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Was sind Hühnergötter?





Hühnergötter von der Ostsee

Hühnergötter sind Steine, speziell Feuersteine, mit einem Loch. Hühnergötter können aber auch mehrere Löcher gleichzeitig in einem Stein aufweisen.

Die Größe der Löcher ist unterschiedlich und reicht von stecknadelkopfgroß bis hin zu einem Durchmesser von einigen Zentimetern.

Die Ursache für das Loch der Feuersteinknollen liegt in der Entstehung von Feuersteinen begründet. Das Ausgangsmaterial von Feuersteinen sind organische, kalkhaltige Bestandteile einstiger Meeresbewohner. Mit deren Ableben und Sedimentation (Ablagerung) auf dem Meeresgrund verfestigten sich im Verlauf von Jahrmillionen Knochen, Muschelschalen, etc. und verkieselten anschließend. Doch es kann vorkommen, dass Feuerstein nicht als Ganzes von der Verkieselung (Umwandlung des Gesteins durch SiO2) erfasst wird. Erkennen kann man das anhand von weißen und vergleichsweise weichen Stellen im Feuerstein oder in Form eines Lochs im Hühnergott. Feuersteine werden im Meer bzw. in Meeressedimenten gebildet, insofern war das Gestein ständig Wasser ausgesetzt. Während nun aber die verkieselten Areale des Feuersteins dem Einfluß des Wassers standhalten konnten, wurden die weicheren, nicht verkieselten Bereiche gelöst bzw. als Loch ausgespült.

Hühnergötter findet man sehr häufig an den Stränden von Nord- und Ostsee. Lange Zeit galten Hühnergötter als Glücksbringer von Hühnerzüchtern. Man glaubte, dass Feuersteine mit Löchern, die an Bändern im Hühnerstall aufgehängt wurden, für einen reichen Eiersegen verantwortlich waren.

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