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Gravierte Steine



Es ist eine alte Tradition, Steine mit Inschriften zu versehen. Bereits die Runensteine verschiedener Völker zeigen, dass Steine schon vor über 1000 Jahren mit Schriftzügen oder Symbolen versehen wurden. Auch heute noch werden Schriftzüge in Steine graviert, wenn auch mit moderneren Verfahren und Techniken.



Steingravuren für alles und jeden

Steine zu gravieren liegt im Trend. Längst werden nicht nur Grabsteine oder Gedenksteine mit Schriftzügen oder Ornamenten verziert. Ob zur Verlobung oder Hochzeit, als personalisierter Glücksbringer bzw. Talisman, zum Valentinstag oder Jahreskarte, als außergewöhnliche Platzkarte oder als witterungsbeständiger Kräuterstein – es gibt keine Anlass oder Zweck, zu dem ein nach Wunsch gravierter Stein nicht passt.


Geeignete Steine für Gravuren

Steingravuren können mit nahezu allen Steinen hergestellt werden. Die Vielfalt der im Handel angebotenen Steine für Gravuren ist groß. Nahezu alle bekannten Mineralien und Gesteine werden als Basis für Schriftzüge, Symbole oder „Fotos“ in Stein verwendet.
Am häufigsten werden Kieselsteine, Granit, Schiefer, Kalkstein, Quarz mit seinem Varietäten Achat, Amethyst, Rosenquarz oder Karneol für Steingravuren genutzt.
Weiche Steine oder Mineralien wie Talk oder Speckstein sind nicht von großer Bedeutung. Der Grund: Ein Speckstein lässt sich dank der geringen Härte zwar einfach bearbeiten, doch bei dauerhafter Nutzung, bspw. Als Handschmeichler, könnte die Gravur im Laufe der Zeit verschwinden, da der Stein ständig der Abnutzung ausgesetzt ist. Ebenso sind weiche Steine weitaus weniger witterungsbeständig. Spröde Mineralien wie Marienglas (Gips-Varietät) kommen weniger als Gravurstein zum Einsatz. Die Beschriftung spröder, zum Splittern neigender Steine geht mit einer hohen Materialbeschädigung einher.


Steine gravieren

Steine können auf verschiedene Art und Weise sowie mit unterschiedlichen Werkzeugen graviert werden. Konventionell mit Hammer und Meißel oder elektronisch mit strom- oder batteriebetriebenen Gravierstiften oder Lasergravierern.


Steine gravieren mit Hammer und Meißel

Die traditionellste aller Techniken der Steingravur bedient sich Hammer, alternativ Schlägel, und Meißel (spitz- und Flachmeißel diverser Stärke) – die Werkzeuge, die Steinmetze seit jeher verwenden.
Das althergebrachte Verfahren erfordert viel Erfahrung, Geschick, Kraft und Zeit, bis ein Schriftzug oder Ornamente im Stein entstehen; wobei elektrische Meißel bereits Einzug gehalten haben.


Steine gravieren mit einem Graviergerät

Ein Graviergerät gleicht einem Stift mit elektrischem Betrieb. Der Vorteil von Graviergeräten liegt in der Einfachheit der Anwendung. Es kann fein und grob gearbeitet werden, da Gravierstifte häufig als Set mit auswechselbaren Spitzen angeboten werden.
Dass Gravierstifte Steine kritzen können, wird mit dem Material begründet, das auf der Gravierspitze aufgebracht ist: Diamantpulver oder der geringfügig weichere Karborund (Siliciumcarbid). Diamanten sind die härtesten Mineralien der Erde. Es gibt kein steinernes Material auf der Welt, das härter ist. Aus diesem Grund können Diamanten jedes Gestein oder Mineral ritzen, wohingegen Granit, Schiefer, Rubin oder Quarz aufgrund der geringeren Härte nicht in der Lage sind, einen Kratzer auf der Oberfläche von Diamanten zu hinterlassen.


Bei Steingravuren, die mit Hammer und Meißel oder dem Graviergerät angefertigt werden, sind einige Vorsichtsmaßnahmen zu beachten. Infolge der Gravur kommt es zu einem Materialabrieb, weshalb sowohl eine Schutzbrille als auch Mundschutz zu tragen ist, um zu verhindern, dass der feine Steinstaub in die Augen oder Atemwege gelangt.
Daneben erfordern beide Techniken Vorarbeiten. Für das gewünschte Design muss eine Schablone erstellt werden, die wiederum auf den Stein übertragen wird und als Vorlage für die Gravierarbeit dient.


Steine gravieren per Lasergravur

Anders sieht es bei Steinen aus, die mit Lasern graviert werden.
Die Vorlage wird am Computer erstellt und via Druckbefehl an die laserbetriebene Graviermaschine weitergegeben. Der Laser der Gravurmaschine fährt die Konturen oder Schriftzüge auf dem Stein ab und graviert in Sekundenschnelle das Motiv in den Stein.
Die Vorteile der Lasergravur liegen auf der Hand: ein schnelles, detailgenaues Verfahren, das ohne viel Kraft angewendet wird und bei dem der anfallende Steinstaub gleichzeitig im Lasergravierer integrierten Staubsauger beseitigt wird.




Siehe auch:
Rubine, die keine sind
Farbedelsteine und die Bewertung der Qualität von Farbedelsteinen
Handelsnamen von Mineralien


Letzte Aktualisierung: 17. Dezember 2017

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