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Wie heißen die durchsichtigen, farbigen Steine, die man in Nord- und Ostsee findet?





Es gibt sie in grün, blau, braun oder milchig-weiß. Flache Steine mit abgerundeten Kanten und matter, angerauter Oberfläche. Teilweise haben diese Steine auch frische Bruchkanten, an denen das Material glasartig glänzt.

Mit großer Wahrscheinlichkeit handelt es sich dabei um Glasscherben, die ins Wasser gelangten. Durch die Kraft von Wasser und durch das Aneinanderreiben mit anderen Steinen wie Hühnergöttern, Feuersteinen oder Kieseln wurde aus dem einst scharfkantigen Abfall ein gerundeter „Stein“. Ebenso entsteht das Raue an der Oberfläche der Glasscherben, die quasi gesandstrahlt wurden, also durch den Sand am Meeresboden poliert wurden.

Aber nicht alle transparenten Steine im Ost- und Nordseewasser müssen Glasscherben sein. Es gibt Quarz, der Glas optisch ähneln kann oder das Gold der Ostsee, Bernstein. Verwechslungen mit Bernsteinen können einfach ausgeschlossen werden, indem die Härte prüft. Glas weist auf der Skala der Härte von Mineralen einen Wert von 6 bis 7, während Bernstein so weich ist, dass man es mit einem Taschenmesser ritzen kann und sogar mit den Zähnen vorsichtig abbrechen kann.

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Buchvorstellung: "Steine am Ostseestrand" von Rolf Reinicke

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