 7. Jahrhundert v.Chr eine Bedeutung. Neben dem Gebrauch für Schmuck (auch als Roségold bzw. Rotgold) und Kunsthandwerk, wird Gold in der Elektroindustrie und Medizin (zum Beispiel: Zahngold) eingesetzt.
Die globalen Goldbestände werden auf 75.000 t geschätzt, die sich sowohl in Privat- als auch Staatsbesitz, vor allem zur Währungsstabilisierung (Stichwort: Entwicklung/Beständigkeit vom Goldpreis) und Wertanlage - als Goldbarren, Krugerrand und andere Goldmünzen (Angabe des Gewichts erfolgt in Karat*, häufiger aber in Unze**), befinden.

Nachweis von Gold
Um eventuelle Verwechslungen mit gold schillerndem Pyrit, Markasit oder Chalkopyrit auszuschließen, bietet sich neben der Betrachtung der Eigenschaften von Gold auch der Test auf Löslichkeit des Metalls in Königswasser oder Quecksilber an.

* 1 Karat entspricht 0,2 Gramm
** 1 Unze entspricht 31,103 Gramm

Siehe auch:
- Edelmetalle als Wertanlage
- Katzengold versus echtes Gold
- In, auf und aus Gestein gebaut - Goldenes Dachl Innsbruck

Quellen:
Schumann, W. (1991): Mineralien Gesteine – Merkmale, Vorkommen und Verwendung. BLV Naturführer. BLV Verlagsgesellschaft mbH München
Pellant, C. (1994): Steine und Minerale. Ravensburger Naturführer. Ravensburger Buchverlag Otto Maier GmbH
Medenbach, O.; Sussieck-Fornefeld, C.; Steinbach, G. (1996): Steinbachs Naturführer Mineralien. 223 Artbeschreibungen, 362 Farbfotos, 250 Zeichnungen und 30 Seiten Bestimmungstabellen. Mosaik Verlag München
- www.mindat.org - gold

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